Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2026)
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The-Lion-King vor 4 Stunden, 29 Minuten.
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14. Januar 2026 um 17:18 #257339
Kill (2023/Disc)
Während einer Zugfahrt nach Neu-Delhi sehen sich zwei Kommandosoldaten einer Armee von eindringenden Banditen gegenüber.
Regisseur Nikhil Nagesh Bhat garniert uns hier aber eine äußerst brutale, indische Schlachtplatte, die ordentlich rockt. Wer Filme
wie The Raid 1&2, The Night Comes for Us, Revenge, Codename 13 oder City of Darkness mag, der wird hier bestens unterhalten.Wenn nach 45 Minuten erst der Titelschriftzug über die Bildfläche wandert, weiß man, da kommt noch so einiges.
Genau das bietet Kill. In der 2. Hälfte geht es richtig ab & da werden ab und an auch mal die Grenzen des Möglichen gesprengt.Trotzdem funktioniert es, weil der Film weiß, was er sein möchte & die 7.4 bei IMDB & 7.6 bei Metacritic unterstreichen das.
7.5/10 Tritte, Stiche & Schläge
16. Januar 2026 um 12:21 #257356The Rip (Netflix)
Eine Gruppe von Polizisten aus Miami entdeckt ein Versteck mit Bargeld in Millionenhöhe, was zu Misstrauen führt,
als Außenstehende von der riesigen Beschlagnahmung erfahren und sie sich fragen, wem sie vertrauen können.Ein stabiler Cop Thriller, der von seiner guten Action, dem hohen Spannungsbogen & dem exzellenten Cast profitiert.
Für meinen Geschmack aber am Ende wieder viel zu viel zeigt, (auf)klärt & so jedes Mysterium im Keim erstickt.
Auch ein paar Logikfehler sind dabei. Ich meine, wer schießt sinnlos auf einen gepanzerten Wagen & nicht gleich auf die Reifen
Am Ende fühlte ich mich aber für Netflixverhältnisse gut unterhalten. Das hängt aber zu großen Teilen an dem
hervorragenden Cast mit u.a. Matt Damon, Ben Affleck, Steven Yeun, Teyana Taylor, Kyle Chandler & Scott Adkins.Vor allem Ben Affleck & Matt Damon zusammen zu sehen hat echt Bock & Spaß gemacht. Erinnerte zum Teil an die Buddies
von The Accountant (Bernthal & Affleck). Nur mit weniger Intelligenz & geschicktem Vorgehen, sondern eher mit der Brechstange.07/10 Kisten
16. Januar 2026 um 12:43 #257358The Mighty Nein – Staffel 1 (Prime)
Die Nächste Zeichentrickserie von Critical Role. So gut wie Vox Machina gefällt sie mir aber nicht. Das liegt weniger an der Geschichte, die Standard-Fantasykost ist, und auch nicht an der Animation, die gewohnt zu überzeugen weiß, sondern an den Charakteren, die uninteressant und unsympathisch sind. Dazu sehen alle gefühlt gleich aus. Zusätzlich nervt der russische Akzent des Mädchens ungemein. So hat mich die Serie nie ganz abgeholt. Aber zum Schluss hin wirds besser. Der nächsten Staffel gebe ich eine weitere Chance.
6,5 / 10 ubiquitäre Gottheiten
19. Januar 2026 um 13:13 #257383Alien: Earth – Staffel 1 (Disney+)
Tja, was mache ich nun? Bewerte ich das als Alien-Serie, gibt es einiges zu kritisieren. In erster Linie ist ein Alien kein Haustier. Bewerte ich das als Sci-Fi Serie ist das world building richtig stark. Konzerne, Intrigen, Raumschiffe, Kämpfe, Roboter und Cyborgs, etwas Neues und ganz fiese tolle neue Aliens sind alles starke Argumente. Dazu gute Schauspieler und Effekte. Und hier und da paar Reminiszenzen an die Filme. Das mache ich nun draus: fand das stark und hoffe auf eine noch bessere Staffel 2.
8 / 10 verlorene Kinder
19. Januar 2026 um 13:17 #257385Tron Ares (Disney+)
Wer ein Tron Legacy 2 erwartet, mag enttäuscht werden. Die Aktion kommt deutlich zu kurz. Die Geschichte ist ein neuer Pinocchio. Also nichts besonderes. Das alles Quatsch ist, versteht sich von selbst. Nun rettet Jared Leto den Film mit paar guten Einzeilern. Und bischen Retro darf auch sein. Unterm Strich hätte ich mir mehr Tron erhofft. Vielleicht sind Effekte zu teuer geworden um mehr im Film anzubieten? Wer weiß?
7 / 10 Klassiker
19. Januar 2026 um 13:58 #257387Stranger Things (Netflix)
Tja ja nun ja mhhh.
Staffel 1-4 auf jeden Fall 9-10 von 10 Upside-Downs
Staffel 5 reißt es ganz schön, aber auch wirklich ganz schön runter…
Nicht wegen der Staffel an sich, die war spektakulär und auch ganz geil gemacht, aber irgendwie auch nicht mehr so stimmig…man merkte schon irgendwie das die Macher irgendwie selber nicht genau wussten was sie nun machen wollten/sollten… naja. So ist es leider nun mal. Ich kann das ganze auch unabhängig der Staffeln davor betrachten, das würde die letzte Staffel aber irgendwie noch schlimmer (schlechter?) machen.
in der Dokumentation sagen die Duffer Brüder (Wortlaut aus meiner Erinnerung): „Es gab so viele gute Serien die ihr/das Ende verhauen haben, danach werden diese Serien immer nur an ihrem vergurkten Ende gemessen.“
Joar…sollte das dann heißen das machen wir jetzt genauso? Ich weiß es nicht…
Erst Recht mit ihren (der Duffers) weiteren Interviews zu dem Ende/der Staffel/der Serie/zu Elf(Eleven)…. machen Sie das ganze irgendwie nicht besser…tja. Ich will nicht spoilern…aber ey man, ehrlich, was war das denn bitte für ein Ende?
Ich hätte mir lieber gewünscht wir hätten ein Vecna-Ende gehabt (Alle sind Tot und/oder sind alle in seinen Erinnerungen gefangen und die Kamera fährt raus und zeigt Hawkins auf so einer kleinen UpsideDown Insel…oder so ähnlich – das wäre richtig Geil gewesen) oder ein Dungeons and Dragons Ende (Die Kinder haben sich das alles nur ausgedacht und sind jetzt fertig mit zocken – wäre auch, zwar vorhersehbar, ein vernünftiger Abschluss gewesen).
Und kein FriedeFreudeEierkuchenallesistgutwirmachenjetzteinfachweiterundhabenauchkeinerleiKonsequenzenmitdemMilitär – Ende.just my 2 Cents
Im ganzen vergebe ich dann für die komplette Serie 8von10 Spinnenbeine
19. Januar 2026 um 19:12 #257389Stranger Things (Netflix)
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8von10 Spinnenbeine
Ich äußere mich mal mit Null Ahnung, weil ich schon bei Season 3 keine Lust mehr auf die Serie hatte. Für mich ab da leider zu viele erzählerische Schwächen, die ein teils gut gelaunter Cast nicht wettmachen konnte.
Weil Du es hier aber ansprichst, und was mich über die vielen Besprechungen der finalen Season (und insbesondere der letzten Folge) überrascht hat: Was die Duffer Brüder in vielen Punkten zu Fragen hinsichtlich Story, Figuren etc. auftischen ist wirklich abenteuerlich. Da fragt man sich, ob sie überhaupt Interesse oder einen Überblick über ihre eigens geschaffene Welt haben…
Einerseits erfrischen, so etwas heutzutage noch zu erleben, andererseits könnte es für Fans der Serie auch sehr enttäuschend sein, wenn die Schöpfer eher achselzuckend über Plots der Serie sprechen. „Warum hat sich x nicht auf den Kampf vorbereitet?“ Duffer: „Vielleicht hat x nicht damit gerechnet, dass jemand kommt….“ uiuiui
Weil Dir die vorherigen Staffeln sehr gut gefallen haben, macht man es eben wie bei anderen Serien – die letzte Staffel gibt es dann eben nicht
(bzw. Es gibt nur 3 Indiana Jones Filme :D)19. Januar 2026 um 19:42 #257391Die progressiven Nostalgiker [Sneak Preview]
Da rollt man beim Buchen des Tickets schon genervt mit den Augen – wieder wird die Sneak in zwei kleine Säle gepresst. Nur mit etwas Platzglück sitzt man nicht wie die Sardine in der Dose. Dazu bei der Verlosung ein provokant gröhlender Zeitgenosse… ach, das wird sicher ein Traum!
Die Familie Dupuis lebt die Bilderbuch Vorortromantik der späten 50er Jahre in Frankreich. Er arbeitet als Angestellter einer Bank und bewilligt Kredite – bzw. lehnt sie ab, wenn jemand mit obskuren Ideen kommt. [Möbel zum Selberzusammenbauen? IKEA? So was wird keine Zukunft haben!]
Sein Chef betrachtet es mir Argwohn, der daraus resultierende Stress wird dann zu Hause aber urplötzlich nicht mehr abgefangen. Die Tochter ist Schwanger (Papa ist der eher dümmliche Nachbarsjunge) und Frau Dupuis hat plötzlich eine Waschmaschine!
Raus mit dem Ding – doch dabei passiert es: Durch einen Stromschlag wachen Mutter und Vater am selben Ort, im selben Haus, in einer anderen Zeit auf.Es ist 2025 und beide müssen sich mit einigen Veränderungen arrangieren. Das löst Verwunderung bei der Nachbarschaft, der Arbeit und den eigenen Kindern aus… denn für sie ist es so, als wäre es nie anders gewesen.
Zeitreise ist immer Gaga. Mal will man es philosophisch betrachten, gerne auch abenteuerlich, sozialkritisch oder schlicht komödiantisch.
Man entscheidet sich, zum Glück, allein auf Letzteres. Dabei werden sowohl Vorzüge der „guten alten Zeit“ herausgearbeitet, als auch die positiven Errungenschaften des Heutzutage. Der Zuschauer ist eingeladen, sich mit einer der beiden Hauptfiguren zu identifizieren, denn als Vater Dupuis ganz offensichtlich seine Probleme mit den vielen Veränderungen hat, kann Mutter Dupuis nicht genug davon bekommen.Dabei entstehen zahlreiche, aberwitzige und wirklich komische Momente. Wenn Herrn Dupuis dann nachts der logische Schluss kommt, wie man wieder zurück in die Vergangenheit gelange, ist es so lustig wie zuckersüß.
Aber auch Mutter Dupuis „erster“ Arbeitstag ist gespickt mit tollen Pointen.Beide haben eine zeitlang mit der Situation zu knappern, wissen aber auch, dass sie nicht auffallen dürfen (Klapse!) Die Momente, in denen sie wesentliche Veränderungen als auch Errungenschaften in Erfahrung bringen, sind besonders hervorzuheben.
Und als man letztlich einen mutmaßlichen Weg zurück ins alte Heim gefunden zu haben glaubt, schlägt das Schicksal seine Kaprioelen und bringt mindestens eine Person zum Umdenken.Beginnend als klassische, französische Komödie, die mit heiteren Tonfall daherkommt und sich auch vor derben Scherzen nicht scheut, bekommt hier eine tragische wie nachdenklich stimmende Note.
War früher alles besser? Alte Menschen könnten ja darauf schwören (ich zugegeben manchmal auch).
Aber dabei ist doch heute alles besser, oder?… Eben alles eine Frage der Perspektive.Didier Bourdon als Vater macht hier richtig Spaß. Klar, er ist ja erprobt in komödiantischen Stoffen.
Elsa Zylberstein als Mutter ist sensationel. Der Hingucker in jeder Szene. Situationskomik, banale Lacher, tiefgründiger Wortwitz… all das gelingt ihr mit Leichtigkeit und lässt ihre Figur als zentrales Thema des Films dastehen.Der Film wird keine Preise gewinnen, das ist ok. Aber hinsichtlich sehr sehr vieler schlechter Komödien (Meine Güte, wenn ich da an diesem „Hochzeit auf der Insel und Schurken wollen da einbrechen aber die FBI Undercover Trauzeugin kloppt die alle mit ach so witzigen Sprüchen nieder“-Film vom letzten Jahr denke…) ist das hier pures Gold!
Wer sich dem französischem Humor zugewandt fühlt, sollte hier mehr als einen Blick riskieren. Das wird euch sehr gefallen.
Wer aber lieber tiefsinnig lacht (Lächle mal mit deinen Brustwarzen!), der wird hier empört die Nase rümpfen.8/10 weil oftmals richtig witzig. Dazu richtiger Film zur richtigen Zeit, bombastische Hauptdarstellerin, schöne Ideen und wer krtisch hinterfragt, wird auch nach diesem Film eine philosophische Diskussion eröffnen können.
Toll!19. Januar 2026 um 19:48 #25739328 Years Later: The Bone Temple (Kino)
Nach schwerem Verlust verlässt der 12-jährige Spike seine sichere Insel fürs virusverseuchte Ödland.
Er schließt sich Jimmy Crystals Kult an, während Dr. Kelson eine wichtige Entdeckung macht.Viel besser als der Vorgänger 28 Years Later & eine echte, positive Überraschung, die Lust auf den Abschluss der Trilogie macht.
Mit dem Regiewechsel zu Nia DaCosta hatte ich etwas Zweifel bekommen, aber das war definitiv nicht berechtigt.
Auch wenn sie für die Marvel Gurke The Marvels verantwortlich war & für das Remake von Candyman, den ich aber ok fand.Alles, was man beim Vorgänger vermisst wurde, gibt es mit The Bone Temple in Hülle und Fülle.
Interessantere Charaktere, eine düstere & sehr stimmungsvolle Atmosphäre & 2-3 Szenen, die im Gedächtnis bleiben,
die ich aber selbstverständlich nicht näher beschreiben werde. Genau wie das Ende, was die Hoffnung nochmal ausbaute.Scene Stealer ist aber mal wieder Ralph Fiennes, der getragen von einem klasse Soundtrack, fast zur Höchstform aufläuft.
Auch Jack O’Connell hat mir richtig gut gefallen. Eine sehr unangenehme Performance, die aber bestens zum Charakter passt.Beide Teile sind somit schwer vergleichbar, aber dadurch auch sehr unterschiedlich in Sachen Optik, Kamera & Brutalität.
Teil 3 ist mittlerweile offiziell bestätigt & das Duo aus Danny Boyle (Regie) & Alex Garland (Autor) finden wieder zusammen.
Gerade mit der letzten Szene am Ende hab ich richtig Bock auf einen hoffentlich sehr guten Abschluss der „neuen“ Reihe bekommen.08/10 Entdeckungen
21. Januar 2026 um 06:55 #257437Stranger Things (Netflix)
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8von10 Spinnenbeine
Ich äußere mich mal mit Null Ahnung, weil ich schon bei Season 3 keine Lust mehr auf die Serie hatte. Für mich ab da leider zu viele erzählerische Schwächen, die ein teils gut gelaunter Cast nicht wettmachen konnte.
Weil Du es hier aber ansprichst, und was mich über die vielen Besprechungen der finalen Season (und insbesondere der letzten Folge) überrascht hat: Was die Duffer Brüder in vielen Punkten zu Fragen hinsichtlich Story, Figuren etc. auftischen ist wirklich abenteuerlich. Da fragt man sich, ob sie überhaupt Interesse oder einen Überblick über ihre eigens geschaffene Welt haben…
Einerseits erfrischen, so etwas heutzutage noch zu erleben, andererseits könnte es für Fans der Serie auch sehr enttäuschend sein, wenn die Schöpfer eher achselzuckend über Plots der Serie sprechen. „Warum hat sich x nicht auf den Kampf vorbereitet?“ Duffer: „Vielleicht hat x nicht damit gerechnet, dass jemand kommt….“ uiuiuiJa, das empfand ich auch…andere Menschen bestimmt auch, schon sehr fragwürdig…also viele ihrer Aussagen bzw Interviews usw…als ob die keinen Ahnung hatten/haben von dem was sie produziert haben….naja. Oder ihre eigenen Gedanken dazu immer andere waren oder sind…. Das schmälert das ganze „Universum“, wenn man das so ausdrücken kann, leider.
Ich kann mich nicht erinnern das die in Interviews während der Produktion in den letzten Jahren jemals so einen Quark von sich gegeben haben….Egal, wer weiß…ich mochte die und deren Ideen eigentlich sehr. Mal schauen was noch kommt aus den Dufferköpfen.
P.S. Die vierte Staffel solltest du dir aber noch reinziehen! Die ist knorke.
23. Januar 2026 um 15:10 #257494Der liebe Wolfgang Brunner hat mir eben geschrieben, dass er endlich mal wieder nach Münster zu einer Lesung kommt auf die ich hier gerne hinweisen möchte. Am Samstag den 11. Juli liest Wolfgang neben M.H. Steinmetz und Ralf Kor ab 19 Uhr in der Heile Welt.
Vielleicht kommt hier ja wer von euch aus der Nähe und will sich auch das ein oder andere Mediabook von Wolfgang signieren lassen.
23. Januar 2026 um 18:22 #257497Hamnet (Kino)
Die Geschichte von Agnes, der Frau William Shakespeares, welche mit dem Verlust ihres einzigen Sohnes Hamnet zu kämpfen hat.
Eine menschliche und herzzerreißende Geschichte, sowie die Entstehung von Shakespeares berühmtestem Stück, Hamlet.Hamnet ist ein verdammt starker Film geworden, der vor allem mit seinem oppulenten Szenenbild,
der hervorragenden & sehr detaillierten Bildsprache und 2 fantastischen Hauptdarstellern punktet.Das Szenenbild gestaltete die Australierin Fiona Crombie, die für den Film The Favourite eine Oscar Nominierung erhielt.
Man könnte es die Wiedergutmachung von Chloé Zhao nennen nach dem katastrophalen Eternals, aber auch dem brillanten Nomadland.
Ich kann mir gut vorstellen, das er 1-2 Oscars mit nach Hause nehmen wird, gerade aufgrund Jessie Buckley.Paul Mescal darf man aber auch nicht unterschätzen, denn auch seine Leistung steht der von Jessie Buckley in nichts nach.
Besonders in All of Us Strangers & Aftersun ist mir seine Performance bis heute noch im Gedächtnis geblieben.Die rohe Emotionalität, die Liebe zur Natur & das geerdete Storytelling sind die Stärken von Hamnet.
Hinzu kommt ein überzeugender Soundtrack & eben die technische Umsetzung, die nahezu perfekt erscheint.Hamnet ist einer jener Filme, die unauffällig erscheinen, aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Chloé Zhao: „Ich habe gelernt zuzuhören, aufmerksam zu sein, auch wenn es leise ist, weil einem die Stille manchmal
etwas sagen will, die Botschaft vermitteln will, dass ein besseres Leben vielleicht gleich um die Ecke auf uns wartet.“09/10 Verse
24. Januar 2026 um 16:17 #257528Kneecap (Prime)
Erforscht die Entstehung von Kneecap, einer hippen und frechen irischen Rap-Gruppe.
Das vielleicht wildeste & temporeichste musikalische Biopic, dass man so bisher gesehen hat.
Die Verbindung aus Hip Hop mit Techno & traditioneller irischer Musik zeichnen ihre Songs aus.Kneecap ist rau, dreckig, frech, aber vor allem auch mit seiner Message hinsichtlich Politik nicht zu unterschätzen.
Regisseur Rich Peppiatt schafft hier einen besonderen Film, der immerhin mit einem BAFTA Award ausgezeichnet wurde.Auch die Schauspieler machen insgesamt eine gute Figur. Vor allem das Trio aus Móglaí Bap, Mo Chara & JJ Ó Dochartaigh sind klasse.
Der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender fungiert hier als Nebendarsteller, der in seinen wenigen Momenten überzeugt.Kneecap sind stark mit dem irischen Republikanismus verbunden, der eine Wiedervereinigung Irlands und damit ein Ende der britischen Kontrolle über den Norden der Insel anstrebt. Das Trio bezeichnet sich selbst als „Republican Hoods“ und ihre Fans als „Fenians“.
„Kneecap sei ein Kultfilm von Morgen und vielleicht der Trainspotting dieser Generation.“
7.5/10 Garagen
24. Januar 2026 um 18:07 #257530No Turning Back (Locke, 2013)
Ivan Locke (Tom Hardy) hat alles, wovon er je träumte: eine glückliche Ehe mit Katrina (Ruth Wilson), zwei tolle Söhne und eine erfolgreiche Karriere als Bauingenieur. Doch am Abend vor seinem bislang größten Job bekommt er im Auto einen Anruf, der alles zu zerstören droht. Der sonst so gewissenhafte Mann hat sich einen Fehltritt geleistet und plötzlich steht alles auf dem Spiel, wofür er so lange und so hart gearbeitet hat. Denn die Frau (Olivia Colman), mit der Ivan auf einer Betriebsfeier schwer alkoholisiert einen Seitensprung hatte, wurde schwanger und steht jetzt kurz vor der Entbindung. Völlig konsterniert von dieser überraschenden Nachricht fährt Ivan Richtung London, um bei der Geburt seines dritten Kindes dabei zu sein – zuhause aber erwartet ihn seine Familie bereits sehnlichst und auch seinen Großauftrag kann er nicht einfach so platzen lassen. Während Ivan weiter Richtung London fährt, versucht er durch mehrere Telefonate mit seiner Familie, seinen Kollegen und Bekannten zu retten, was zu retten ist…
Für mich war No Turning Back eine Erstsichtung im NDR (in der Mediathek verfügbar) und ich hätte nicht gedacht, dass ein Film der quasi nur im Auto spielt und mit nur einem Darsteller eine derart fesselnde One Man Show sein kann.
Im Grunde gibt es nur drei Handlungsstränge: Arbeit, Ehefrau, One Night Stand, die Tom Hardy nur per Telefon als (inzwischen) geläuterter Bauingenieur, Ehemann und erneut werdender Vater lediglich über das Telefon während der Autofahrt miteinander verknüpft.
In gewisser Weise erinnert mich das ständige Telefonieren in No Turning Back ein wenig an Nicht auflegen! (2002) mit Colin Farrell, einer ebenfalls spannenden One Man Show.
Regisseur Steven Knight war u.a. Autor von Spencer (2021), der bei uns vor den Toren von Münster gedreht wurde (Schloss Nordkirchen).
08/10 Telefongesprächen
26. Januar 2026 um 00:35 #257537A house of dynamite [Netflix]
Bei aller Sehnsucht nach den 80er (und inzwischen wohl auch 90er) Jahren und dem Suchen nach dem Wohlfühlgedanken aus der guten, alten Zeit, war es wohl auch nur eine Frage der Zeit, ehe man sich daran erinnerte, dass früher doch nicht immer alles Top war.
Nun fühlt man sich politisch an die Wand gestellt – Der Russe, der Ami, der Chinese möglicherweise auch… ach, hätte Australien doch nicht so strenge Einreiseregularien…Aus irgendeinem U-Boot wird eine Atomrakete in Richtung der USA gestartet. Was sich anfangs wie eine Übung anfühlt, wird schnell ernst. Nun kann sich zeigen, wofür man ewig auf Zack bleiben musste, dicke Wälzer mit Grundlagen zur Handhabung beim atomaren Ernstfall wollen nun studiert werden. Wer tut was, und wer gibt welchen Befehl?
Hektisch umkreist man die rettende Idee – wir fangen die Rakete mit eigenen Raketen ab. Bumm im Himmel, alles gut! Was bei großen Himmelskörpern im Grunde (fast) immer gelingt, sollte doch hier ebenfalls zum Wohlgefallen führen.
Im Hintergrund entstehen die Fragen nach dem „Wer war es?“. Ein Telefonat mit dem Russen führt zum Ergebnis „Er sagt, er war es nicht.“ Gut, muss man so hinnehmen.Das Gute an dem Film ist gleichzeitig auch sein Problem. Der Vorgang wird dreimal wiedergespielt. Dreimal aus einer jeweils anderen Perspektive. Die Spannung flacht dabei beim zweiten Erstählstrang schon merklich ab, beim Dritten hilft dann auch bloß das starke Schauspiel. Wenn der Minister zum letzten Mal mit seiner (unwissenden) Tochter telefoniert ist das stark inszeniert.
Dabei wollen aber nicht alle Episoden und Figuren so richtig greifen. Und damit schwächt sich auch der gefühlte emotionale Knall immer wieder ab.
Das Szenario an sich ist erschreckend. Gut 80 Jahre nach der ersten Atombombe haben wir immer noch kein Mittel. Wenn sie einer abfeuert, scheint es eben so zu sein.Am Ende bekommen wir keine Auflösung. Schlägt das Ding tatsächlich ein? (Zuletzt hofft man immer noch auf einen Systemdefekt). Schäden, Folgen… bekommen wir nicht mit.
Das ist sehr gut, denn hier wird es anderes erzählt.Am Ende fühlte es sich ein wenig an wie „Civil War“. Man ist Zuschauer, fühlt sich unwohl und hat keinerlei Figur zum Mitfiebern. Von Kritikern nicht gemocht (das hat man mit Civil War wohl ebenfalls gemeinsam) halte ich ihn für einen der besseren Filme, die uns auf Netflix präsentiert werden.
Sicher kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber gut genug, um gesehen werden zu wollen.6,5/10
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