The-Lion-King

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    The Conjuring: Last Rites (HBO Max)

    Ed und Lorraine Warren werden aus dem Ruhestand gerissen, als die Familie Smurl einen antiken Spiegel ins Haus bekommt.
    Übernatürliche Vorfälle häufen sich, ihre Tochter Judy erlebt Visionen, und das Böse beginnt, die Familie zu bedrohen.

    The Conjuring: Last Rites ist deutlich besser als sein boden(satz)loser 3. Teil & besinnt sich auf alte Stärken.

    The Conjuring 1 + 2 zählen für mich bis heute zu den besseren Horrorfilmen der letzten Jahre.
    Mit dem 3. Teil zerstörte man dann jegliche (Horror)träume und man glaubte die Reihe wurde begraben.

    Mit dem 4. Ableger kehrt auch Regisseur Michael Chaves zurück, was verrückt ist, aber irgendwie macht er hier
    vieles besser. Vielleicht ein Lerneffekt, oder eben auch mehr Erfahrung aus dem vorherigen Desaster – Wer weiß !

    Mit Patrick Wilson & Vera Farmiga kehrt natürlich unser Duo zurück & bilden auch hier die Identifikationsfiguren der Reihe.

    Für mich ein runder Abschluss, der wieder mehr auf düstere Atmosphäre, weniger Jump-Scares, aber auf gute Effekte setzt.
    Die Eröffnungsszene empfand ich als echtes Schmankerl, bevor es danach erst so richtig losegehen sollte.

    Man lässt sich im 4. Teil etwas mehr Zeit mit dem Aufbau der Story und gibt der Handlung so etwas mehr Laufzeit.

    An den Kinokassen war er ja überraschend erfolgreich, wie Warner allgemein 2025, und zukünftige Produktionen sollen folgen.
    Berichten zufolge ist ein Prequel mit dem Titel The Conjuring: First Communion & eine Serienadaption für HBO in Arbeit.

    07/10 Gestalten

    #257802
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    Code 3 (Prime)

    Ein Sanitäter, der durch seinen Beruf völlig ausgebrannt ist, zwingt sich zum Rücktritt
    – doch zuvor muss er noch eine letzte 24-Stunden-Schicht absolvieren, um seinen Nachfolger einzuarbeiten.

    Code 3 ist ein Drama als Kritik am medizinischen Gesundheitssystem – Ehrlich, authentisch & sehr makaber.

    Regisseur Christopher Leone schafft es dem Zuschauer hier ein Einblick & Blickwinkel in den Job als
    Rettungssanitäter zu geben, welcher selbst den neutralsten Menschen so schnell nicht mehr loslassen wird.

    Die Geschichten sind abwechslungsreich gestaltet. Da ist alles dabei, was das harte Arbeitsleben mit sich bringt.
    Vor allem das sympathische Trio bestehend aus Rainn Wilson, Lil Rel Howery & Aimee Carrero zeichnen Code 3 aus.

    Auch die Ansicht von einem betreuenden Arzt mit Nebendarsteller Rob Riggle bleibt im Gedächtnis.
    Alles gescheiterte Persönlichkeiten gezeichnet von einem miserablen Gesundheitssystem mit all seinen Schicksalen.

    Code 3 öffnet Augen, hegt Bewunderung für die Leistung des Personals & dient dennoch als hervorragende Kritik am System.

    08/10 Sirenen

    #257799
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    The Wrecking Crew (Prime)

    Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters treffen sich die entfremdeten Halbbrüder Jonny und James wieder.
    Ihre Suche nach der Wahrheit deckt Geheimnisse auf, die ihre Familie zu zerstören drohen.

    The Wrecking Crew ist ein netter & spaßiger Buddy No-Brainer geworden, bei dem nicht viel hängen bleiben wird,
    außer die durchaus sehenswerte Performance von Dave Bautista & Jason Momoa, die den Film insgesamt sehr auflockern.

    Es wirkt wie ein Film, der sich alle Ideen aus bekannten Genrevertretern zusammenmischt & am Ende vieles sein will,
    aber irgendwie dadurch auch sein Gesicht verliert.

    Immerhin keine (Voll)Katastrophe wie Mercy, Primate & Return to Silent Hill. Man erspart sich die volle Zeitverschwendung.

    Der Soundtrack hat mir an einigen Stellen noch sehr gefallen, Hawaii als Setting ist immer wieder klasse,
    die Action ist zu großen Teilen gut inszeniert. Am Ende überwiegt die Chemie von Momoa & Bautista als Rettungsanker.

    6.5/10 Strände

    #257721
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    Send Help (Kino)

    Zwei Kollegen stranden auf einer verlassenen Insel – die einzigen Überlebenden eines Flugzeugabsturzes.
    Auf der Insel müssen sie alte Konflikte überwinden und zusammenarbeiten, um zu überleben.

    Send Help wirkt wie eine wilde & sehr gehaltvolle Mischung aus Cast Away & Misery.
    Etwas Humor mit Augenzwinkern, gepaart mit Survivalelementen & zeitweise brutaleren Einstellungen.

    Er wirkt wie eine tickende Zeitbombe. Der Film startet in seinen ersten 20 Minuten eine schlichte Einleitung,
    geht dann über zu spannenderen Themen & nimmt zum Ende hin nochmal richtig Fahrt auf und endet bittersüß & überraschend.

    Regisseur Sam Raimi überzeugt nach durchwachseneren Produktionen (Locked, Boy Kills World, 65 & Evil Dead Rise)
    hier auf ganzer Linie und findet mit Rachel McAdams + Dylan O’Brien zwei klasse Schauspieler, die ihre Sache sehr gut machen.

    Vor allem, wenn der Film seinen sarkastischen Humor auspackt, dann muss man einfach mitlachen.

    Optisch sieht das alles okay aus, wenn man mal die teilweise grauenhaften Effekte ausblenden kann,
    dann punktet der Film mit seinem Inselsetting, dem unberechenbaren Genremix & dem überraschenden Twist am Ende.

    All das, was der gute M. Night Shyamalan fast in jedem Film versaut, das funktioniert hier wunderbar.

    08/10 Schweine

    #257714
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    Fallout – Staffel 2 (Prime)

    Nach einer Atomkatastrophe vor 200 Jahren sind die Menschen in Schutzbunker geflohen. Als einer der Bunker überfallen wird,
    verlässt eine junge Frau ihr Zuhause, um nach ihrem entführten Vater zu suchen. Unterwegs hat sie viele skurrile Begegnungen.

    Neben The Last of Us & Arcane für mich eine der besten Videospielumsetzungen der letzten Jahre.
    Showrunner Graham Wagner hat es verstanden der Serie Leben einzuhauchen & die Reihe zu ehren in einem anderen Format.

    Fallout sieht wahnsinnig authentisch aus. Viele bekannte Orte, Charaktere, Fraktionen und das immer noch so
    faszinierende Setting von Fallout gehen in der Serie in Verbindung mit dem Game eine wunderbare Symbiose ein.

    Die Serie beeindruckt mit der gelungenen Verknüpfung dreier Handlungsstränge in den verschiedenen Umgebungen.
    Das Ergebnis ist ein unterhaltsames & actionreiches Abenteuer mit interessanten Weiterentwicklungen der Hintergrundstory.
    Manchmal vielleicht etwas überzeichnet & zu viel Humor, aber Geschmäcker sind verschieden, und mich hat es nicht zu sehr gestört.

    Der astreine Look überzeugt, die starken Charaktere & auch die lebendige Welt trägt viel zum Wohlfühlfaktor bei.
    Mir hat die 2. Staffel fast sogar noch ein Stück mehr gefallen.

    Ella Purnell & Walton Goggins rocken die Serie und zählen zu den absolut besten Castentscheidungen der Serie.
    Wenn sich Setting, Soundtrack & Atmosphäre die Hände geben, dann wird auch das härteste Gamerherz dahinschmelzen.

    8.5/10 Todeskrallen

    #257697
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    The Night Manager – Staffel 2 (Prime)

    Der Night Manager eines Hotels in Kairo wird angeworben, um den inneren Kreis eines Waffenhändlerrings zu infiltrieren.

    Creator David Farr serviert uns fast 10 Jahre nach Staffel 1 ein furioses Comeback & das in seiner Konsequenz
    noch brutaler, wendungsreicher & erneut mit einem fantastischen Duo in Form von Tom Hiddleston & Hugh Laurie.

    Das, was vor allem hängen bleibt, ist das nahezu schockierende Ende, was man in der aktuellen Serienwelt
    nur noch sehr selten erlebt. Nicht immer ist es sinnvoll ein Finale immer berechenbar & vorhersehbar zu gestalten.

    The Night Manager wird getragen von Tom Hiddleston, der auch bereits in Staffel 1 zum heimlichen Star wurde.
    Die Figur ist perfekt auf ihn abgestimmt. Mit seinem Charme verzaubert er nicht nur seine Bösewichte.

    Hinzu kommt ein Hugh Laurie, der abermals den fiesen und absolut unsympathischen Part mit Leichtigkeit übernimmt.
    Dieser Wahnsinn, dieser Wille, diese Überzeugungskraft und die gesamte Durchtriebenheit seines Charakters ist einschüchternd.

    In den Nebenrollen ist ebenfalls Olivia Colman wieder dabei, die neben Camila Morrone & Diego Calva den Cast stimmig abrundet.
    The Night Manager lebt von seiner Spannung, dem Katz- & Mausspiel und seiner Story, die bis zum Ende hochgehalten wird.

    Optisch sieht das alles klasse aus. Kolumbien als neues Land macht einiges her & das Setting wirkt recht abwechslungsreich.
    In Grundzügen erinnert die Serie an den noch brutaleren & unterschätzten Bruder Gangs of London.

    Wer Tom Hiddleston als Schauspieler mag & auch mal ein unvorhersehbares Ende bevorzugt, der hat mit dieser Serie eine gute Zeit.

    8.5/10 Intrigen

    #257528
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    Kneecap (Prime)

    Erforscht die Entstehung von Kneecap, einer hippen und frechen irischen Rap-Gruppe.

    Das vielleicht wildeste & temporeichste musikalische Biopic, dass man so bisher gesehen hat.
    Die Verbindung aus Hip Hop mit Techno & traditioneller irischer Musik zeichnen ihre Songs aus.

    Kneecap ist rau, dreckig, frech, aber vor allem auch mit seiner Message hinsichtlich Politik nicht zu unterschätzen.
    Regisseur Rich Peppiatt schafft hier einen besonderen Film, der immerhin mit einem BAFTA Award ausgezeichnet wurde.

    Auch die Schauspieler machen insgesamt eine gute Figur. Vor allem das Trio aus Móglaí Bap, Mo Chara & JJ Ó Dochartaigh sind klasse.
    Der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender fungiert hier als Nebendarsteller, der in seinen wenigen Momenten überzeugt.

    Kneecap sind stark mit dem irischen Republikanismus verbunden, der eine Wiedervereinigung Irlands und damit ein Ende der britischen Kontrolle über den Norden der Insel anstrebt. Das Trio bezeichnet sich selbst als „Republican Hoods“ und ihre Fans als „Fenians“.

    „Kneecap sei ein Kultfilm von Morgen und vielleicht der Trainspotting dieser Generation.“

    7.5/10 Garagen

    #257497
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    Hamnet (Kino)

    Die Geschichte von Agnes, der Frau William Shakespeares, welche mit dem Verlust ihres einzigen Sohnes Hamnet zu kämpfen hat.
    Eine menschliche und herzzerreißende Geschichte, sowie die Entstehung von Shakespeares berühmtestem Stück, Hamlet.

    Hamnet ist ein verdammt starker Film geworden, der vor allem mit seinem oppulenten Szenenbild,
    der hervorragenden & sehr detaillierten Bildsprache und 2 fantastischen Hauptdarstellern punktet.

    Das Szenenbild gestaltete die Australierin Fiona Crombie, die für den Film The Favourite eine Oscar Nominierung erhielt.

    Man könnte es die Wiedergutmachung von Chloé Zhao nennen nach dem katastrophalen Eternals, aber auch dem brillanten Nomadland.
    Ich kann mir gut vorstellen, das er 1-2 Oscars mit nach Hause nehmen wird, gerade aufgrund Jessie Buckley.

    Paul Mescal darf man aber auch nicht unterschätzen, denn auch seine Leistung steht der von Jessie Buckley in nichts nach.
    Besonders in All of Us Strangers & Aftersun ist mir seine Performance bis heute noch im Gedächtnis geblieben.

    Die rohe Emotionalität, die Liebe zur Natur & das geerdete Storytelling sind die Stärken von Hamnet.
    Hinzu kommt ein überzeugender Soundtrack & eben die technische Umsetzung, die nahezu perfekt erscheint.

    Hamnet ist einer jener Filme, die unauffällig erscheinen, aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Chloé Zhao: „Ich habe gelernt zuzuhören, aufmerksam zu sein, auch wenn es leise ist, weil einem die Stille manchmal
    etwas sagen will, die Botschaft vermitteln will, dass ein besseres Leben vielleicht gleich um die Ecke auf uns wartet.“

    09/10 Verse

    #257393
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    28 Years Later: The Bone Temple (Kino)

    Nach schwerem Verlust verlässt der 12-jährige Spike seine sichere Insel fürs virusverseuchte Ödland.
    Er schließt sich Jimmy Crystals Kult an, während Dr. Kelson eine wichtige Entdeckung macht.

    Viel besser als der Vorgänger 28 Years Later & eine echte, positive Überraschung, die Lust auf den Abschluss der Trilogie macht.

    Mit dem Regiewechsel zu Nia DaCosta hatte ich etwas Zweifel bekommen, aber das war definitiv nicht berechtigt.
    Auch wenn sie für die Marvel Gurke The Marvels verantwortlich war & für das Remake von Candyman, den ich aber ok fand.

    Alles, was man beim Vorgänger vermisst wurde, gibt es mit The Bone Temple in Hülle und Fülle.

    Interessantere Charaktere, eine düstere & sehr stimmungsvolle Atmosphäre & 2-3 Szenen, die im Gedächtnis bleiben,
    die ich aber selbstverständlich nicht näher beschreiben werde. Genau wie das Ende, was die Hoffnung nochmal ausbaute.

    Scene Stealer ist aber mal wieder Ralph Fiennes, der getragen von einem klasse Soundtrack, fast zur Höchstform aufläuft.
    Auch Jack O’Connell hat mir richtig gut gefallen. Eine sehr unangenehme Performance, die aber bestens zum Charakter passt.

    Beide Teile sind somit schwer vergleichbar, aber dadurch auch sehr unterschiedlich in Sachen Optik, Kamera & Brutalität.

    Teil 3 ist mittlerweile offiziell bestätigt & das Duo aus Danny Boyle (Regie) & Alex Garland (Autor) finden wieder zusammen.
    Gerade mit der letzten Szene am Ende hab ich richtig Bock auf einen hoffentlich sehr guten Abschluss der „neuen“ Reihe bekommen.

    08/10 Entdeckungen

    #257356
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    The Rip (Netflix)

    Eine Gruppe von Polizisten aus Miami entdeckt ein Versteck mit Bargeld in Millionenhöhe, was zu Misstrauen führt,
    als Außenstehende von der riesigen Beschlagnahmung erfahren und sie sich fragen, wem sie vertrauen können.

    Ein stabiler Cop Thriller, der von seiner guten Action, dem hohen Spannungsbogen & dem exzellenten Cast profitiert.

    Für meinen Geschmack aber am Ende wieder viel zu viel zeigt, (auf)klärt & so jedes Mysterium im Keim erstickt.
    Auch ein paar Logikfehler sind dabei. Ich meine, wer schießt sinnlos auf einen gepanzerten Wagen & nicht gleich auf die Reifen :D

    Am Ende fühlte ich mich aber für Netflixverhältnisse gut unterhalten. Das hängt aber zu großen Teilen an dem
    hervorragenden Cast mit u.a. Matt Damon, Ben Affleck, Steven Yeun, Teyana Taylor, Kyle Chandler & Scott Adkins.

    Vor allem Ben Affleck & Matt Damon zusammen zu sehen hat echt Bock & Spaß gemacht. Erinnerte zum Teil an die Buddies
    von The Accountant (Bernthal & Affleck). Nur mit weniger Intelligenz & geschicktem Vorgehen, sondern eher mit der Brechstange.

    07/10 Kisten

    #257339
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    Kill (2023/Disc)

    Während einer Zugfahrt nach Neu-Delhi sehen sich zwei Kommandosoldaten einer Armee von eindringenden Banditen gegenüber.

    Regisseur Nikhil Nagesh Bhat garniert uns hier aber eine äußerst brutale, indische Schlachtplatte, die ordentlich rockt. Wer Filme
    wie The Raid 1&2, The Night Comes for Us, Revenge, Codename 13 oder City of Darkness mag, der wird hier bestens unterhalten.

    Wenn nach 45 Minuten erst der Titelschriftzug über die Bildfläche wandert, weiß man, da kommt noch so einiges.
    Genau das bietet Kill. In der 2. Hälfte geht es richtig ab & da werden ab und an auch mal die Grenzen des Möglichen gesprengt.

    Trotzdem funktioniert es, weil der Film weiß, was er sein möchte & die 7.4 bei IMDB & 7.6 bei Metacritic unterstreichen das.

    7.5/10 Tritte, Stiche & Schläge

    #257306
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    The Last Viking (Kino)

    Ein aus dem Gefängnis entlassener Bankräuber muss das Gedächtnis seines traumatisierten Bruders freisetzen,
    um gestohlene Beute zurückzugewinnen.

    Eine herrlich schwarzhumorige Komödie, die so auch nur von Skandinavien kommen kann. Mitten ins Herz !

    Man nehme Anders Thomas Jensen auf dem Regieposten & ergänze seine Story mit 2 der beliebtesten
    Schauspieler des Landes – Mads Mikkelsen + Nikolaj Lie Kaas. Und man erhält das, was man so sehr liebt.

    Eine wunderschön vielschichtige Story, die zwischen der Krankheit, dem Leben & den Auswirkungen einhergeht.
    Mal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort und eben auch im richtigen Kino mit den richtigen Zuschauern.

    Keiner, der gestört hat, alle waren oft am lachen, aber auch mal am schlucken, denn die Story hat einige Überraschungen parat.
    Manchmal geht sie in eine Richtung, die man nicht unbedingt erwarten konnte, kehrt dann aber wieder in den Normalmodus zurück.

    Auch die Idee Anfang & Ende mal etwas anders zu gestalten war eine kluge Idee, um das Thema Wikinger & Unterschiede darzustellen.

    Wer Mads Mikkelsen als Schauspieler mag & skandinavischen Produktion etwas abgewinnen kann, der hat hier eine sehr gute Zeit.
    King’s Land, Helden der Wahrscheinlichkeit, The Salvation & Adams Äpfel von Anders Thomas Jensen kann ich ebenfalls empfehlen.

    08/10 Wikinger

    #257301
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    His & Hers Miniserie (Netflix)

    Eine Journalistin untersucht einen Mord in ihrer Heimatstadt und stößt dabei auf einen verdächtigen Detektiv.
    Jede Geschichte hat zwei Seiten – einer lügt.

    Diese Miniserie ist ganz großes Kino & meiner Meinung nach noch besser als Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery & Task zuletzt.

    Das Whodunit Genre bekommt eine neues Comeback & schafft es auch hier ganz falsche Spuren & Fährten zu legen und
    zieht dadurch genau seine Faszination über die gesamte Laufzeit. Ich dachte am Ende von Folge 1 bereits dem Täter
    auf die Schliche gekommen zu sein & war mir sicherer als bei anderen Genrevertretern zuvor. Betonung auf „Dachte“ !!!

    Creator William Oldroyd schafft in His & Hers zu großen Teilen an die Serie Ozark zu erinnern.
    Sei es der Look, die Versteckspiele oder die geschickt platzierten Täuschungsmanöver. Ich fühlte mich wieder wie zu Hause.

    Hinzu kommt ein hervorragend besetzter Cast, der mit Jon Bernthal & Tessa Thompson ein Duo bietet, das großartig aufspielt.
    Zum erweiterten Cast gehören u.a. noch Pablo Schreiber, Marin Ireland, Rebecca Rittenhouse, Sunita Mani & Jamie Tisdale.

    Ich konnte einfach nicht abschalten bei der knackigen Laufzeit von ca. 40 Minuten je Folge. Genau dafür liebe ich Miniserien.
    Es wird schnell etwas auf den Punkt gebracht, aber die letzten 20-25 Minuten der Gesamtauflösung sind die positive Überraschung.

    09/10 Whodunit

    #257299
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    La cocina (Mubi)

    Das Leben in der Küche eines New Yorker Restaurants, in dem sich Kulturen aus aller Welt während der Mittagszeit vermischen.

    Wer die Serie The Bear liebt, der wird auch mit La cocina seine pure Freude haben.

    Ein Film über das (Über)leben an einem multikulturellen Arbeitsplatz zwischen Angst, Zweifel, Wut, aber auch der Suche nach Hoffnung.
    Vor allem die Performance von Raúl Briones & Rooney Mara sind richtig stark und untergraben die Zweiklassengesellschaft.

    Das Bildformat & der schwarz-weiß Look sind ein wichtiger Teil der Inszenierung: Es wechselt zwischen dem engen
    4:3-Format (fast quadratisch, wie ein TV) innerhalb der Küche, um Enge und Isolation zu betonen, und dem breiteren
    16:9-Format (oder 1,85:1), wenn die Charaktere die Küche verlassen, was ein filmischeres Gefühl vermitteln soll.

    Dieser Wechsel verdeutlicht die klaustrophobische Atmosphäre des Arbeitsplatzes im Gegensatz zur Außenwelt,
    aber auch während den Pausen der Darsteller lernt man andere Seiten kennen – wächst oder entfernt sich noch weiter voneinander.

    Am Ende zeigt La cocina wie aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird, obwohl der Fehler ganz wo anders lag. Regisseur Alonso
    Ruizpalacios zeigt hier das schwierige Leben von Immigranten, die eigentlich nur auf der Suche nach einem längeren Aufenthalt sind.

    7.5/10 Auswege

    #257297
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    Bird (Mubi)

    Bailey lebt mit seinem Bruder Hunter und seinem Vater Bug, der sie allein in einem besetzten Haus im Norden von Kent
    großzieht. Nach einem Streit haut er ab und trifft auf den sonderbaren Bird, der zu ihrem engsten Vertrauten wird.

    Bird ist ein recht außergewöhnliches Coming of Age Drama geworden, das am Ende sogar mit kleinen Fantasy-Elementen überrascht.

    Regie führt Andrea Arnold, die man u.a. durch die Serie Big Little Lies und den Film American Honey kennt.
    Die Symbolik von Vögeln, deren Eigenschaften & Rolle im Leben wird hier als Stilmittel genutzt und geschickt implementiert.

    Bug ist arbeitslos, und seine neuste Geschäftsidee ist der Verkauf eines halluzinogenen Schleims, den er aus einer
    importierten Kröte namens „the“ gewinnt. Klingt verrückt, ist es auch, aber gerade dadurch bricht Bird das typische Sehverhalten.

    Bird zeigt vernachlässigte Familienverhältnisse, die aufgrund von Gewalt, Drogen & Verwahrlosung immer weiter abdriften.
    Das alles verleiht Bird eine authentischen Grad, der immer wieder zwischen Hilflosigkeit, Wut & purer Freude taumelt.

    Gerade die Figur von Franz Rogowski bietet genug Spielraum, um ihn zu hinterfragen & selbst zu reflektieren.
    Ist er nur ein merkwürdiger Außenseiter oder vielleicht nur eine Einbildung. Das alles kann der Zuschauer für sich entscheiden.

    Zum Cast gehören die talentierte Nykiya Adams, der verrückte Barry Keoghan & der deutsche Underdog Franz Rogowski.
    Besonders dieses Trio macht das insgesamt sehr überzeugend und verleiht Bird einen besonderen Touch, der sich abhebt.

    7.5/10 Spannungen

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