The-Lion-King

Verfasste Forenbeiträge

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 3,924)
  • Autor
    Beiträge
  • #261838
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Backrooms (Kino)

    Eine Tür im Keller eines Möbelhauses führt zu einem endlosen Labyrinth aus unheimlichen Räumen.

    Erst Obsession, dann The Furious & jetzt auch noch Backrooms. Was ein Feuerwerk im Kinojuni !

    Es braucht nicht viel um einen hervorragenden Film zu zaubern. Es braucht keinen bekannten Regisseur oder Namen,
    kein unendliches Budget & schon gar nicht eine Wiederbelebung von alten Titeln aus der Vergangenheit.

    Es genügt eine Idee, die alles verändert, und dich in ein Szenario wirft, das dich permanent fesselt & lange nicht mehr
    loslassen wird. Liminal Spaces sind das große Schlagwort.

    In Kombination mit der fantastischen Kameraarbeit, den toll ausgestatteten Looks der Zimmer, dem rhythmisch einsetzenden
    Sound an den richtigen Stellen, erschafft er ein Film, der diese spürbar paralysierende Atmosphäre über die gesamte Laufzeit trägt.

    Der Fokus auf die Figuren, auf die Emotionen in ihren Gesichtern ist der Weg den Backrooms zelebriert.
    Chiwetel Ejiofor & Renate Reinsve sind ein hervorragendes Duo und liefern hier ein echtes Schauspielwunderwerk ab.

    Kane Parsons revolutioniert diese Grundidee und baut sie weiter aus, mit Horrorelementen, die dich verwundern lassen.
    Am Ende setzt er noch ein Ausrufezeichen, ohne alles auszuerzählen & macht so noch viel mehr Lust sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

    Liminal Spaces sind physische oder mentale Übergangsorte. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort limen (Schwelle).
    Im modernen Internet-Kontext bezeichnet man damit verlassene, aber oft alltägliche Orte wie Einkaufszentren, Flure oder Parkplätze.
    Sie wirken durch die Abwesenheit von Menschen oft unwirklich, nostalgisch, vertraut, aber gleichzeitig unheimlich.

    09/10 Backrooms

    #261810
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    If I Had Legs I’d Kick You (HBO)

    Während Lindas Leben um sie zusammenbricht, versucht sie, mit der mysteriösen Krankheit ihres Kindes, ihrem abwesenden
    Ehemann, einer vermissten Person und der zunehmend feindseligen Beziehung zu ihrer Therapeutin zurechtzukommen.

    Ein Film, der Magenschmerzen verursacht & wahnsinnig unangenehm mitanzuschauen ist, aber die Botschaft umso wichtiger erscheint.
    Man durchlebt viele Welten voller Schmerz, Einsamkeit & einer Verantwortung gegenüber seiner Familie & sich selber.

    Die Nominierung bei den letzten Oscars (Best Performance by an Actress in a Leading Role) für Rose Byrne ist nachvollziehbar,
    denn diese vollumfänglichen Emotionen musst du auch erstmal rüberbringen. Das kann sich durchaus sehen lassen.

    Auch die etwas kleineren Rollen von Conan O’Brien, Danielle Macdonald & A$AP Rocky sind harmonisch mit der Story verwoben.
    Über der ganzen Thematik schwebt immer so ein unsichtbares Tuch, das zeitweise verwirren, aber auch belebend wirken kann.

    If I Had Legs I’d Kick You ist ein Sinnbild der Gesellschaft, wenn alles über einen hereinbricht. Ob privat oder beruflich,
    und man es einfach nicht mehr schafft aus dem Chaos zu entkommen & immer wieder nur Pflaster zur Linderung findet.

    Ein starker Film, der aber aufgrund des hervorgerufenen Gefühls nicht zu einer Zweitsichtung einlädt, dennoch ein bemerkenswertes Projekt.

    07/10 Pfade

    #261791
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    They Will Kill You (HBO)

    Eine Frau beginnt als Haushälterin in einem New Yorker Hochhaus zu arbeiten, unwissend
    über die mysteriösen Verschwindungsfälle. Die Gemeinschaft birgt dunkle Geheimnisse.

    Ein Film, der mich fast komplett kalt gelassen hat. Die Story Schwamm drüber, die Anleihen unübersehbar, die Charaktere
    Abziehbilder & die Action(szenen) zerschnitten. Einzig der Blutgehalt ist wahnsinnig hoch + die FSK 16 unverständlich niedrig.

    Einzig die Performance von Zazie Beetz kann das noch bisschen rausreißen. Da schau ich mir lieber nochmal Ready or Not an.
    Die Konkurrenz in dem Bereich bzw. Genre ist in den letzten Jahr größer geworden, und da kann They Will Kill You nicht mithalten.

    Geschmäcker sind einfach verschieden, aber nach The Furious erscheint alles eigentlich wie ein Kindergeburtstag.
    Entweder man zieht es komplett durch oder eben nicht. Am Ende kann auch das komplett deplatzierte CGI Schwein nix retten.

    06/10 Stockwerke

    #261789
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    The Furious (Kino)

    Ein Vater kämpft erbittert gegen skrupellose Entführer, um seine entführte Tochter zu retten.

    Regisseur Kenji Tanigaki liefert einen absoluten Meilenstein ab & überzeugt mit dem vielleicht besten
    & brachialsten Actioner der letzten Dekade. Hier knallt, scheppert, schlägt & bricht es im Sekundentakt.

    Wer ernsthaft an The Furious etwas auszusetzen hat, der hat auch Filme wie The Raid 1+2, The Night Comes for Us,
    The Shadow Strays, Headshot, City of Darkness, The Man from Nowhere & Old Boy
    in der Vergangenheit nicht genossen.

    Hier wird nicht lange gefackelt. Nach den ersten 10 Minuten geht es direkt los & es hört einfach bis zum Ende nicht
    mehr auf. Das unterkühlte & brutale Setting ist stimmungsvoll umgesetzt, der Sound(track) scheppert, die äußerst
    brutalen Kämpfe & Fights sind brillant inszeniert & der Film ist ein absoluter Genuss in Sachen Kampfchoreografie.

    Die Intensität mit noch ausgefeilterer & abwechslunsgreicher Choreografie in The Furious, sowie extrem langen,
    dynamischen Kamerafahrten übertreffen jeden vorangegangenen Filme in einer Art Leichtigkeit, die geisteskrank erscheint.

    Hinzu kommen Charaktere, bei denen jeder eine besondere Eigenschaft in den Kampf mitbringt und das macht auch
    die Kämpfe wahnsinnig unterhaltsam & sehenswert, da man immer wieder neue Elemente am laufenden Band entdecken kann.

    Im Gegensatz zum primären Fokus auf Silat in The Raid treffen bei The Furious unterschiedlichste Stile aufeinander.
    Von Wushu über Karate bis hin zu Judo und Taekwondo. Die Choreografie wird in atemberaubenden, langen Takes eingefangen,
    in denen Action-Fans jeden Schlag und Tritt nachvollziehen können, ohne von schnellen Schnitten verwirrt zu werden.

    The Furious ist für mich persönlich ein perfekter Martial-Arts-Film, an dem ich einfach NICHTS aussetzen kann.
    Seit The Raid 1&2 habe ich auf so einen Kracher gewartet & Regisseur Kenji Tanigaki schafft das Unfassbare.

    Nur etwas traurig war ich darüber, das Iko Uwais hier leider nicht dabei war. Wenn man jetzt aus den letzten 10 Jahren
    nochmal alle Kämpfer in einen Film packen würde, dann könnte man dem gesamten Genre vielleicht nochmal die Krone aufsetzen.

    10/10 Takes

    #261703
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Disclosure Day (Kino)

    Ein Science-Fiction-Thriller, indem die Wahrheit über das Universum auf keinen Fall verbreitet werden darf.
    Ein Aktivist und eine Wetterexperti sind allerdings in Besitz von unwiderlegbarem Beweismaterial.

    Man merkt an an einigen Stellen, das Lichtblicke aufflackern, aber die Handschrift von Steven Spielberg
    verliert mit stetiger Laufzeit, immer mehr an frischen Ideen & endet fast plötzlicher als erwartbar.

    Disclosure Day hat sehr gute Momente, aber eben auch eher durchschnittlichere, vorhersehbare Storyversatzstücke,
    die am Ende zwar ganz okay zusammenlaufen, aber den Eindruck, einer nicht vollends überzeugenden Erzählung, standhalten müssen.

    Einige Logikfehler fallen deutlich auf, besonders bei Verfolungungsjagden & den Einstellungen dazu,
    merkt man schnell, das man nicht lange darüber nachdenken sollte, denn es ist eher Mittel zum Zweck.

    Der Beginn ist spannend umgesetzt, in der Mitte fehlen die Höhepunkte & am Ende sind es vielleicht die besten
    15-20 Minuten, bevor es abrupt endet, und man den Zuschauer dann mit seiner Seherfahrung im Trockenen stehen lässt.

    Das ist verschmerzbar, genau wie die Thematik rund um die mediale Veröffentlichung von Beweismaterial,
    die heute einfach nicht mehr zeitgemäß erscheint, aber ich denke das ist einfach Spielbergs Ansicht bzw. Darstellung.

    Wer das ausblenden kann, genau wie CGI Tiere & „märchenhafte“ Szenen, die einen etwas aus der Welt herausbrechen lassen,
    der findet mit Disclosure Day dennoch einen sehenswerten Film, aber eben auch keinen, der lange im Gedächtnis bleiben wird.

    Schauspielerisch können vor allem Emily Blunt, Josh O’Connor, Colin Firth & Colman Domingo überzeugen.

    07/10 Leben

    #261699
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Obsession (Kino)

    Der Wunsch eines hoffnungslosen Romantikers nach der Liebe seiner Schwärmerei löst einen dunklen Zauber aus.

    Ein Horrorthriller, der nahe an der absoluten Perfektion eines Filmes kratzt & somit ein echte Genreperle darstellt.

    Es ist vollkommen verrückt, was Curry Barker hier mit einem Budget von ca. 750.000$ gezaubert hat.
    Locker mehr als 230 Mio. bisher eingespielt & das zu meiner absoluten Überraschung vollkommen zurecht.

    Obsession bringt das Fass mit mehr & mehr Spielzeit zum Überlaufen, weiter zum Überlaufen, weiter zum Überlaufen
    … „und noch ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“ in einer Art und Weise, die mich sprachlos gemacht hat.

    Hier & da wird etwas überspitzter Humor eingebaut, der aber an den richtigen Stellen sehr gut funktioniert,
    bevor ihr wisst es … Kein Tropfen mehr groß genug ist, um das zu beschreiben, was an der Leinwand vor sich geht.

    Das ist alles fantastisch in Szene gesetzt, die Bildsprache ist atemberaubend, die Kameraeinstellungen wie ein Gedicht
    und der plötzliche Wandel von Momenten & Situationen, die auf dich einprasseln, eigentlich nicht in Worte zu fassen.

    Ich bin gespannt, was Backrooms nächste Woche noch zu bieten hat, aber die (Horror)genrekrone hängt verdammt hoch.
    Michael Johnston spielt seine Rolle schon famos, aber die Bandbreite von Inde Navarrette ist gigantisch.

    Wenn hier keine Nominierung bzw. Awards für Schauspieler & Film folgen, dann bin ich ehrlicherweise komplett enttäuscht.
    Obsession wird dem Hype gerecht, er liefert über die komplette Laufzeit ab & endet unerwartend, sodass man sich fast kneifen muss.

    9.5/10 Tropfen

    #261679
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Over Your Dead Body (Prime)

    Ein zerrüttetes Ehepaar zieht sich in eine einsame Hütte zurück, doch beide planen insgeheim, den anderen umzubringen.

    Da uns mal wieder ein deutscher Kinostart verwehrt wurde, kam Over Your Dead Body heute frisch in den Stream.

    Schade, denn der recht kurzweilige, humorvolle, aber teils auch sehr brutale FSK 18 Thriller hat mich verdammt gut unterhalten,
    denn er bedient sich jegicher Genre-Klischees, weiß aber zu jeder Zeit, das er sich selber dabei nicht ernst nimmt.

    Sind die ersten 20-30 Minuten etwas ruhiger am Zuschauer vorbeigezogen, geht es dann endlich richtig zur Sache.
    Kurze Einspieler zur Vorgeschichte erläutern den Verlauf der Story & Harry Potter Witze lassen nicht lange auf sich warten.

    Diese Sprüche & Witze nebenher lockern die Stimmung auf, bevor es wieder kaltblütig & kompromisslos zur Sache geht.
    Der Mix gelingt, weil er sich keine Scheuklappen aufsetzt & weil das Duo bestehend aus Samara Weaving & Jason Segel rocken.

    In den Grundzügen erinnerte mich der Film sehr an den 2021er The Trip, der mich ebenfalls unverhofft überraschte. Wer Spaß
    an diesem Genre hat, und dem zwischen Lachen & Brutalität nicht die Zunge im Hals stecken bleibt, der findet hier beste Unterhaltung.

    7.5/10 Ausdrücke

    #261670
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Spider-Noir – Staffel 1 (Prime)

    Die alternative Version von Spider-Man taucht in einer Version von New York zur Zeit der Großen Depression auf.

    Eine oldschool Spider-Noir Detektivserie im Schwarz-Weiß Look & Nicolas Cage als Hauptfigur. Was für eine positive Überraschung !

    Erstmal sollte man den Mut belohnen eine solche Serie in beiden Farbvarianten zur Verfügung zu stellen.
    Wer das maximale Erlebnis haben möchte, für den führt aber kein Weg an der authentischen Schwarz-Weiß Fassung vorbei.

    Spider-Noir ist nach Sichtung für mich eine absolute Wundertüte. Man nehme einen sehr interessanten Spider-Man Side Character,
    ein spannendes Setting, klasse Schauspieler und einfach diesen atemberaubenden Look verpackt in eine sehenswerte Story.

    Die Serie steht & fällt mit der Castentscheidung für Nicolas Cage & diese sollte sich als brillant herausstellen.
    Hinzu kommt noch ein Bösewicht in Form von Brendan Gleeson, dem Schreiberling Lamorne Morris & der Liebschaft Li Jun Li.

    Regisseur Oren Uziel gelingt hier nach seinen eher durchwachseneren Filme hier ein echter Serienlichtblick. Zusätzlich gibt
    es noch ein tolles Intro, einen top Soundtrack & den Noir Faktor – die düstere, pessimistische Strömung des Kriminalfilms.

    08/10 Black & White

    #261650
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    The Change [„Anniversary“] (Prime)

    Eine amerikanische Professoren-Familie aus Washington DC wird in ihren Grundfesten erschüttert, als eine
    radikal politische Bewegung namens „The Change“, angeführt von der neuen Freundin ihres Sohnes, das Land erfasst.

    Wenn eine politische Ideologie deine gesamte Familie bedroht & in deren Existenz einschränkt – Das ist The Change.

    Kompromisslos, erschreckend & zeitweise fast unausstehlich mitanzusehen und egal wie konstruiert das vielleicht
    dargestellt wird, ich habe nicht das Gefühl, das der Regisseur hier nicht teilweise Dinge aus unserer Gesellschaft wiederspiegelt.

    Manche werden den Film als eindimensional, provokativ & zu politisch bezeichnen. Das kann man machen. Ich sehe hier aber
    eben auch ein ambitioniertes Drama, das am Rande des Möglichen spielt, und hier & da Grenzen überschreitet, die schocken.

    1-2 überraschende Twists gibt es ebenfalls noch. Das Ende war dann aber eher der „normale“ Weg, der sich erschloss.
    The Change spielt viel an einem Ort, bietet interessante Ansichten & Unterhaltungen, die das Kammerspiel untergraben.

    Schauspielerisch ist das ziemlich starke Kost. Vor allem Phoebe Dynevor, Kyle Chandler & Diane Lane überzeugen hier,
    aber auch die Nebendarsteller mit u.a. Mckenna Grace, Madeline Brewer, Dylan O’Brien & Zoey Deutch machen das klasse.

    Auch mal wieder ein Beweis, das der Trailer zum Film stark war, denn The Change zeigt erst später sein wahres Gesicht.

    08/10 Wörter

    #261646
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Hoppers (Disney+)

    Eine kleine Tierliebhaberin überträgt ihr Bewusstsein in einen robotischen Biber, um ungeahnte Geheimnisse in der Tierwelt aufzudecken.

    Ein Pixar Animationsfilm, der sich auf seine Grundtugenden konzentriert, und so ein Spaß für Groß und Klein geworden ist.

    Hübsche Animationen, emotionale Momente und ein spitzer Humor, der an einigen Stellen sehr gut umgesetzt wurde.
    Auch die verpackte Message Mensch vs. Tier & Natur erfindet das Rad nicht neu, passt aber schön in die verpackte Story.

    Erst eine Serie mit Jon Hamm beendet & hier hat er wieder eine Synchronrolle als Mayor Jerry Generazzo. Zufälle gibt’s :D
    Der noch recht unbekannte Regisseur Daniel Chong liefert hier ordentlich ab. Man kannte ihn zuvor nur durch die Serie We Bare Bears.

    Hoppers hat mir ähnlich gut gefallen wie Elio zuletzt. An ein Zoomania 2 oder Alles steht Kopf 2 kommt er aber bei weitem nicht heran.
    Muss er aber auch nicht, denn es ist mal wieder ein eigenstäniger & origineller Titel, und eben keine franchise melkende Kuh.

    7.5/10 Biber

    #261644
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Your Friends and Neighbors – Staffel 2 (Apple TV+)

    Ein Hedgefonds-Manager, der seinen Job verloren hat, nimmt Einbrüche bei reichen Nachbarn ins Visier, um den Lebensstil
    seiner Familie aufrechtzuerhalten, begeht jedoch einen verhängnisvollen Fehler, als er in das falsche Haus einbricht.

    Hier kann ich es mir sehr einfach machen. Ich kann einfach meine Review aus 2025 von Staffel 1 aufleben lassen.
    Jonathan Tropper’s Drehbuch & Regie profitiert vor allem von der fantastischen Performance von Jon Hamm.

    Für mich eine seiner besten Rollen, weil sie einfach zu seinem Typ & Charakter so sehr zur Serie passt wie kein Zweiter.
    In der Serienwelt eh ein bekannter Mann, aber auch in Filmen ist er meist ein sehr guter Nebendarsteller, selten an der Front.

    Zum weiteren Cast gehören u.a. Hoon Lee, Amanda Peet, Olivia Munn, Lena Hall, Isabel Gravitt, James Marsden & Donovan Colan.
    Die Serie lebt von seiner Whodunit Schnitzeljagd, die immer wieder neue Beweise im Leben der Reichen anspülen lässt.

    Gerade diese Welt rund um Rich People hat mich selten so sehr begeistern & unterhalten können wie hier.
    Irgendwie haben alle Dreck am Stecken & am Ende lässt sich das meistens dennoch nicht durch noch mehr Geld lösen.

    Gerade der Soundtrack verbunden mit dem sehr stimmigen Intro hat mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
    Das Ende lässt mich zufrieden zurück & deutet bereits eine neue 3. Staffel an, die selbstverständlich schon bestätigt ist.

    08/10 Anzüge

    #261599
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Euphoria – Staffel 3 (HBO Max)

    Staffel 3 von Euphoria macht einen Zeitsprung von etwa fünf Jahren und zeigt die ehemaligen Highschool-Schüler als junge
    Erwachsene. Im Zentrum steht Rue, die ihre Schulden bei einer Drogenbaronin abbezahlen muss, während andere Figuren wie
    Cassie, Nate und Jules mit den Herausforderungen von Karriere, Beziehungen und Finanzen in Hollywood und Umgebung kämpfen.

    Was für ein großartiges, aber auch sehr bewegendes Finale. Da kann Stranger Things & The Boys einfach einpacken.
    Euphoria’s Staffelfinale ist brutal konsequent, gnadenlos schockierend & führt die Reihe zu einem Ende, mit dem ich leben kann.

    Der Zeitsprung von 5 Jahren hat der Serie sicherlich zu Beginn nicht so gut gestanden. Der plötzliche Settingwechsel
    war diskutabel, die Tarantino Note von Sam Levinson unübersehbar, die OnlyFans Thematik etwas drüber und auch die Charakterentwicklungen traten zu Beginn auf der Stelle. Das alles reißt das große Finale aber wieder komplett heraus.

    Hier wird weder vor Tod, Schuld & dem Glauben halt gemacht. Euphoria beendet die Serie mit einem großen Knall.
    Audiovisuell eine Wucht – Wunderschön eingefangen, malerisch inszeniert & brillant komponiert von Hans Zimmer.

    Zendaya, Adewale Akinnuoye-Agbaje & Colman Domingo machen Staffel 3 zu einem besonderen Erlebnis, das noch Jahre Spuren hinterlassen wird. Man kann viel über die Serie & das Ende diskutieren. Am Ende hat es MICH aber umgehauen & das zählt mehr denn je.

    Es gibt nicht viele Serien, die eine 10/10 verdienen, aber Euphoria ist eine davon & ich bin froh ein Teil davon gewesen zu sein.
    Genau wie die Schauspieler, die Euphoria zu Stars machte, u.a. Zendaya, Hunter Schafer, Alexa Demie, Sydney Sweeney & Jacob Elordi.

    Zudem ausdrücklich Rest in Peace für Angus Cloud + Eric Dane, die uns leider schon vorzeitig im echten Leben verlassen haben.
    Auch das muss eine Serie erstmal verkraften. 7 Jahre, 2 Special Episoden & 3 Staffeln später heißt es Abschied nehmen von Rue & Co.

    „Memories exist outside of time.“ — Rue
    „You’ve got to believe in the poetry because everything else in your life will fail you, including yourself.“ — Ali

    10/10 Bleibende Erinnerungen

    #261418
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    I Swear (Kino)

    Bei John Davidson wurde im Alter von 15 Jahren das Tourette-Syndrom diagnostiziert. Er kämpft sich gegen alle Widerstände durch seine schwierige Jugendzeit und bis ins Erwachsenenalter vor und findet Inspiration in der Freundlichkeit anderer, um seinen wahren Lebenssinn zu entdecken.

    I Swear ist der vielleicht bisher beste Film über das Leben mit dem Tourette-Syndrom nach einer wahren Begebenheit.

    Das Coming-of-Age-Drama ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Von hoffnungsvoll, erschreckend & liebenswert, herzerwärmend,
    bis hin zu der nichtvorhandenen Akzeptanz von Menschen gegenüber der Krankheit, ist hier einfach alles mit dabei.

    Regisseur Kirk Jones liefert hier mit Abstand seinen bisher besten Film ab & zeigt so viel Feingefühl mit der Thematik,
    sodass man nur den Hut ziehen kann. Kein einfacher Balanceakt, aber der Film macht etwas mit dir, und das hinterlässt Spuren.

    Herzzerreißend, urkomisch & lehrreich. Die Hauptfigur war so sympathisch & liebenswert. Und seine Geschichte war die eines Helden.

    Die 3 BAFTA Awards (Hauptdarsteller, Casting & Ehrenpreis) sind ein Ausdruck der Stärke & der Message von I Swear.
    Robert Aramayo macht das grandios. Schon verrückt, das der Film bzw. Schauspieler bei anderen Awardshows missachtet wurde.

    Auch Nebendarstellerin Maxine Peake, der jüngere John (Scott Ellis Watson) & Peter Mullan ergänzen den Cast hervorragend.

    Randnotiz: Bei der BAFTA-Verleihung löste der Tourette-Aktivist John Davidson einen Rassismus-Eklat aus. Während der
    Zeremonie rief er als unkontrollierbaren Tic mehrfach das N-Wort, unter anderem als die schwarzen Schauspieler Delroy Lindo
    und Michael B. Jordan auf der Bühne standen.

    Schon verrückt diese Welt. Im ersten Schritt bietet der Film Aufklärung über die Krankheit &
    im späteren Verlauf wird sich bei einer solchen Show gerade darüber aufgeregt. Das kannst du dir nicht ausmalen !

    John Davidson: „Ich kann nur sagen, dass ich zutiefst beschämt bin, falls jemand meine unwillkürlichen Tics für
    absichtlich hält oder ihnen eine Bedeutung beimisst.“

    09/10 Helden

    #261375
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    The Bride! (HBO)

    Im Chicago der 1930er Jahre bittet Frankenstein Dr. Euphronius, ihm bei der Erschaffung eines Gefährten zu helfen.
    Sie erwecken eine ermordete Frau als Braut zum Leben, was eine Romanze und das Interesse der Polizei weckt.

    Ein schmaler Grat zwischen Genie & Wahnsinn. An der wandelbaren Schauspielerei, dem gelungenen Make-Up &
    der hübschen Kostüme, aber vor allem auch am Setting kann man sich nicht satt sehen. Das spricht für The Bride!

    Auch der Cast ist klasse mit Christian Bale, Annette Bening, Penélope Cruz, Jake Gyllenhaal & Peter Sarsgaard.
    Vor allem aber Jessie Buckley zeigt hier, neben ihrer Glanzleistung in Hamnet zuletzt, erneut ihr hervorragendes Schauspiel.

    Andererseits plätschert The Bride! mehr und mehr einfach nur vor sich hin. Zwischen einer Faszination in Richtung Bonnie
    und Clyde, aber auch Monstererzählung & Gangsterstory wird hier etwas zu viel vermischt & das verunreinigt den Gesamteindruck.

    Regisseurin Maggie Gyllenhaal ist bemüht, nach The Lost Daughter, eine neue Seite zu zeigen.
    Das gelingt in Ansätzen, kann aber nicht vollends überzeugt. The Bride! ist „Hit or miss“. Viel dazwischen wird es nicht geben.

    6.5/10 Kreaturen

    #261337
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
    Community Mitglied
    Beiträge: 3987
    @the-lion-king

    Scrubs (2026) – Staffel 1 (Disney+)

    JD und Turk operieren nach langer Pause wieder zusammen. Medizin und Assistenzärzte haben sich weiterentwickelt,
    doch ihre Freundschaft bleibt stark. Neue und vertraute Gesichter im Sacred Heart sorgen für Lacher und Emotionen.

    So muss ein Revival 2026 einer echten Kultserie von früher aussehen.
    Es fühlte sich an wie nach Hause kommen. Etwas hat sich geändert mit den Jahren, aber die Seele der Serie ist immer noch da.

    Nach Shrinking & Rooster zeigt Bill Lawrence hier erneut, das er ein begnadeter Produzent & Regisseur ist.
    3 so unterschiedlich Serien in letzter Zeit und jede hat mich komplett abgeholt & wahnsinnig gut unterhalten.

    Es gibt nichts Besseres, wenn etwas zurückkommt & dich genau wie früher in vielen Momenten so sehr berührt.
    Scrubs bleibt Scrubs. Das bekannte Intro ist wieder da & alle positiven Erinnerungen an die Serie sind sofort zurück.

    Die Einspieler sind da, der Witz sitzt, die Schauspieler unverändert klasse & die Produktion einfach nur top.
    Viele Revivals alter Marken sind gescheitert, hier kann man sich aber freuen, denn Scrubs trifft mitten ins Herz.

    Zach Braff, Sarah Chalke, Donald Faison & John C. McGinley wieder vereint zu sehen in Scrubs war unbeschreiblich !

    8.5/10 Klapser

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 3,924)