Antwort auf: Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2023)

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DerSchweiger
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@derschweiger

Woche 3: Retribution

Liam Neeson als Banker in Berlin, hoffentlich bleibt die Stadt am Ende stehen. Spoiler: Es wird knapp!

Gestresst steigt der Banker Matt mit seinen nervenden Kindern ins Auto. Dabei muss er einen dringenden Anruf erledigen, denn ein millionenschwerer Anleger möchte aus einem Fond aussteigen. Zum Glück kann Matt ihn mit eigentlich wenig überzeugenden Worten überreden, weiter am Invest festzuhalten.

Dann ein erneuter Anruf, doch der lässt sich nicht so leicht besänftigen. Es stellt sich raus, dass er Geld möchte, und dafür sprengt er das eine oder andere Auto in die Luft, in denen jeweils ein Partner von Matt sitzt.
Auch er erfährt, dass unter seinem Sitz eine Bombe tickt, die wahlweise per Fernzünder gestartet wird oder aber, wenn er versucht aus dem Auto zu steigen.

Nun gilt es, sich und die Kinder sicher ins Ziel zu bringen.

Das alles klingt sehr vertraut, gab es vor ein paar Jahren doch „steig.nicht.aus“ aus Deutschland. Damals dachte ich noch, für deutsches Kino ein seltenes Thema, wäre es doch bloß mit internationalem Know How umgesetzt worden.
Liam Neeson klingt zugegeben arg nach Hollywood, bei den actionreichen Fahrsequenzen sieht man aber nicht halb so viel Tempo wie bei Auto-dramen aus Übersee (OK, was zugegeben genausogut ein Lob sein kann).

Gestört hat es mich persönlich nicht. Der Handlungsverlauf ist wenig überraschend, bringt aber die nötige Kurzweil, um sich gut unterhalten zu fühlen.
Unfreiwillig schmunzeln darf man dann aber doch auch:

[spoiler] Als die Kinder erfahren, dass sie auf einer Bombe sitzen, wirken sie angespannt aber „ok“ mit der Situation. Dann erfahren sie, dass Mama sich scheiden lassen möchte und es ist das Schlimmste, dass ihnen in den letzten 10 Minuten geschehen konnte…[spoiler Ende]

Nun gut, jeder geht mit Druck anders um, legen wir es nicht auf die Goldwaage.

Schauspielerisch ist Liam Neesen eben Liam Neeson, das ist völlig OK und wenig überraschend. Die Kinder machen ihre Rolle ganz gut, alle anderen laufen eben mal kurz ins Bild und sind ebenso schnell wieder weg. Da darf man keine Highlights erwarten.

Sichtlich blass hingegen der Schurke, der in sehr klassischer „Blabla“ Manier am Ende noch 10 Minuten lang seine Motivation, seine Herangehensweise und seine Tricks bei der Umsetzung offenbart. Ach so war das gewesen… interessiert nur eben nicht.
Das nimmt den mäßig flottem Ende etwas mehr Tempo. Macht aber nichts, wir schauen ja nicht „Furious“.

In Summe ein Film, der sich für eine Sneak sehr schön sehen lässt. Stelle ich mir vor, hierfür den regulären Kartenpreis hinlegen zu müssen… nun gut, in dem Fall hat man aber seine guten Gründe, sich den Film anzuschauen.

5/10