DerSchweiger

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    Der Exorzist: Bekenntnis

    Hui, der Film hat voriges Jahr aber ganz schön auf die Mütze bekommen. Aber was erwartet man, wenn man den womöglich besten Horrorfilm aller Zeiten „fortsetzen“ möchte?

    Victor verliert bei einem Erdbeben in Haiti seine Frau. Vom Verlust gezeichnet erzieht er die in Haiti gerettete Tochter mit großer Sorge und Vorsicht. Doch mit 12 Jahren ist man doch eigentlich alt genug, sich ein wenig abzukapseln?
    Ja gut, also darf sie heute ausnahmsweise nach der Schule ihre Freundin besuchen.
    Nach einem Streifgang durch den Wald kehren sie erst nach drei Tagen wieder zurück. Für die Mädchen scheint die Zeit jedoch still gestanden zu haben – ihr Fehlen empfanden sie als wenig Stunden.

    Was geschah im Wald? Der Frage will intensiv auf die Schliche gekommen sein. Man möchte Verknüpfungen zum Original ziehen, bedient sich auch einiger seiner Stilmittel und steht am Ende doch achselzuckend im Flur.

    Dabei ist „Bekenntnis“ nicht grundsätzlich schlecht. Bei allem Kopierzwang vom Exorzisten aus 1973 verliert man aber mitunter einen grundlegenden Pfeiler aus den Augen: Die glaubhafte Bindung zwischen Mutter und Tochter, die hier mit einer „erzählten“ Tiefe in ihrer Beziehung zwischen Vater und Tochter abgespeißt wird.
    Das scheint nötig, denn das Mädchen ist nun nicht alleine, auch dem zweiten Mädchen will Raum geboten werden.
    Und dessen Eltern spielen nunmal eine Nebenrolle…basta. Wirkt dann die freundschaftliche Bindung der Mädchen prägend auf den Film? Auch nicht.

    Was tatsächlich gelingt, ist der Untersuchungsmarathon nach der Rückkehr der Mädchen. Aber auch hier stinkt man gegenüber der schwer zu ertragenden „Tortur“ der besessenen Lina ab.
    Möglicherweise nerven ständige Vergleiche beider Filme, aber man schreit ja förmlich danach. Nicht, dass man sich dem Titels bedient, macht es zum Problemchen (schließlich schmücken sich ja auch andere Genrefilme mit dieser Berufssparte), vielmehr das häufige zitieren und kopieren liegt schwer auf den Schultern.

    Möglicherweise sieht es das junge Publikum anders, das möchte ich niemanden nehmen.
    Die Ideen zur Erneuerung und Erweiterung des Themas sind teils gelungen, teils misslungen.
    Allzuschnell greift man zum religiösen Beistand (schließlich gab es da doch mal eine Frau, die Ähnliches erfahren musste), dabei scheint die westliche Gesellschaft heutzutage weiter von Gott entfernt als noch in den 70er Jahren.
    Hätte man sich aber intensiver am Zweifel der Religiösität des Problems ausgesprochen, wäre man mmöglicherweise doch zu nahe an das Original getreten.

    Tja, also wie soll man es machen?
    Was hier passiert ist ok. Es ist nicht der Abgesang des Horrors (da gab es auch aus dem Hause Blumhouse merklich Schlechteres), allerdings sind wir hier weit davon entfernt, ein modernes Ausrufezeichen zu setzen.
    Sprechen wir vom „Exorzist“, dann meinen wir den „Exorzist“ von vor gefühlt 100 Jahren.
    Und dazu der Gedanke, dass man einen Fim fortsetzen möchte, der eigentlich nicht fortzusetzen ist (Teil 2+3 hätten Warnung genug sein können).
    Moderner Look hin oder her – auch die stilistische Tiefe wird mit jedwedem technischem Protz nicht erreicht.
    Nun gut, auf jede gute neue Idee im Horror kommen eben 20 Schlechte und 100 Fortsetzungen und Reboots, damit sollte ich endlich einmal meinen Frieden schließen ;)

    4/10

    #242157
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    Past lives – in einem anderen Leben

    Die 12jährigen Na Young und Hae Sung sind sehr eng befreundet. Vielleicht auch etwas mehr.
    Als Na´s Familie nach Kanada auszieht, liegt die Welt beider Kinder ersteinmal in Scherben.

    12 Jahre später erfährt die Studentin Nora (einst Na Young), dass Hae Sung im Internet nach ihr sucht. Da war doch mal was… und sie wagt den Schritt nach vorne. Trotz unterschiedlicher Zeitzonen gelingt es ihnen zunächst, regelmäßig per Videocalls in Verbindung zu treten.

    Weitere 12 Jahre später ist Nora mit Arthur verheiratet. Hae Sung indes findet die Gelegenheit, sie in New York zu besuchen.
    Wird dies Gefühle aus der Kindheit wecken?

    Ein Film, der so still und unscheinbar daherkommt, dass er den Zuschauer schnell langweilen könnte. Sollte sich jemand dabei ertappen, „Past lives“ nicht zu mögen, dem ist unvoreingenommen verziehen.
    Wer aber rasch einen Zugang zu dieser Geschichte und ihren Figuren findet, der wird reich belohnt.
    Beim ersten Wiedersehen per Internet erwartet man beinahe, dass das Kinderpaar wieder zueinander findet… und somit einen Konflikt der Liebe über verschiedene Kontinente auslöst.
    Stattdessen zieht Nora hier die Handbremse. Das Einrichten gemeinsamer Onlinezeiten mit Beruf und Studium in Einklang zu bringen, ist zu schwer und belastend.
    Uff!

    Doch dann taucht Hae Sung in New York auf. Das muss doch ganz offensichtlich knistern und dieser amerikanische Ehemann könnte doch sicher humoristisch die Hose runtergezogen bekommen?
    Auch das passiert nicht.
    Vieles steckt in kleinen Gesten, Blicken und ganz vielen Worten. Kein Blabla, sondern intensive und (wie ich finde) intime Gespräche über die Liebe.
    Das alles spielt sich nicht alleine zwischen den zwei Hauptdarstellern ab, auch Arthur wird hier sehr stark eingebettet. Beinahe ihm gehört der stärkste Moment des Films (womöglich auch eine Frage der Sichtweise). Auch das erste Aufeinandertreffen der drei ist so wuchtig wie unaufdringlich.

    Dazu, und das beinahe nebenbei, zeigt der Film wunderschöne Bilder und Szenenschnitte. Das Schauspiel ist auf dem Punkt, und das Spiegeln der Kulturen gelingt in der ersten Hälfte des Films traumhaft gut.
    Wenn Romantik Realität umarmt – ist das großartig!

    9/10

    #242155
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    Nightwatch 2 – Demons are forever

    Vor 30 Jahren legte Ole Bornedal ein Knallerdebut mit „Nightwatch“ hin. Wie stark der Thriller tatsächlich war, konnte man am vermurksten US Remake bestätigt sehen.
    Nun will Bornedal noch einmal in die Leichenhalle zurück. Welche Geschichten wissen die Toten dieses Mal zu erzählen?

    Viele Figuren von damals sind weiterhin an Bord und werden von ihren damaligen Darstellern gespielt. Kalinka jedoch hat vor Jahren Selbstmord begangen. Zu schwer litt sie an den Geistern, die nach den Geschehnissen an ihr nagten.
    Martin ist entsprechend traumatisiert und kann sich bis heute nicht von diesem Schicksalsschlag erholen. Dadurch ist die gemeinsame Tochter Emma entsprechend gezeichnet – wie soll man sich „gesund“ entwickeln, wenn der Vater schwer depressiv zu Hause hockt?
    Als sie erfährt, dass der totgeglaubte Killer von damals in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht ist, will sie ihren Vater von seinem Trauma befreien…

    Hätte ich geahnt, dass die Nummer läuft, hätte ich mir nochmal das Original angeschaut. Viele Jahre ist es her und so konnte ich nicht mehr alles so zusammenführen, wie es sich für diese Fortsetzung möglicherweise begünstigt angefühlt hätte.
    Der „Clou“ einige Darsteller von damals in tiefe Depressionen getaucht zurückzubringen hätte gelingen können. Das Erbe Emmas wiegt schwer und die Suche nach Befreiung für sich und ihrem Vater hat großes Potential.
    Was hier aber daraus gemacht wird, ist stellenweise schwer zu ertragen.

    Gut möglich, dass man sich beim Drehbuch für die Synchronisation nicht sehr viel Mühe gegeben hat. Das, was man hier (leider) oftmals um die Ohren gehauen bekommt, ist schon wirklich übel anzuhören.
    Andererseits mag es auch die „moderne“ Erzählweise skandinavischer Thriller sein. Zumindest erkannte ich bei den teils schlechten Expositionen, mit Worten künstlich erzeugter Spannung und merkwürdigen Comic relief Parallelen zu einigen Krimis, die ich vor einigen Jahren angefangen und nie beendet hatte.
    Der Plot um Emma ist nachvollziehbar, aber die Wege dahin sind teils zum Kopfschütteln… es sei denn, man legt in Dänemark tatsächlich keinerlei Wert auf Sicherheit. (Wozu gibt es denn einen(!!) Wachmann in der Psychiatrie, wenn man doch überall hingehen kann, wohin man will?)
    Einige Callbacks aus dem Erstling dürfen natürlich auch nicht fehlen – die Rückkehr in die Nachtwache einer Leichenhalle wirkt dabei aber leider eher bemüht als erzählerisch clever gelöst.

    Im weitern Verlauf erhält man merkwürdig offensive Anleihen an (Horror)Klassiker der 80/90er. Das gelingt mal hier, fällt aber an anderer Stelle merkwürdig stilfremd auf.
    Allerdings sind die Morde sehr blutig inszeniert und „gut“ anzuschauen. Hier hat der Film tatsächlich seine Stärken, auch wenn aus diesen Momenten im nächsten Augenblick oftmals denkwürdig dumme Szene folgen. Schade.

    Am Ende spürt man, wohin Bornedal gehen wollte. Die finale Szene ist interessant gewählt, aber der Weg dahin ist mit allerlei Merkwürdigkeiten gespickt.
    Wer den Film ohne Wissen um den Vorgänger (verständlich, bei 30 Jahren Abstand) anschaut, der wird sich bei einigen Gesprächen überrascht fragen, was das denn bitte soll.
    Auch die teils unpassenden Momente, in denen Klamauk inmitten eines spannenden Umfelds eingesetzt werden, schmälern bei mir den Sehgenuss.
    Schauspielerisch bietet man Fanny Leander Bornedal (Tochter des Regisseurs) als Emma die Bühne. Alle anderen agieren irgendwo dahinter. Teils, weil das Drehbuch nichts anderes wünscht (Martin, Jens, Kommissarin), andere scheitern an der diktierten Ambivalenz ihrer Figuren. Einzig der Mörder aus Teil 1 hat hier noch seine Momente… solange bis er erzählt, was er da eigentlich machen will…. eieiei

    Manchmal ist weniger mehr. Lass die Leute hier weniger erzählen, nimm den einen oder anderen Nebenstrang raus (die in Summe ohnehin nur Stichwortgebermomente sind) und schwuppdiwupp liegt der Fokus direkt auf Martin und Emma, die dann den Film und die Geschichte sicher hätten tragen können.
    So bleibt das verschleuderte Potential ein Ärgernis, denn das Resultat ist in Summe unstimmig und schwach erzählt.
    Da waren die vergangenen zwei Wochen in der Champions League deutlich spannender.

    3,5… 4/10

    #241868
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    Fallout

    Ich bin mir sicher, dass ich mit meiner PS3 auch irgendein Fallout Spiel dabei hatte… kann es aber nicht überzeugend bestätigen, denn gespielt habe ich es nie.
    Lohnt sich denn dann überhaupt die Serie?

    Sagen wir es so: Ja!
    Mir gefällt an der Serie der Umgang mit Humor und Härte, die aber alleine auch nicht viel Wert ist.
    Bereichert wird sie durch die starke Hauptfigur, die einen Schutz gebenden Bunker viele Jahre nach einer Atomattacke verlässt, weil sie ihren Vater suchen will.
    Dazu ein starker Neben(?)plot mit einem Knappen/Ritter. Der Ghoul ist ok, kommt bei mir aber nicht so gut an, wie er es wohl sollte. Auch die Story im Vault weckt zu Beginn mein Interesse.

    Die ersten drei-vier Folgen sind sehr stark. Tolles Worldbuilding, schöne Bilder, eine starke Frauenfigur, die Kämpfe verlieren und falsche Entscheidungen treffen kann. Aus jedem Fehler zieht sie ihre Schlüsse und entwickelt sich immer weiter – so geht das! Ähnlich verhält es sich mit dem Knappen, der unverhofft zum Ritter wird.

    Dazwischen gibt es immer wieder Rückblenden, die uns zeigen wollen, was vor dem Zusammenbruch so alles geschah. Hier gefällt mir die 50/60er Jahre Optik.
    Die Kulissen sind meist sehr stark ausgewählt, der Härtegrad einiger Szenen überraschend hoch.

    Die insgesamt 8 Folgen sind aber mindestens zwei zu viel. Einige Momente verpuffen irgendwie, andere werden künstlich aufgebauscht. Aber vielleicht ist dieses Gefühl dem Umstand geschuldet, dass ich die Games nicht kenne und diese Fülle eben benötigt wird, um die Gamer an Bord zu halten.

    Und die Story? Die hat zugegeben ihre Lücken. Die grundlegende Motivation, die am Ende alles irgendwie verbal auf den Punkt bringen will, fand ich eher enttäuschend. Aber OK, auch hier sei betont, dass ich die Games nicht kenne. Vielleicht ist hier alles richtig gemacht? Staffel 2 wird ja schon angekündigt.

    Am Ende der Serie fühle ich mich durchaus gut unterhalten, schwärme noch vom Beginn der Staffel und spüre einen Hauch Enttäuschung nach den letzten Folgen.
    Im Vergleich zur (ebenfalls) hochgelobten Game-Verfilmung „The last of us“ in meinen Augen klarer Sieger. Möglicherweise damit argumentiert, dass ich das Game sehr mochte und in der Verfilmung einige Aspekte sehr vermisste und mir Andere zu sehr in den Fokus gerückt wurden….

    Wer Prime hat, sollte reinschauen!

    7/10

    #241866
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    Eight for Silver (auch: The Cursed)

    Ende des 19. Jahrhunderts gehen in einem englischen Dorf mysteriöse Dinge vor. Ein (zufällig) vorbeikommender Pathologe will den Dingen auf die Schliche kommen…

    Der Film startet gut, unheilvolle Stimmung bis zur ersten Eskalation. Sehr stark, auch die Kombination Kamera + Ton während dieser Szene. Anschließend noch zwei (wie ich finde) harte Szenen, ohne großes Klimbim, da hatte mich der Film in seinen Fängen.
    Leider folgen dann noch weitere knapp 90 Minuten, und gefühlt mit jeder Minute mehr wird der Film schwächer.
    Hier und da blitzt nochmal eine starke Szene auf, aber ingesgesamt werden die selben Momente viel zu oft wiederholt. Das Zusammenspiel der Figuren will dann auch irgendwie gar nicht mehr richtig passen.
    Tolle Möglichkeiten werden nicht aufgegriffen, willkürlich eingestreute „Oha!“ Momente funktionieren leider nicht mehr so gut wie der erste Brüller des Films.

    Hat man deswegen einen schlechten Film vor sich? Optisch mit einem tristen Filter verziert macht er schon was her. Die Kulissen sind schön und immer wieder passend eingefangen.
    Stilkopien anderer Filme? Ja, zu Hauf! Das ist aber tatsächlich das, was mich am wenigsten stört.
    Nach starkem Start noch irgendwie ins Ziel getaumelt. Auf die Dialoge muss man nicht zu viel Wert legen, schauspielerisch ist man auch zwischen sehr gut bis OK dabei.
    Für einen Horrorfilm also alles im sehr passablen Bereich.

    „Eight for Silver“ habe ich mir im April zweimal angeschaut. Nach der ersten Sichtung hatte ich das Gefühl, möglicherweise zu streng zu sein… aber nach dem zweiten Schauen wird es nicht besser.

    Zum Anschauen lohnt er allemal, auch wenn das Subgenre (1800-1900) stärkere Vertreter hat.

    5,5/10

    #241827
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    The Fall Guy

    Man, waren das schlechte Trailer! Als dann bekannt wurde, welcher Film uns in der vergangenen Sneak beehrte, hielt ich mich angespannt an meinem Getränk fest. Konnte sich der Griff in den kommenden 125 Minuten lockern?…

    Colt Sievers ist einer der besten Stuntmen! Er ist dabei so gut und waghalsig, dass er Stuntman Nummer eins von Hollywoodstar Nr. 1 Tom Ryder wird. Dazu führt er eine glückliche Affäre mit der aufstrebenden Kamerafrau Jody… Was will man mehr?
    Am Set kommt es zu einem Unfall und zwingt Colt zum beruflichen Quereinstieg als Einparker eines Lokals.
    Völlig unverhofft bekommt er die Chance, bei Jody´s erstem Filmprojekt Stuntman zu werden. Zurück zur großen Liebe? Klar, läufft!

    Im weiteren Verlauf erfährt Colt jedoch, dass irgendwie nichts so laufen will, wie es soll. Was und wer ihm da alles einen Strich durch Rechnung machen möchte und ob er zum Finale ein glückliches Ende bekommt, sollte jeder bei Interesse selbst herausfinden.

    Der Trailer hierzu war wirr, ließ vermuten um was es ging und um was noch und um was noch… der Film macht es dabei recht ähnlich, allerdings strukturierter. Um was es alles geht, ist somit geklärt.
    Stellt sich noch die Frage nach der Umsetzung.
    Gosling, so viel sei verraten, spielt seine Rolle gut. Mehr als eine Kopie aus „The Nice Guys“ muss es dabei auch nicht sein. Treudoof schauen, sich wundern, dass die Dinge merkwürdig eskalieren, treudoof weitergucken – das kann er gut und deswegen funktioniert der Humor an einigen Stellen auch recht ordentlich. Dazu gibt es in einigen Szenen Figuren, die den Augenblick mit (Wort)Witz nochmal steigern sollen. Klappt hier und da, geht aber auch genauso oft schief.
    Um das Pferd im Raum zu benennen, kommen wir nun zu Emily Blunt. Gesehen hatte ich sie zuvor in dem ein oder anderen Film, die ich ohne ihre Beteiligung sehr wahrscheinlich für besser gehalten hätte. Grundlegend kann ich sie einfach nicht gerne sehen.
    OK, das ist absolut subjektiv unfair, aber neben ihrem ShowSpiel gelingt es dem Hauptcast nicht, eine glaubhafte Chemie zu vermitteln. Die zwei sind unglaublich verliebt? Höchstens in sich selbst…
    Somit fällt für mich dann auch die Hauptmotivation von Sievers durchs Gitter und man fragt sich, will man da überhaupt noch mitfiebern? Denn mitfiebern soll man unbedingt. 125 Minuten sind mindestens 20 Minuten zu viel, eher 30.
    Einige Szenen streichen oder mindestens stark kürzen und das Finale arg straffen, dann hätte er (für mich) deutlich besser gewirkt.

    Während des Films hat man außerdem den offensichtlichen Eindruck, dass der Film ein Lobgesang auf die unsichtbaren Helden eines Films (die Stuntmen) ist. Leute, die sind so cool und ohne die wäre jeder Film nichts… haut doch endlich mal eine Oscar Kategorie raus! (Und der erste Stunt-Oscar geht dann an Tom Cruise :D )
    Das ist viel MischMasch – einen coolen Film über Stuntmen hätte man ja locker drehen können. Nun einen Colt Sievers aus dem Archiv zu holen und ihn dann arg blutleer und fernab des Urspungs (ok, Zeitgeist) zu präsentieren, tut mir als Kind jener Zeit doch ein wenig weh. Da hilft der dumm konstruierte Cameo leider auch nicht…

    Und zuletzt: Warum sehen einige Stunts in einem Stuntmanfilm so schlecht aus? Das kleine Making-of im Abspann wirkt dann in den meisten Momenten auch nicht zwingend nach „Uuuuh… krass!“
    „The Fall Guy“ scheint viel Vorfreude geweckt zu haben – ich bin mir nicht sicher, ob er diese auch abdecken wird.
    Für mich, der den Trailer mit Argwohn betrachtete, ist er am Ende OK.
    Zu lang, nicht immer so lustig wie er zu sein glaubt, ein Hauptcast ohne glaubhafte Chemie und eine Darstellerin, die ich nur schwer anschauen kann (über Letzteres kann ich aber noch hinwegschauen, wenn der Rest stimmt).

    5,5/10

    #241711
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    Arthur der Große

    Wenn die Sneak offenbart, dass ein Film mit Hund in der Hauptrolle kommt, halte ich aus jüngerer Erfahrung rasch die Luft an.
    Dass es dieses Mal gut gegangen ist, hat verschiedene Gründe…

    Michael ist Extremsportler im Adventure Racing (laut Film: Der beste Adventure Racer der Welt, der nie einen Titel gewinnen konnte! Na denn). Leider stellt sich sein Ehrgeiz immer wieder der Vernunft in den Weg – so auch bei seinem bisher letztem Adventure Team Race, wo er entgegen aller Warnungen des Teams den falschen Weg einschlug und im Watt landete. Ein viel geliktes Bild seines Teamkameraden, dass ihn als ewigen „Verlierer“ in die Rente schickt, geht viral.

    3 Jahre später findet sich Michael nicht im Alltag zurecht. Scheinbar nicht fähig, dem feien Arbeitsmarkt zugestellt zu werden, arbeitet er seinem Vater (Immobilienmakler) zu. Dass er hierauf keine Lust hat, macht er ihm mehr als deutlich – doch was soll die Alternative sein?
    Na, der Gewinn der Adventure Team Meisterschaft vielleicht?

    Und so baut er sich sein Team, pumpt das Geld seiner Familie in das Projekt und setzt sich zum Ziel, dieses Mal das Ding zu gewinnen. Vor Ort begegnet er dann einem streunenden Hund, dem er aus Mitgefühl ein Fleischbällchen zuwirft. Schwuppdiwupp hat er einen neuen Weggefährten. Ob das zum großen Sieg reichen wird?

    „Arthur der Große“ punktet im Grunde bloß mit „Ooooohhhhh“ und „ooooooooooohhhhhhhh“ und dem merkwürdigem Gefühl, dass Mark Wahlberg einen lebenden, nichtmenschlichen Co-Star benötigt um wieder ein wenig Schauspiel auf die Leinwand zu zaubern.
    Bitte nicht falsch verstehen – das ist nicht preisverdächtig. Gemessen an seinen jüngeren Darstellungen erliegt man hier zumindest dem Gedanken, dass er wenigstens Spaß am Dreh hatte.
    Ob ein Adventure Race denn eine sehr gute Kulisse für einen Kinofilm darstellt, bezweifle ich. Die Sport- und Actionszenen sind schrecklich lahm inszeniert. Aufgrund des Wettbewerbs ist auch nie wirklich ersichtlich, wo man sich im Ranking befindet und wie viel Abstand zum vorderen und hinteren Team besteht. Spannung? Ne.
    Dazu eine lebensbedrohliche Szene, die zwar aufgebauscht, am Ende aber fad zu Ende gerollt wird.
    Der Cast um Wahlberg herum findet im Grunde kaum statt, aber das liegt nunmal auch daran, dass da ständig ein Hund in Großaufnahme gezeigt werden will.
    Das ist grundsätzlich nicht schlimm und entfaltet hier auch eine gewisse Wirkung,löst bei mir allerdings das eine oder andere Fragezeichen in Form der Geschichtenerzählung aus.
    Auf die (auch im Trailer) gestellte Frage, wie der Hund die halbe Insel schneller durchqueren kann, als das Team auf Rad und Seilbahn gibt es keine Antwort – auch wird der möglicherweise dahinter liegende Clou nicht weiter aufgegriffen.

    Zum Ende ist das Ende des Rennens nicht das Ende – etwas Sitzfleisch wird noch benötigt. Es geht dem Hund doch bitte gut?
    In Form der Erzählung, dem „Tempo“ im Actionmodus, dem Schnitt und dem Verwerfen von relevanten Fragen zugunsten einiger „Oooooohhhh´s“ ist das hier im Grunde ein eher solider Direct-to-stream Film. Warum der so ins Kino kommen muss… nun gut, die notorisch verlierende Fußballmannschaft hat es auch da hin geschafft – es scheint also einen Markt dafür zu geben.

    „Arthur der Große“ ist nicht groß, punktet aber mit einigen sympathischen Momenten. Fehlende Spannung (jedoch ein Stück von der Langeweile entfernt) zeigt schon früh die Richtung an.
    Der Film tut nicht weh und ist im Nachhinein schnell vergessen – es gibt Schlimmeres!

    4,5/10

    #241407
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    Oh la la – Wer ahnt dennerf sowas?

    Vor drei Wochen wurde ich mit dem Film in der Sneak überrascht und war erfreut.
    Französische Komödien gehen bei mir irgendwie immer, auch wenn die Bandbreite von Tiefe zu plumpkem Klamauk je nach Film vorab eine Überraschung bleibt.

    Zur Bekanntgabe einer die Klassen übergreifenden Ehe hat das Brautpaar von den Eltern mittels DNA eine Abstammungsurkunde erstellen lassen. Die Überraschung und das Entsetzen über die zutage kommenden Ergebnisse sind in der ersten Hälfte durchaus ein Brüller.
    Wer sich Humor wünscht, der wertfrei daherkommt und niemanden verletzen möchte, der möge bitte nicht einschalten.
    Wobei man sich hier aber sehr genüsslich in übertriebener Form den Klischees von Stereotypen einer jeweiligen Nationalität tummelt. Zugegeben, darauf muss man sich einlassen können. Die männlichen Hauptdarsteller Christian Clavier und Didier Bourdon tragen den Film mit böser Zunge, zur Schau gestellter Empörung und der Freude, dem Gegenüber eins reinwürgen zu können – nach einigen, teils herben, Nazi-Witzen kommt Clavier schließlich mit „Man wird doch mal einen Spaß machen dürfen“ um die Ecke.
    Großartig in Wort und Spiel!
    Die beiden Ehefrauen kommen dabei nicht ganz heran, bekommen durch das Drehbuch aber auch zugegeben einen sehr undankbaren Teil des Klamauks ab.

    Als sich zur Hälfte des Films die Gesellschaft auflöst, geht auch ein großer Teil des Humors flöten. Die teils bösen Wortgefechte fehlen, die mutmaßlichen Pointen über Eigenarten europäischer Nationen fallen meist plump zu Boden.
    Alleine in Szene können Clavier und Bourdon dann auch nichts mehr retten und der Zuschauer bemerkt die Fallhöhe von starkem Wortwitz zu 100 Jahre alten Witzen.

    Fürs Streamen durchaus ein Hingucker, für das Kino eine Nummer zu dünn. Da gab es zuletzt Komödien aus Frankfreich, die mit weniger Rabatz mehr Humor erzeugen konnten.

    5,5/10

    #240858
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    Imaginary

    Da hat Blumhouse mal wieder einen rausgehauen! Man müsste eigentlich mal nachzählen, auf wieviele Gurken ein guter Film kommt…

    Jessica zieht in das Haus ihres Vaters ein, nachdem man ihn wegen mutmaßlicher Demenz in ein Heim stecken musste. Ihr Mann und dessen Töchter aus erster Ehe begleiten sie dabei.
    Möglicherweise hat der Umzug ewas Gutes, denn Jessica plagt eine „Malblockade“. Zu dumm, dass ihr Verlag ihr nächstes Kinderbuch demnächst im Postfach liegen habe möchte.
    Während man sich also einleben möchte, bekommt die jüngere Tochter Besuch eines unsichtbaren Freundes. Kein Problem, hatte Jessica ja auch, was sie alles und jedem in diesem Film unter die Nase reibt.
    Scheinbar aber vielleicht doch schlimm, denn plötzich macht das Mädchen arg merkwürdige Dinge…

    Da dachte ich, mit „The Queen Mary“ und „Nightswim“ die schlimmsten Gruselunterhaltungsfilme der nächsten Zeit gesehen zu haben, da kommt nun dieses Filmchen auf die Leinwand.
    FSK16 und man fragt höflich, warum. Dabei muss ja nicht das Blut wie aus Eimern spritzen, aber etwas Spannung, Legendbildung und aufkommende Gefahr wären doch schon mal nicht schlecht.
    „Imaginary“ hat nichts davon. Schlechte Schauspieler an allen Ecken und Enden (wobei ich die Darstellerin des jungen Mädchens ausklammern möchte) und eine „Handlung“ die mit dämlich noch wohlwollend formuliert ist.

    Im letzten Viertel des Films gibt es ein kleines „Oho-„Erlebnis, wenn (leider arg billig) aufgezeigt wird, was man aus dem Film hätte machen können. Für Lobeshymnen hätte es wohl auch hier nicht gereicht, aber immerhin wohlwollende Worte über eine mutige Ausrichtung… nun gut, war ja nicht, also lohnt es nicht, weiter darüber nachzudenken.

    Die grundsätzliche Idee, einen Steiff-Teddy als mörderisches Spielzeug zu inszenieren, ist ja nicht sehr viel dümmer als den Geister eines Mörders in eine Puppe transferieren zu lassen. Trotzdem reichte es für den Einen zum Kult (den ich zugegeben so nie empfinden konnte), wohingegen man hier schulterzuckend darüber hinweggehen möchte.
    „Imaginary“ wirkt vielleicht noch, wenn es der erste Gruselfilm für 14jährige ist (und doch möchte ich ihn meiner Tochter nicht zeigen) – sämtliche scary-scenes hat man schon eine Millionene mal gesehen. Und selbst die 999tausend schlechten Ableger sind gefühlt besser zu bewerten.
    Dass sich der Film selbst leider allzuernst nimmt, ist noch das letzte „Auweia“, dass ich hier erwähnen möchte.

    2/10

    #240856
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    Drive-away Dolls

    Ethan Coen möchte mal einen Film ohne seinen Bruder drehen und präsentiert und seine Gedanken darüber, was Frauen wohl so machen, wenn sie unter sich sind….

    Jamie geht fremd und fliegt aus der gemeinsamen Wohnung ihrer Freundin raus. Zum Glück gibt es da noch die gute Freundin aus alten Tagen, die zwar höchst prüde und – wenn überhaupt – auf der Suche nach der wahren Liebe ist.
    Aus Gründen möchten sie zu ihrer Tante nach Florida fahren.
    Bei einer Autovermietung bekommen sie versehentlich den falschen Wagen zugewiesen – drei Gangster, die dort zuvor einen Koffer mit unheimlich wertvollem Inhalt versteckt hatten, finden das nicht ganz so witzig.
    So kommt es wie es kommen muss: Die Gangster verfolgen das Paar, während diese aberwitzige und frivole erotische Abenteuer erleben.

    Schaut man den Trailer zum Film, glaubt man tatsächlich einen Film mit (mäßig) humorvoller Handlung präsentiert zu bekommen. Tatsächlich aber sind nahezu alle Spielszenen bereits da zu sehen, den Rest des Films nehmen Dialoge über lesbischen Sex und die visuelle Umsetzung dessen ein.
    Dabei will man die Szenen nicht erotisch darstellen, vielmehr soll der Sex hier etwas Skurieles sein, dass man so ja nicht hat… und dann sind es auch immer Frauen die mit Frauen… ach Leute, das ist doch der Brüller!
    Dachte sich womöglich Herr Coen – mir erschließt sich der Humor hier nicht sonderlich, anders als einige junge Herren im Kino, die kaum zu glauben wagten, was sie da alles zu sehen bekamen.
    Andere Herren schienen dazu Glück mit ihrer Partnerin gehabt zu haben („Hach, wir könnten eigentlich öfter ins Kino gehen“).
    Insofern also vielleicht doch ein großer Wurf, den ich bloß nicht erkennen kann.

    Die Machart hingegen erinnert stark an 90er Jahre Indie-Kino (von denen ja auch einige Filme von den Coen-Brüdern beigesteuert wurden), ist hier aber sehr stimmungsarm und humorlos (weil unlustig) in Szene gesetzt.
    Für 1-2 leichte Lacher reicht es dann doch, andere Szenen sind auf einem ähnlichen Niveau wie Sex-Komödien der 80er Jahre.

    Den Film schaut man, wenn man nichts in einem Film ernst nehmen möchte und dabei ein mittelgroßes Budget in der Kameraarbeit (stellenweiste tatsächlich schön gefilmt) erkennen möchten.
    Irgendwie hinterlässt der Film ein ähnliches Gefühl bei mir, wie es „The dead don´t die“ getan hat. Für viele ein Meisterwerk, konnte mich aber zu keinem Zeitpunkt „packen“ und begeistern.
    Ist ok, aber niemand sollte traurig sein, „Drive-away dolls“ verpasst zu haben.

    4/10

    #240355
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    Lisa Frankenstein

    Lisa ist seit dem gewaltsamen Tod ihrer Mutter stark introvertiert und möchte nicht an der Gesellschaft ihrer Schule teilhaben.
    Ihre freie Zeit verbringt sie oft auf einem alten, versteckten Friedhof, wo sie das Grab eines ihr unbekannten Mannes „anhimmelt“.
    Zu Hause hat Lisa auch nicht viel zu lachen, entpuppt sich die neue Frau ihres Vaters als böse Stiefmutter, die keine Gelegenheit aulässt, Lisa niederzumachen.
    Als Lisa eines Nachts unfreiwillig einen Drogencoctail zu sich nimmt, geschehen seltsame Dinge – und ein vermeintliches Monster bricht bei ihr zu Hause ein…

    „Lisa Frankenstein“ ist ein Film, den ich im Wesen seiner Dinge beinahe als herzallerliebst bezeichnen würde.
    Hier treffen einige Horrorelemente auf eine Teeniekomödie, was zugegeben aber auch nicht das Rad der Kinowelt neu erfindet.
    Und doch gelingen einige Elemente und Anspielungen toll – besonders dann, wenn man klassische Gruselfilme mag und auch Gefallen am frühen Tim Burton gefunden hat.
    Viele Bildeinstellungen sind schön eingefangen worden. Auch die teils überzeichneten Charaktären lassen erkennen, dass hier jemand gerne Horrorkömodien der 80er Jahre gesehen hat.
    Das ist aber leider auch zugleich ein Schwachpunkt des Films. Wo überzeichnete Figuren wie in etwa „Beetlejuice“ oder „meine teuflischen Nachbarn“ als erzählerisches Mittel genutzt werden, sind die Figuren hier im Grunde einfach nur da. Bis auf die böse Stiefmutter gelingt es nicht, einer dieser Personen einen erzählerischen Mehrwert beizusteuern.

    Großartig hingegen ist Kathryn Newton als Lisa. Ihre Darstellung der charakterlichen (und optischen) Entwicklung des zurückgezogenen „Mauerblümchens“ ist stets auf den Punkt, jeder Blick und jede Geste erreichen ihr Ziel.
    Dabei lässt sie sich nicht auf schlimmes Overacting ein, das (so scheint es mir) aktuell im weiblichen Darstellerbereich en Vogue scheint, sondern bleibt stets bei ihrer Rolle und entwickelt sie glaubhaft weiter.
    Das ist zugegeben nicht einfach, denn die Story holpert und stolpert vielerorts unbeholfen daher.
    Als Gegenpol zu Lisa und gleichzeitig der Weckruf ihrer Selbstfindung agiert Cole Sprouse als Leiche (ups, hoffentlich kein Spoiler) schlimm. Ja klar, wir sprechen hier von einer Komödie, aber trotzdem darf man seine Rolle doch irgendwie ernst nehmen?
    Dabei fällt sein Unvermögen zu Beginn noch nicht so sehr auf, doch mit zunehmendem Erwecken totgeglaubter „Dinge“ wird seine Darstellung mehr und mehr unerträglich. Das OK-Make up zu Beginn wird mit Dauer immer weniger, womöglich um seiner Mimik mehr Spiel geben zu können… es sieht einfach dumm aus.

    Die Story an sich ist schräg, teils unerwawrtet blutig, dann auch wieder befreiend albern. Das ist, wie gesagt, kein KO-Kriterium, wenn denn der wichtige Cast auch mitmacht.
    Weil aber nur Lisa und ihre Stiefschwester (ein nicht überzeichneter Charakter) Spielraum in ihren Rollen finden können, bleibt der große Spaß am Ende doch leider aus. Das ist schade, hätte man mit einigen Akzenten mehr ein schräges Liebespaar darstellen können, das seinen Platz in der jüngeren Filmgeschichte sicher gehabt haben könnte.

    Weil man aber durch Newton Spaß und Leidenschaft am Projekt spürt und der Film auch einige sehr süße Momente bereit hält, hat er zumindest bei mir einen überdurchschnittlich positiven Eindruck hinterlassen. Dazu gibt es ein paar schön eingestreute Anleihen „alter Schinken“.
    Schaut man nüchtern auf den Rest des Films und die Darsteller, wird die Freude schnell getrübt.
    Das ist wirklich ein Jammer!

    6/10

    P.S.
    Wie sind denn aktuell eure Erfahrungen mit dem Kinopublikum? Zugegeben, ich gehe derzeit „nur“ in die Sneak, aber ein so respektloses Verhalten einiger Jungspunde gegenüber den Filmschauenenden ist mir in der Form noch nicht begegnet – bzw. nur einmal, als eine betrunkene Gruppe junger Männer meinte, Zirkus machen zu müssen.
    Hier werden während dem Film über lautstarke Gespräche über einige Plätze hinweg geführt, man spielt auf dem Handy rum und bepöpelt jene, die um Ruhe bitten. Schrecklich!
    Da vermisse ich schon die Zeit, in der der laut schmatzende Popcorngenießer neben oder hinter mir meine größte Sorge war ;)

    #240287
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    Schock

    Mit einem mulmigen Gefühl in die Sneak gegangen – der Flur blinkte schon in buntem Disco-Look und Bob Marley tönte aus den Lautsprechern… wäre „One Love(!!)“ nicht der Titel zum Valentinstag gewesen?… oh je

    „Schock“ hingegen hat mit dem Blumentag nicht so viel gemein, also erstmal alles gut, oder?
    Bevor es weitergeht: Bis der Film erzählt, wo es hingehen soll, ist er schon fast zur Hälfte vorbei, etwaige Inhalte sind somit als Spoiler zu verstehen, wenn man „ohne Trailersichtung“ in den Film möchte.

    Bruno verlor seine Approbation als Arzt durch Drogenmissbrauch. Seitdem schlägt er sich als Arzt für Jene durch die Kölner Nacht, die aufgrund von Umständen keinen eigentlichen Arzt aufsuchen können – wie etwa die illegal eingeschleuste Prostituierte mit Zahnweh. Doch auch wenn er sich ausschließlich auf Schwarzmärkten etc. bewegt, scheint sich das Leben zu lohnen. Allerdings macht es Bruno offensichtlich fertig.
    Nun geschehen zwei Dinge: Er bekommt ein scheinbar lukratives Angebot, einem Unbekannten Klienten eine nicht zulässige Immuntherapie zu verabreichen und sein Schwager, ein Gangsterboss im Rotlichtbezirk, wird angeschossen.

    Schaut man bei den üblichen Filmkritikern vorbei, wird der Film beinahe überschwenglich in den Himmel gelobt. Man, was muss das für ein Film sein! Millieu-Studie, erbarmungsloser Gangsterfilm, intensive Charakterstudie… ja gut, wenn in der Szene jeder mit jedem befreundet ist, dann hört sich das eben so an.
    Die Regie teilen sich wohl Daniel Rakete Siegel und Denis Moschitto, der sich auch als Hauptdarsteller wiederfindet.
    Grundsätzlich doof ist das natürlich nicht.

    Als ich nach gefühlt einer Stunde auf die Uhr schaute war ich überrascht, dass erst 15 Minuten vergangen waren. Der Film zieht sich, nutzt keines der inhaltlichen Angebote um Tempo aufzubauen. Jede Szene ist gefühlt 3-5 Sekunden zu lang gedreht. Dazu gibt es eine unglückliche Anzahl von Füller-Szenen.
    Dialoge finden nur spärlich statt, was im Grunde auch völlig ok ist. Allerdings dienen die wenigen gesprochenen Worte dann dazu, den Inhalt bzw. den bedeutsamen Rahmen der Geschichte zu umreisen.
    Ehe man also weiß, warum man dem ewig traurig guckenden Mann hinterläuft, braucht es lange. Und diese Länge wird nicht genutzt, den Charakter der Person nahezubringen.
    OK, wenn Charakterentwicklung ohnehin keine Rolle spielt, ist es wohl auch gar nicht nötig.

    Dazu gesellen sich ab Mitte des Films einige inhaltliche Pannen dazu, die leider einigermaßen schwer wiegen.

    Das Gute an „Schock“: Er sieht gut aus. Teilweise gelungene Kamerafahrten und Bilder, wie etwa der stille Gruß an Batman, wenn Bruno auf dem Dach eines Mehrparteienhauses auf einen Stadtteil Kölns herabblickt.
    Die Action Elemente sind wenig effekthascherisch gedreht. So gibt es z.B. keine künstliche Vertonung von Pistolenschüssen. Dadurch klingen sie beinahe wie Platzpatronen zu Fasching, machen das Ganze dann doch spürbar authentisch.
    Die Meisten, die getroffen werden, fallen und sterben – ohne dreifache Rolle oder „Sag ihr, dass ich sie liebe“. Gut gemacht.
    Trist ist im Grunde die Stimmung, die für den Film gültig scheint, und so sind auch die Beziehungen untereinander. Etwas aus der Rolle fällt dabei das Kennenlernen von Brunos Schwester (bei den Blicken die sie ihm zuwirft, nahm ich aber zuerst an, er sei ihre Affäre… uff!) ein wenig aus dem Raster fällt. Doch auch das relativiert sich im weiteren Verlauf.
    Einige Szenen sind derbe, teils sehr blutig und unangenehm zu schauen. Doch das ist der Film leider in Gänze, dabei aber aus verschiedenen Gründen.
    Gelacht wird nie, gelächelt eigentlich auch kaum und stoisch ist der darstellende Stil sämticher Schauspieler.

    Hinterher hatte ich das Gefühl, als 60 minütiger Spätabendkrimi hätte das Ding toll funktionieren können. Das auf 100 Minuten aufgeblasene Spektakel ist schlicht zu lang, oftmals zu belanglos und unnötig zu lang gefilmt und in Szene gesetzt.
    Ein bisschen Straffen und vielleicht den einen oder anderen Schauspieler mit Ersatzgesichtsausdruck wäre schön gewesen.

    Möglicherweise bin ich hier zu streng und ein Arte Film darf nicht „zackig“ sein.
    Die wenigen Momente, in denen der Film hätte Fahrt aufnehmen können, reichen leider nicht für Lobeshymnen.

    4,5/10

    #239983
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    Manchmal bereitet die Sneak aber auch unverhofft tolle Filme laufen. So auch hier:

    A great place to call home

    Milton, ein kauziger Rentner in einer idyllischen Kleinstadt, lebt ein ruhiges Leben. Zu seinem Alltag gehört die wöchentliche Teilnahme an der Bürgerversammlung, wo er z.B. hartnäckig vorschlägt, den Stadtslogan zu ändern.
    Wie es nun mal so ist: Lasst ihn doch reden, der steht nächstes Mal eh wieder hier.
    Seine Tochter indes macht sich große Sorgen, denn plötzlich findet sie Konservendosen im Bad und die Zeitung im Gefrierschrank. Oh oh….

    Eines Nachts wird Milton aus dem Schlaf gerissen, als ein UFO in seinem Blumenbeet notlandet.
    Kann doch nicht sein. Jedoch mehr als das Raumschiff, ärgert sich Milton über das zerstörte Blumenbeet.
    In der ersten Aufregung verschafft er sich im Supermarkt und der Bürgerversammlung Gehör, doch außer den beiden alternden Damen Sandy und Joyce mag (wie so oft) niemand zuhören.

    Ganz am Rande habe ich von dem Film mitbekommen, allerdings mehr hinsichtlich dessen, dass Ben Kingsley mal wieder mit einer Hauptrolle ins Kino kommt. Der Herr, der in so vielen Klassikern der Filmgeschichte aufschlägt, aber andererseits auch so viel (sorry) Grütze veranstaltet hat.
    Was also kann man hiervon halten?
    Zunächst: Wenn ich bei „Erwachen der Jägerin“ fehlende Logik kritisiere, muss ich vorausschicken, dass Logik hier kein Faktor ist!
    Wie kann es also doch gelingen, hier einen bemerkenswerten Film zu landen? Indem die Charaktäre schrullig aber wertschätzend geschrieben (und gespielt) werden. Weil die Botschaft eine grundlegend Gute und Schöne ist und weil der Film tatsächlich aufzuzeigen weiß, dass die Dinge irgendwann mal sind, wie sie nunmal sind.
    Dazwischen gibt es viele humorvolle Einlagen, ohne dabei jemanden bloß zu stellen. Das kindlich anmutende Alien ist Anker von einigen wort- und situationswitzigen Momenten, der die Handlung aber auch zugegeben nicht sehr weit voranschreiten lässt.

    Gelingt es, in dieses Szenario einzutauchen, berührt der Film auf einigen Ebenen.
    Man schmunzelt über Miltons Umgang mit der Situation und bei der Suche nach Treibstoff für das Raumschiff, leidet aber auch mit ihm, als ihm bewusst wird, dass sich die Dinge für ihn sehr ändern werden.
    Das Bild einer jungen Generation, die die älteren Menschen nicht ernst nimmt, ist ja grundsätzlich kein neues Thema für das Kino. Und doch schwingt diese Botschaft augenzwinkernd mit, ohne die Geschichte zu überfrachten oder per Plothammer ins Zentrum zu prügeln.

    Die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern passt, einige Dialoge laden herzlich zum Schmunzeln ein. Ob das UFO vielleicht doch noch jemanden auffallen wird?… Nun ja, etwas Platz für Kritik gibt es ja immer ;)

    Und doch: eine wundervolle Sneak-Geschichte. Bei Veröffentlichung auf einer von mir gebuchten Streaming Plattform ist ein Wiedersehen garantiert.

    7/10

    #239981
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    Das Erwachen der Jägerin

    Helena ist die Tochter des berüchtigten „Marsh-King“, der einst ihre Mutter in die Wildnis entführte und dort die gemeinsame Tochter naturnah aufzog.
    Heute lebt sie unter falschem Namen mit ihrem Mann und Tochter abgelegen einer gemütlichen Ortschaft. Vorsicht ist geboten, denn der Vater gelobte einst vor der Verhaftung, wieder für sie da sein zu wollen.
    Als ihm nun die Flucht beginnt, muss sich Helena ihrer Vergangenheit stellen um ihre Familie zu schützen.

    In den wöchtenlichen Trailern der Sneak hatte man das Gefühl, hier könne „die Wutz“ rennen. Irrer jagt liebenswerte Familie – oh je, hoffentlich geht alles gut.
    Der Film entpuppt sich dann jedoch als grundlegend anders.

    Hier liegt nun ein Film vor, den ich beim Sehen eigentlich mögen wollte. Trotz „Star Wars“ habe ich keine grundsätzliche Aversion gegenüber Daisy Ridley und freute mich, sie nun womöglich bodenständig und ohne Superkräfte anzuschauen.
    Leider aber trifft der Film einige unglückliche Entscheidung in Punkto Rückblenden, Spannungsaufbau, Charaktertiefe und Zuschauerbindung.
    Einige Bereiche des Films für sich hätten gut gelingen können – etwa das Einleben in die moderne Zivilisation, die das Waldkind erleben musste. Der Spagat zwischen Naturverbundenheit und leben in der Moderne hätte ohne klimatischen Zeigefinger (der hier glücklicherweise nicht erhoben wird!) schöne Momente bereit halten können.
    Oder man macht es so, wie es der Trailer suggerieren möchte: Irrer will sich seine Tochter schnappen, die nun ihrerseits ihre Familie zu beschützen versucht.

    Beides ineinander zu vermengen ist schwierig, und das vorweggenommene Fazit: Es gelingt nicht.
    Mit 110 Minuten ist der Film gar nicht mal so lang, aber er fühlt sich deutlich länger an. In einigen Momenten genieße ich die Zeit, die man sich nimmt. Leider werden die Elemente, die hier ausgebreiet werden, beliebig wiederholt. Das Besondere des Moments geht dadurch verloren und man ertappt sich beim milden Gähnen.

    Schauspielerisch weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Mendelsohn als Vater und Ridley als Tochter kann man grundsätzlich das Talent nicht absprechen. Fraglich ist, ob die Vorlage denn überhaupt mehr zulassen konnte.
    Die Motivation lässt sich im Grunde nicht ergründen (OK, ist häufig so, wenn Verrückte Straftäter ihre Welt erklären), die notwendige Bindung an den Zuschauer mit (individueller) Plausibilität der Tat hätte gut getan.
    Dazu – und wen wundert es überhaupt noch? – sind die Dialoge teils zum Auflachen.
    Dazu lässt das Drehbuch Helena einige sehr dummdämmliche Dinge machen, bei der ich mich fragte, ob sie die Gefahr nicht doch hervorbeschwören möchte.
    Angeblich nicht, also muss man diese Handlungsebene schlicht als dumm benennen.

    Grundsätzlich ist das Gerüst der Geschichte nicht zwingend auf Logik aufgebaut, aber man könnte es ja verzeihen, wenn dieser Umstand Spannung erzeugen könnte. Tut er leider auch nicht.
    Der Showdown wird auch merkwürdig zerstückelt und in die Länge gezogen – 100 Rückblenden inklusive.

    Man, echt schade.
    Hätte man sich vorher Gedanken darüber gemacht, was man denn zeigen wolle…
    20 Minuten mehr Laufzeit, und er würde sich prima in den Katalog der aufgeblasenen und nichtssagenden Filmchen auf Netflix einreihen.
    Für das Kino schlicht zu dürftig, im Rahmen der Sneak allerdings noch wohlwollend zur Kenntnis genommen.

    4/10

    #239551
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    Home Sweet Home – Wo das Böse wohnt

    Die hochschwangere Maria zieht mit ihrem Mann in ihr gemeinsames Haus ein. So zumindest der Plan, denn in letzter Minute muss er an einem wichtigen Meeting teilnehmen. Maria will nun also die ersten Tassen alleine in den Schrank stellen.
    Nachdem der Strom ausfällt nimmt sie merkwürdige Geräusche aus dem Keller wahr.
    Zu allem Übel hat es das Baby ungeahnt eilig, auf die Welt zu kommen.

    Nilam Farooq war mir zuletzt in „791 KM“ der einzige Lichtblick – ein unverhofftes Wiedersehen mit ihr ließ ich mir gerne gefallen.
    Leider wird recht schnell klar, dass sie hier an ihre Grenzen kommt und dann leider darüber hinaus agiert. Gefühlt die Hälfte des Films begleiten wir sie dabei, wie sie ins Wohnzimmer geht, in den Keller, zurück ins Wohnzimmer läuft usw. Schwer atment, schnufend und mich selbst redend, wie es Schwangere nun mal machen.
    Leider wirkt das mit Krampf bemühte „Alltägliche“ arg gekünstelt. Es gipfelt darin, wie sie sich aus einem Buch vorliest.

    Die Story an sich ist kaum erwähnenswert, aber das haben viele Horrorfilme gemeinsam.
    Das erstaunlichste hieran ist eher, dass man einen traditionel angehauchten Horror aus Deutschland serviert bekommt.
    Inhaltlich darf man sich durchaus an andere Produktionen aus Übersee erinnert fühlen. In seiner Machart fällt der Film dann doch leider durch. Schlechtes Timing, die – zugegeben wenigen – Jumpscares sieht man schon Minuten vorher kommen, Storytelling und Dialoge, die einem vor unfreiwilligem Lachen die Tränen in die Augen jagen.
    Das Schauspiel ist größtenteils unangenehm anzuschauen, insbesondere dann, wenn Normalos urplötzlich Wahnsinnige spielen wollen.

    Und doch, zwischen all dem Gemecker und Gelächter, findet man die eine oder andere schön eingefangene Szene. An anderen Stellen entdeckt man gutes Potential, ist aber doch schnell enttäuscht, wenn dieses jäh weggewischt wird.
    Ein aufrichtiges Lob dann allerdings für das Konzept, den Film ohne Schnitt einzufangen.
    Tatsächlich vermutete ich an einigen Stellen einen „unsichtbaren“ Schnitt – eine Recherche ergab aber, dass wir es hier wirklich mit einem One-Shot-Film zu tun haben.
    Ja, die Kulisse macht es dem Konzept denkbar einfach, dennoch müssen die Dinge eben auf den Punkt gelingen. Hier bin ich positiv überrascht.

    Nehmen wir dieses Gimmick aber zur Seite, haben wir hier einen schnell durchschaubaren Horror, dem es oftmals an der nötigen Raffinesse in der Handlung bzw. Interaktion der Figuren mangelt und dessen Dialoge besser nicht aufgenommen worden wären.
    Nach gut 80 Minuten ist dann aber jäh Schluss, eine Wohltat wenn man bedenkt, dass heutzutage beinahe jeder Murks auf mindestens zwei Stunden aufgeblasen werden muss.

    „Home Sweet Home“ wird diejenigen erschrecken, die ausschließlich deutsche Produktionen der öffentlich-Rechtlichen schauen – so fair darf man sein. Geübte Horror-Zuschauer halten nach einigen Minuten schon gähnend die Hand vor den Mund oder machen es wie der halbe Saal in der vergangenen Sneak: Man geht einfach früher.

    Ich weiß nicht, ob ich dem Film in einigen Punkten Unrecht tue und ihn für die falschen Dinge lobe – eine Wertung fällt mir hier tatsächlich eher schwer. Selbstredend nicht über 5, aber ein Totalausfall, der er zu oft zu sein scheint, ist er für mich auch nicht wirklich.

    4/10

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