The-Lion-King

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    Undertone (Netflix)

    Eine Podcast-Moderatorin für Paranormales zieht zu ihrer sterbenden Mutter. Bei der Untersuchung von Aufnahmen
    eines schwangeren Paares entdeckt sie Parallelen zu ihrer Geschichte, jedes Band treibt sie in den Wahnsinn.

    Viel Marketing in den USA & teilweise Trailer, die verstörend & tonal abschreckend wirken sollten & doch war
    meine Aufmerksamkeit entfacht. Eine A24 Produktion mit wenig Budget, aber leider erneut ohne dt. Kinoauswertung.

    Das Regiedebüt von Ian Tuason hat mich zeitweise wirklich gepackt & ganz andere Emotionen als üblich hervorgerufen.
    Undertone ist mehr ein tonales (Audio)Erlebnis, welches auf die Vermischung der Aufnahme eines Podcast & realen Ereignissen setzt.

    Keine Jumpscares, keine billigen Tricks, sondern der volle Fokus auf die Verwendung von Ton & Bild im gemeinsamen Einklang.
    Besonders Nina Kiri hat mir als Schauspielerin sehr gut gefallen. Auch die Stimme von Adam DiMarco trug zur Atmosphäre bei.

    Undertone zeigt, wie man aus wenigen Mitteln viel machen kann.
    Das ist kein Obsession oder Backrooms, aber ein vielversprechender Horroransatz, den man mögen kann.

    Undertone: Eine subtile, akustische und psychologische Stimmung in Medien !

    7.5/10 Aufnahmen

    #262064
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    Anemone (WOW/Sky)

    Familienbande zwischen Vätern, Söhnen und Brüdern werden erforscht, während sich komplexe Beziehungen
    durch persönliche Reisen und Generationskonflikte entfalten.

    Ronan Day-Lewis, der Sohn von Daniel Day-Lewis, bringt uns hier den Meister zurück, aus seinem schauspielerischen Ruhestand.
    Nach Glanzleistungen in Der seidene Faden, There Will Be Blood, Lincoln & Gangs of New York war die Sehnsucht riesig.

    Allein dafür schon mal – DANKE ! Das Regiedebüt von Ronan Day-Lewis hat mich durchaus positiv überrascht.
    Entgegen der (Be)wertungen auf den meisten Plattformen habe ich mit Anemone dennoch eine gute Zeit gehabt.

    Das liegt auch an dem klasse Duo Daniel Day-Lewis & Sean Bean. Beide zeigen spätestens ab der Hälfte der Laufzeit
    2-3 unfassbar tiefgreifende Dialoge, die mich mitgerissen & über viele Schwächen hinwegsehen lassen haben.

    Anemone glänzt mit wunderschönen Aufnahmen, detailverliebten Kameraeinstellungen & einem eindringlichen Soundtrack.
    Das muss man mögen. Alles wirkt wie aus der Zeit gefallen, langsam & behäbig, aber ich mochte das sehr.

    Das Drehbuch schwankt hier & da in Sachen Qualität etwas und ist vielleicht an einigen Stellen etwas zu überzeichnet
    bzw. überladen, wenn es um Symbolik geht, aber die meiste Kritik nimmt jeder Zuschauer anders auf.

    Das Ende rundet Anemone sehr gelungen ab, sodass ich froh war, für diesen Film über meinen Schatten gesprungen zu sein.
    „Ein Film über verlorene Seelen und darüber, wie Missbrauch weiteren Missbrauch und Gewalt nach sich zieht.“

    07/10 Grundstücke

    #262061
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    Caddo Lake (Prime)

    Als ein 8-jähriges Mädchen am Caddo Lake verschwindet, beginnt sich eine Reihe von Todesfällen und
    Verschwinden aus der Vergangenheit zu verknüpfen und die Geschichte einer zerrütteten Familie zu verändern.

    Ich mochte das Setting rund um den See, die Verbindung zwischen den Personen & das mysteriöse Element im Zentrum.
    Schauspielerisch hat mich vor allem Dylan O’Brien & Eliza Scanlen sehr überzeugt.

    Caddo Lake startet behutsam & baut dann mit seiner Laufzeit immer mehr Spannung auf – Classic Storytelling.
    Am Ende fügt sich das Puzzle Stück für Stück zusammen & ergibt ein Ende, das durchaus zufriedenstellend war.

    Kamera, Ausstattung & der Look von Caddo Lake wirken insgesamt stimmungsvoll umgesetzt & die Bildsprache ansprechend in Szene gesetzt. Neben der Serie Dark Matter von Apple ist das hier eines der besten (Duo)Regieumsetzungen von Logan George & Celine Held.

    07/10 Gewässer

    #262048
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    The Sheep Detectives (Prime)

    Jeden Abend liest ein Hirte einen Krimi vor und tut so, als ob seine Schafe ihn verstehen könnten.
    Als er tot aufgefunden wird, wissen die Schafe sofort, dass es ein Mord war.

    Wenn man den Film mit wenigen Worten zusammenfassen möchte, dann ist es der Knives Out Film – nur mit Schafen.
    Weniger ernst, mehr humorvoll, weniger mysteriös, eher strukturiert & weniger kaltblütig, sondern eher liebenswert.

    So kurz Hugh Jackman auch mit von der Partie ist. Er ist & bleibt einer der sympathischsten Schauspieler Hollywoods.
    Regisseur Kyle Balda nimmt das Genre nicht auf das Korn, sondern peppt es mit einer genialen Idee auf.

    Das funktioniert locker über die volle Laufzeit und unterhält in den meisten Momenten auf eine sehr angenehme Art & Weise.
    Neben dem 2012 erschienenen Der Lorax sein vielleicht bisher bester Film neben den Exkursen mit den ganzen Minions.

    Man bekommt, was man erwarten konnte – Auf eine sehr humorvolle, unterhaltsame & liebenswerte Art.
    Auch die Synchronsprecher machen allesamt einen tadellosen Job & unterstreichen die unterschiedlichen Schafscharaktere.

    08/10 Wollknäuel

    #262012
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    @reparud_rudrepa – Danke für die Beispiele & die Erwähnung.

    Hier meine Ausbeute (außer Dungeons & Dragons alle mit dt. Ton):

    – Monkey Man 4K
    – Boxtrolls 4K Steelbook
    – Smile 2 4K Steelbook
    – Dungeon & Dragons 4K Steelbook
    – Catch me if you can Blu-ray Steelbook
    – Gladiator II 4K Steelbook
    – Crawl 4K Collector’s Edition
    = zusammen für 39,92€ inkl. VSK & 5€ NL Gutschein

    #261971
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    Color Book [OV] (Netfliix)

    Ein alleinerziehender Vater passt sich nach dem Tod seiner Frau dem Leben an, während er seinen
    Sohn mit Down-Syndrom großzieht. Gemeinsam reisen sie durch Metro Atlanta zu ihrem ersten Baseballspiel.

    Wer eine absolut unterschätzte Perle sucht, der findet sie hier in Color Book.
    Ein Film mit unfassbarem Tiefgang & einer emotionalen Bandbreite, auf die ich nicht gefasst war.

    Regisseur David Fortune gelingt hier mit seinem ersten Film ein echter Überraschungshit. Der Film wurde 2024 auf dem Tribeca
    Festival uraufgeführt und erhielt über 20 Jury- und Publikumspreise auf Festivals, darunter dem Austin Film Festival,
    dem Deauville American Film Festival, dem Chicago International Film Festival, dem Denver Film Festival und mehreren anderen.

    Am Ende dennoch schade, das er keine Kinoauswertung bekommen hat & jetzt einfach ohne echten Media Buzz auf Netflix landet.
    Zudem hier auch „nur“ auf englisch, dt. Untertitel sind aber vorhanden, aber in OV kann man ihm dennoch eine Chance geben.

    Color Book lebt von seinen fantastisch eingefangenen Bildern, dem Schwarz-Weiß-Look und seiner tiefen Melancholie,
    auch in der Musik. Er verliert in seiner absoluten Stille, aber auch in seinen dramatischeren Momenten nie seine Faszination.

    Bei einer Szene hatte ich plötzlich Gänsehaut, nicht einfach so, sondern weil Color Book einen Nerv getroffen hat.
    Da kann sich so mancher auf Hochglanz polierter Blockbuster mal eine Scheibe von abschneiden.

    William Catlett als Lucky & Jeremiah Alexander Daniels als Mason sind ein Duo, das sich tief in (m)ein Herz gespielt hat.
    Die besten Filme sind die, die du nicht auf dem Zettel hattest, und dich dann aber vollkommen aus den Socken hauen.

    08/10 Zeichnungen

    #261925
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    The Bear – Staffel 5 (Disney+)

    Ein junger Koch aus der Welt der gehobenen Küche kehrt nach Chicago zurück, um den Sandwich-Laden seiner Familie zu führen.

    Was für ein sensationelles Serienfinale. Bei den letzten 2 Folgen wusste ich nicht mehr (wo)hin mit den ganzen Emotionen.
    The Bear ist eine absolute Ausnahmeserie, die mich bis zum Ende einfach nie losgelassen hat & nie loslassen wird.

    Es fühlt sich an, wie ein Ort der Heimkehr, der aber nicht mehr wieder kommt, und gerade deswegen fühlt es sich so echt an.

    Ich hab ALLE Charaktere so lieb gewonnen, die Küchenatmosphäre erschaffte eine neue Faszination, und vor allem
    die meist einmalig, vorkommenden Folgen in einer Staffel, die etwas besonderes vollführten, waren Outstanding.

    Insbesondere Jeremy Allen White & Ayo Edebiri haben die Serie zu der Größe empor gehoben, die sie zu 100% verdient hat.
    Auch alle anderen Darsteller sind grandios gewesen. So klein die Rolle auch war. Sie waren ein Teil dieser Reise.

    The Bear zählt zu einer der absolut BESTEN Serien der vielleicht letzten Dekade – „Thank you, Chef!“

    10/10 Absolute Cinema

    #261838
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    Backrooms (Kino)

    Eine Tür im Keller eines Möbelhauses führt zu einem endlosen Labyrinth aus unheimlichen Räumen.

    Erst Obsession, dann The Furious & jetzt auch noch Backrooms. Was ein Feuerwerk im Kinojuni !

    Es braucht nicht viel um einen hervorragenden Film zu zaubern. Es braucht keinen bekannten Regisseur oder Namen,
    kein unendliches Budget & schon gar nicht eine Wiederbelebung von alten Titeln aus der Vergangenheit.

    Es genügt eine Idee, die alles verändert, und dich in ein Szenario wirft, das dich permanent fesselt & lange nicht mehr
    loslassen wird. Liminal Spaces sind das große Schlagwort.

    In Kombination mit der fantastischen Kameraarbeit, den toll ausgestatteten Looks der Zimmer, dem rhythmisch einsetzenden
    Sound an den richtigen Stellen, erschafft er ein Film, der diese spürbar paralysierende Atmosphäre über die gesamte Laufzeit trägt.

    Der Fokus auf die Figuren, auf die Emotionen in ihren Gesichtern ist der Weg den Backrooms zelebriert.
    Chiwetel Ejiofor & Renate Reinsve sind ein hervorragendes Duo und liefern hier ein echtes Schauspielwunderwerk ab.

    Kane Parsons revolutioniert diese Grundidee und baut sie weiter aus, mit Horrorelementen, die dich verwundern lassen.
    Am Ende setzt er noch ein Ausrufezeichen, ohne alles auszuerzählen & macht so noch viel mehr Lust sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

    Liminal Spaces sind physische oder mentale Übergangsorte. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort limen (Schwelle).
    Im modernen Internet-Kontext bezeichnet man damit verlassene, aber oft alltägliche Orte wie Einkaufszentren, Flure oder Parkplätze.
    Sie wirken durch die Abwesenheit von Menschen oft unwirklich, nostalgisch, vertraut, aber gleichzeitig unheimlich.

    09/10 Backrooms

    #261810
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    If I Had Legs I’d Kick You (HBO)

    Während Lindas Leben um sie zusammenbricht, versucht sie, mit der mysteriösen Krankheit ihres Kindes, ihrem abwesenden
    Ehemann, einer vermissten Person und der zunehmend feindseligen Beziehung zu ihrer Therapeutin zurechtzukommen.

    Ein Film, der Magenschmerzen verursacht & wahnsinnig unangenehm mitanzuschauen ist, aber die Botschaft umso wichtiger erscheint.
    Man durchlebt viele Welten voller Schmerz, Einsamkeit & einer Verantwortung gegenüber seiner Familie & sich selber.

    Die Nominierung bei den letzten Oscars (Best Performance by an Actress in a Leading Role) für Rose Byrne ist nachvollziehbar,
    denn diese vollumfänglichen Emotionen musst du auch erstmal rüberbringen. Das kann sich durchaus sehen lassen.

    Auch die etwas kleineren Rollen von Conan O’Brien, Danielle Macdonald & A$AP Rocky sind harmonisch mit der Story verwoben.
    Über der ganzen Thematik schwebt immer so ein unsichtbares Tuch, das zeitweise verwirren, aber auch belebend wirken kann.

    If I Had Legs I’d Kick You ist ein Sinnbild der Gesellschaft, wenn alles über einen hereinbricht. Ob privat oder beruflich,
    und man es einfach nicht mehr schafft aus dem Chaos zu entkommen & immer wieder nur Pflaster zur Linderung findet.

    Ein starker Film, der aber aufgrund des hervorgerufenen Gefühls nicht zu einer Zweitsichtung einlädt, dennoch ein bemerkenswertes Projekt.

    07/10 Pfade

    #261791
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    They Will Kill You (HBO)

    Eine Frau beginnt als Haushälterin in einem New Yorker Hochhaus zu arbeiten, unwissend
    über die mysteriösen Verschwindungsfälle. Die Gemeinschaft birgt dunkle Geheimnisse.

    Ein Film, der mich fast komplett kalt gelassen hat. Die Story Schwamm drüber, die Anleihen unübersehbar, die Charaktere
    Abziehbilder & die Action(szenen) zerschnitten. Einzig der Blutgehalt ist wahnsinnig hoch + die FSK 16 unverständlich niedrig.

    Einzig die Performance von Zazie Beetz kann das noch bisschen rausreißen. Da schau ich mir lieber nochmal Ready or Not an.
    Die Konkurrenz in dem Bereich bzw. Genre ist in den letzten Jahr größer geworden, und da kann They Will Kill You nicht mithalten.

    Geschmäcker sind einfach verschieden, aber nach The Furious erscheint alles eigentlich wie ein Kindergeburtstag.
    Entweder man zieht es komplett durch oder eben nicht. Am Ende kann auch das komplett deplatzierte CGI Schwein nix retten.

    06/10 Stockwerke

    #261789
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    The Furious (Kino)

    Ein Vater kämpft erbittert gegen skrupellose Entführer, um seine entführte Tochter zu retten.

    Regisseur Kenji Tanigaki liefert einen absoluten Meilenstein ab & überzeugt mit dem vielleicht besten
    & brachialsten Actioner der letzten Dekade. Hier knallt, scheppert, schlägt & bricht es im Sekundentakt.

    Wer ernsthaft an The Furious etwas auszusetzen hat, der hat auch Filme wie The Raid 1+2, The Night Comes for Us,
    The Shadow Strays, Headshot, City of Darkness, The Man from Nowhere & Old Boy
    in der Vergangenheit nicht genossen.

    Hier wird nicht lange gefackelt. Nach den ersten 10 Minuten geht es direkt los & es hört einfach bis zum Ende nicht
    mehr auf. Das unterkühlte & brutale Setting ist stimmungsvoll umgesetzt, der Sound(track) scheppert, die äußerst
    brutalen Kämpfe & Fights sind brillant inszeniert & der Film ist ein absoluter Genuss in Sachen Kampfchoreografie.

    Die Intensität mit noch ausgefeilterer & abwechslunsgreicher Choreografie in The Furious, sowie extrem langen,
    dynamischen Kamerafahrten übertreffen jeden vorangegangenen Filme in einer Art Leichtigkeit, die geisteskrank erscheint.

    Hinzu kommen Charaktere, bei denen jeder eine besondere Eigenschaft in den Kampf mitbringt und das macht auch
    die Kämpfe wahnsinnig unterhaltsam & sehenswert, da man immer wieder neue Elemente am laufenden Band entdecken kann.

    Im Gegensatz zum primären Fokus auf Silat in The Raid treffen bei The Furious unterschiedlichste Stile aufeinander.
    Von Wushu über Karate bis hin zu Judo und Taekwondo. Die Choreografie wird in atemberaubenden, langen Takes eingefangen,
    in denen Action-Fans jeden Schlag und Tritt nachvollziehen können, ohne von schnellen Schnitten verwirrt zu werden.

    The Furious ist für mich persönlich ein perfekter Martial-Arts-Film, an dem ich einfach NICHTS aussetzen kann.
    Seit The Raid 1&2 habe ich auf so einen Kracher gewartet & Regisseur Kenji Tanigaki schafft das Unfassbare.

    Nur etwas traurig war ich darüber, das Iko Uwais hier leider nicht dabei war. Wenn man jetzt aus den letzten 10 Jahren
    nochmal alle Kämpfer in einen Film packen würde, dann könnte man dem gesamten Genre vielleicht nochmal die Krone aufsetzen.

    10/10 Takes

    #261703
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    Disclosure Day (Kino)

    Ein Science-Fiction-Thriller, indem die Wahrheit über das Universum auf keinen Fall verbreitet werden darf.
    Ein Aktivist und eine Wetterexperti sind allerdings in Besitz von unwiderlegbarem Beweismaterial.

    Man merkt an an einigen Stellen, das Lichtblicke aufflackern, aber die Handschrift von Steven Spielberg
    verliert mit stetiger Laufzeit, immer mehr an frischen Ideen & endet fast plötzlicher als erwartbar.

    Disclosure Day hat sehr gute Momente, aber eben auch eher durchschnittlichere, vorhersehbare Storyversatzstücke,
    die am Ende zwar ganz okay zusammenlaufen, aber den Eindruck, einer nicht vollends überzeugenden Erzählung, standhalten müssen.

    Einige Logikfehler fallen deutlich auf, besonders bei Verfolungungsjagden & den Einstellungen dazu,
    merkt man schnell, das man nicht lange darüber nachdenken sollte, denn es ist eher Mittel zum Zweck.

    Der Beginn ist spannend umgesetzt, in der Mitte fehlen die Höhepunkte & am Ende sind es vielleicht die besten
    15-20 Minuten, bevor es abrupt endet, und man den Zuschauer dann mit seiner Seherfahrung im Trockenen stehen lässt.

    Das ist verschmerzbar, genau wie die Thematik rund um die mediale Veröffentlichung von Beweismaterial,
    die heute einfach nicht mehr zeitgemäß erscheint, aber ich denke das ist einfach Spielbergs Ansicht bzw. Darstellung.

    Wer das ausblenden kann, genau wie CGI Tiere & „märchenhafte“ Szenen, die einen etwas aus der Welt herausbrechen lassen,
    der findet mit Disclosure Day dennoch einen sehenswerten Film, aber eben auch keinen, der lange im Gedächtnis bleiben wird.

    Schauspielerisch können vor allem Emily Blunt, Josh O’Connor, Colin Firth & Colman Domingo überzeugen.

    07/10 Leben

    #261699
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    Obsession (Kino)

    Der Wunsch eines hoffnungslosen Romantikers nach der Liebe seiner Schwärmerei löst einen dunklen Zauber aus.

    Ein Horrorthriller, der nahe an der absoluten Perfektion eines Filmes kratzt & somit ein echte Genreperle darstellt.

    Es ist vollkommen verrückt, was Curry Barker hier mit einem Budget von ca. 750.000$ gezaubert hat.
    Locker mehr als 230 Mio. bisher eingespielt & das zu meiner absoluten Überraschung vollkommen zurecht.

    Obsession bringt das Fass mit mehr & mehr Spielzeit zum Überlaufen, weiter zum Überlaufen, weiter zum Überlaufen
    … „und noch ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“ in einer Art und Weise, die mich sprachlos gemacht hat.

    Hier & da wird etwas überspitzter Humor eingebaut, der aber an den richtigen Stellen sehr gut funktioniert,
    bevor ihr wisst es … Kein Tropfen mehr groß genug ist, um das zu beschreiben, was an der Leinwand vor sich geht.

    Das ist alles fantastisch in Szene gesetzt, die Bildsprache ist atemberaubend, die Kameraeinstellungen wie ein Gedicht
    und der plötzliche Wandel von Momenten & Situationen, die auf dich einprasseln, eigentlich nicht in Worte zu fassen.

    Ich bin gespannt, was Backrooms nächste Woche noch zu bieten hat, aber die (Horror)genrekrone hängt verdammt hoch.
    Michael Johnston spielt seine Rolle schon famos, aber die Bandbreite von Inde Navarrette ist gigantisch.

    Wenn hier keine Nominierung bzw. Awards für Schauspieler & Film folgen, dann bin ich ehrlicherweise komplett enttäuscht.
    Obsession wird dem Hype gerecht, er liefert über die komplette Laufzeit ab & endet unerwartend, sodass man sich fast kneifen muss.

    9.5/10 Tropfen

    #261679
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    Over Your Dead Body (Prime)

    Ein zerrüttetes Ehepaar zieht sich in eine einsame Hütte zurück, doch beide planen insgeheim, den anderen umzubringen.

    Da uns mal wieder ein deutscher Kinostart verwehrt wurde, kam Over Your Dead Body heute frisch in den Stream.

    Schade, denn der recht kurzweilige, humorvolle, aber teils auch sehr brutale FSK 18 Thriller hat mich verdammt gut unterhalten,
    denn er bedient sich jegicher Genre-Klischees, weiß aber zu jeder Zeit, das er sich selber dabei nicht ernst nimmt.

    Sind die ersten 20-30 Minuten etwas ruhiger am Zuschauer vorbeigezogen, geht es dann endlich richtig zur Sache.
    Kurze Einspieler zur Vorgeschichte erläutern den Verlauf der Story & Harry Potter Witze lassen nicht lange auf sich warten.

    Diese Sprüche & Witze nebenher lockern die Stimmung auf, bevor es wieder kaltblütig & kompromisslos zur Sache geht.
    Der Mix gelingt, weil er sich keine Scheuklappen aufsetzt & weil das Duo bestehend aus Samara Weaving & Jason Segel rocken.

    In den Grundzügen erinnerte mich der Film sehr an den 2021er The Trip, der mich ebenfalls unverhofft überraschte. Wer Spaß
    an diesem Genre hat, und dem zwischen Lachen & Brutalität nicht die Zunge im Hals stecken bleibt, der findet hier beste Unterhaltung.

    7.5/10 Ausdrücke

    #261670
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    Spider-Noir – Staffel 1 (Prime)

    Die alternative Version von Spider-Man taucht in einer Version von New York zur Zeit der Großen Depression auf.

    Eine oldschool Spider-Noir Detektivserie im Schwarz-Weiß Look & Nicolas Cage als Hauptfigur. Was für eine positive Überraschung !

    Erstmal sollte man den Mut belohnen eine solche Serie in beiden Farbvarianten zur Verfügung zu stellen.
    Wer das maximale Erlebnis haben möchte, für den führt aber kein Weg an der authentischen Schwarz-Weiß Fassung vorbei.

    Spider-Noir ist nach Sichtung für mich eine absolute Wundertüte. Man nehme einen sehr interessanten Spider-Man Side Character,
    ein spannendes Setting, klasse Schauspieler und einfach diesen atemberaubenden Look verpackt in eine sehenswerte Story.

    Die Serie steht & fällt mit der Castentscheidung für Nicolas Cage & diese sollte sich als brillant herausstellen.
    Hinzu kommt noch ein Bösewicht in Form von Brendan Gleeson, dem Schreiberling Lamorne Morris & der Liebschaft Li Jun Li.

    Regisseur Oren Uziel gelingt hier nach seinen eher durchwachseneren Filme hier ein echter Serienlichtblick. Zusätzlich gibt
    es noch ein tolles Intro, einen top Soundtrack & den Noir Faktor – die düstere, pessimistische Strömung des Kriminalfilms.

    08/10 Black & White

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