Crime 101 (Kino)
Ein geheimnisvoller Dieb trifft bei seinem letzten Coup auf eine desillusionierte Versicherungsmaklerin. Ein Detektiv
verfolgt ihren geplanten Millionenraub. Das Drehbuch basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Don Winslow.
Crime 101 mutiert fast zu einer kleinen Überraschung im Kino. Bekommt aber etwas Abzüge aufgrund seiner zu langen Laufzeit.
Bart Layton, bekannt durch The Imposter & American Animals, führt hier Regie und seine Handschrift weist durchaus gute Züge auf.
Vor allem die temporeichen Verfolgungsjagden, die Nutzung des Perspektivwechsels durch Kamerazooms zu einer speziellen Szene,
um im Anschluss direkt zu einem anderen Charakter zu wechseln & auch die ordentlichen schauspielerischen Leistungen sprechen für ihn. Zudem hat Crime 101 einen ziemlich geilen Autogeschmack & als Autonarr fühlt man sich hier fast wie im (Auto)himmel.
Auf der weniger positiven Seite steht die etwas aufgebauschte & in die Länge gezogene Laufzeit.
20-25 Minuten weniger & das gesamte Teil wäre eine Nummer schmackhafter gewesen.
Das Ende ist eine kleine Wundertüte, denn nicht der Twist spielt eine Rolle, sondern eher die Frage:
„Hätte man selber auch so gehandelt oder wirkt das alles zu generisch !“
Der Cast war sehr gut aufgelegt. Chris Hemsworth, Mark Ruffalo & Halle Berry tragen den Film auf ihren Schultern,
aber auch kleinere, verrücktere Rollen wie die von Barry Keoghan sind knackig inszeniert & bieten durchaus Überraschungsmomente.
So klein seine Rolle auch wieder war. Ich mag Nick Nolte einfach so sehr, aber wie schon in Die My Love merkt man
ihm seinen gesundheitlichen Zustand schon deutlich an, und das macht einen selber dann auch wieder etwas traurig.
7.5/10 Muscle Cars