Filme aus England nach dem Brexit importieren

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von hal9000b hal9000b vor 3 Wochen, 2 Tagen.

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  • #210802
    Profilbild von hal9000b
    hal9000b
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    @hal9000b

    Weiß jemand genauer, wie das jetzt nach dem Brexit funktioniert? Amazon Uk erhebt wie Amazon USA Import fees. Andere Händler nicht.
    Gilt das Freihandelsabkommen nicht auf Medien?
    Wie ist es insbesondere bei Büchern?
    Ich finde keine eindeutigen Angaben im Netz.
    Danke für die Infos.

    #213146
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    fkklol
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    @fkklol

    Anscheinend hat niemand diesen Post gesehen oder kann ihn dir nicht beantworten?

    Was ich dir sagen kann, ist, das du die Einfuhrumsatzsteuer (19%) bezahlen musst ab einem Warenwert von 22€.
    (Rechnerisch wohl bis 26€ möglich)
    Es wird kein Zoll erhoben.

    Wenn du dein bestelltes über einen Versanddienstleister bekommst, der sich darum kümmert, sprich er sich um Abwicklung, weil falsch oder unzureichende Zollpapiere dem Paket nicht aufliegen/kleben…dann kann es nochmal teurer werden, denn dann zahlst du die Zollabwicklungsgebühren von UPS/DHL etc.pp PLUS die Einfuhrumsatzsteuer. Und!!!! Und bimmbammbumm, dann wird die Steuer auf die Gesamtlieferkosten fällig.

    Sprich du bestellst was für 100€ inkl. VSK
    Wären laut @sascha74 ja dann 119€ inkl. Einfuhrumsatzsteuer.
    Richtig.
    Wenn jetzt aber z.B. UPS 10,50€ Zollabwicklungs-(oder wie auch immer die das nennen)gebühren nehmen.
    Dann zahlst du
    100€+10,50€+19% Steuer
    = 131,49€ also ca. 2€ Steuern mehr in diesem Rechenbeispiel.
    Was krass ist, aber so bei mir geschehen und das Internet sagt mir das dies Rechtens ist, da sich die Steuer auf die kompletten Abwicklungskosten der importierten Ware bezieht.

    (War oder ist aber schon immer so gewesen.)

    Aber was ich in diesem Zuge eigentlich mitteilen wollte, daher habe ich auch den Thread hier gefunden @hal9000b ;)

    Eureka Entertainment versendet ja auch aus der UK…und bei denen steht/stand jetzt 2 mal als Warenwert 10Pfund draußen dran.
    Obwohl die Blu-rays einmal 19,99 und einmal 21,99 Pfund kosteten.

    :thump_up: Netter Zug von Eureka.

    #213153
    Profilbild von hal9000b
    hal9000b
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    @hal9000b

    Herzlichen Dank für deine Informationen und Erfahrungen.
    Das ist nett von eureka. Überhaupt ein tolles Label.
    Dann weiß man eigentlich nur bei Amazon UK was wirklich nachher zu zahlen ist.
    Zavvi traue ich nicht so recht mir deren Aussage, dass sie sich um Zoll etc. kümmern.

    #213154
    Profilbild von The-Lion-King
    The-Lion-King
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    @the-lion-king

    Das was Eureka macht, macht MantaLab & Collectong zum Beispiel bereits die ganze Zeit,
    deswegen musste ich wegen deren Pakete auch noch nie zum Zoll, obwohl der Warenwert zwischen 50-150€ variierte :D

    Weiß nicht ob die das so weiter machen, aber im Endeffekt wäre es ja interessant wie es Shops wie CeDe & Zavvi
    dann machen, weil da bestelle ich wirklich gern, aber das könnte sich ab Mitte des Jahres dann ändern :(

    #213155
    Profilbild von fkklol
    fkklol
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    @fkklol

    Ja, die Japanshops machten das schon immer. ;) Das stimmt.

    Cede hat bisher immer den echten Preis dran geschrieben und Zavvi ja auch…

    :sad:

    #213157
    Profilbild von toykuehn
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    @toykuehn

    Ob das nun nett ist von Eureka, halte ich zumindest für diskussionswürdig. Letztendlich ist es schlicht und ergreifend Steuerhinterziehung! Und dieses Verhalten, das ja insbesondere die Händler aus dem asiatischen Raum perfektioniert haben, beschert uns jetzt den Wegfall des Freibetrags.

    Spannend wird die Frage, die @the-lion-king in den Raum geworfen hat. Was machen die Händler jetzt? Nach der neuen Kleinstbetragregelung müssten sie dann einen Warenwert von unter 5,20€ inkl. Versand angeben. Denke das würde rigoros rausgefischt und kann sich nicht durchsetzen. Jedes Mal zum Zoll rennen oder alternativ horrende Auslagenpauschalen berappen, ist bestimmt auch nicht im Interesse der Kunden. Ich wünsche mir eine transparente und ehrliche Abwicklung, bei der die fälligen Steuern im Vorfeld angezeigt und dann auch abgeführt werden. Diesen Nervenkitzel, ob ein falsch deklariertes Paket durchgeht oder welche Folgekosten anfallen, brauche ich wirklich nicht.

    Was ihr bedenken müsst, die asiatischen Händler verschaffen sich einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, wenn sie keine Steuern abführen. Wäre doch schön, wenn sich dann auch ein paar mehr europäische Premiumlabels etablieren könnten, weil sie trotz höherer Produktionskosten mithalten könnten. Und ein Händler wie Zavvi, dessen gesamtes Geschäftsmodell ausschließlich auf dem Firmensitz auf Guernsey und dem Freibetrag beruhte, muss eben umdenken. Vielleicht kosten die Steelbooks da ja dann bald nur noch 5,20€ ;)

    Alles etwas offtopic, daher nochmal kurz zur Ausgangsfrage. GB ist seit Beginn des Jahres ein Drittland und wird daher steuerrechtlich auch so behandelt. D.h. bei Beträgen über dem Freibetrag wird Einfuhrumsatzsteuer fällig. Ich hatte mir im Dezember bei EverythingBlu die Cornetto-Trilogie vervollständigt. Die Sachen kamen erst im Januar an und ich musste ca. 30€ extra berappen (Steuer+DHL). Zumindest die Steuer habe ich gerne bezahlt. Immerhin kann damit vielleicht irgendwann ein/e zusätzlicher ErzieherIn in einer Kita eingestellt werden.

    #213162
    Profilbild von hal9000b
    hal9000b
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    @hal9000b

    Das ist nun ein ganz anderes Thema.
    Natürlich habe ich mich immer gefreut, wenn etwas ohne Zoll aus Asien ankam. Sei es Film oder Figur. Aber irgendwo war es auch klar, dass das nicht lange gut gehen kann.
    Meine Frage zielte eher daraufhin, dass es anfangs hieß, dass ein Freihandelsabkommen mit dem UK evtl. auch für Medien hätte gelten können. Tut es ja nun leider nicht.
    Das Gefühl zu wenig Steuern zu zahlen habe ich aber nicht. Könnte ich ohne Steuern paar Filme und Bücher aus England importieren, würde ich immer noch viel an den Staat abgeben. So aber kaufe ich schlichtweg weniger.

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