Antwort auf: Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2018)

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DerSchweiger
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@derschweiger

How to Party with Mom

Das geht ja gut los: Deanna verabschiedet ihre Tochter tränenreich am College, ehe sie anschließend im Auto von ihrem Mann erfährt, dass er eine neue Liebe hat und die Scheidung möchte. Zu allem Überfluss verkauft er das auf seinem Namen laufende Haus.
Nach zig abgelehnten Sandwich-Varianten und dem Schrecken über einen fast erschossenen Hund kommt sie auf die Idee, ihren Collegeabschluss nachzuholen, den sie vor der Geburt ihrer Tochter ihres Mannes zuliebe aufgegeben hat.
Wer ahnt es? Töchterchen Maddie ist davon zunächst wenig angetan und die Pure-Mom Attitüde Deannas macht ihr den Einstieg in ihr neues Leben auch nicht einfach.
Bei so viel Chaos hilft also nur eins: Party mit Mom!!

Klar, der Titel klingt schon nach wenig gehaltvoller Kost, diese kann aber durchaus witzig oder mindestens unterhaltsam gestaltet werden (siehe „Sisters“ oder „Bad Moms“). Geboten wird aber so viel weniger.
Das Problem trägt einen Namen: Melissa McCarthy
Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie das Drehbuch entworfen, und wie es wohl so ist, wenn man sein größter Fan ist – der Fokus liegt auf einem selbst, man möchte stets präsent sein, sämtliche Nebendarsteller fungieren allerhöchstens als Stichwortgeber für verbale Gagfeuerwerke (ja, was ein Scheiß!! Ich glaube, da lacht man bei einem Stuss wie „2 broke girls“ häufiger – nämlich vor Erleichterung, wenn die Werbung kommt) und die Story soll mal sämtliche Klisches einer „Mama probiert nochmal jung zu sein“ Geschichte bedienen ohne dabei einen Zusammenhang im Plot-Darsteller Gefüge einzubringen.
Der Film ist Müll und überrascht einzig dahingehend, dass skurille Nebencharakter nicht mal die Chance auf Ausspielen ihrer Seltsamkeitskarte bekommen. Das Gothgirl als Mitbewohner bleibt eben das Gothgirl, die Komafrau bleibt die (dumme) Komafrau. Tochter Madie bleibt…. keine Ahnung, ich glaube sie hatte zwar etwas Text aber war sie wirklich dabei?
Wäre ein einziger gelungener Gag auf der 80er Party einer Collegeverbindung.

Schade eigentlich. Nachdem ich sie in St.Vincent gesehen habe, dachte ich, sie könne ihrem Albernimage entfliehen. Potenzial scheint vorhanden, aber wenn man immer süß und kuschelig wirken möchte, dann bitte…

1/10
(P.S. Das soll kein reines McCarthy-Bashing sein [von der ich zugegeben nichts halte] – der Film wäre mit jeder anderen Darstellerin ebenso mies)