Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2024)

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Dieses Thema enthält 167 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von The-Lion-King The-Lion-King vor 3 Stunden, 58 Minuten.

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    The Holdovers

    Ein verschrobener Geschichtslehrer an einer Vorbereitungsschule ist gezwungen,
    über die Feiertage mit einem Schüler, der keine Familienpläne hat, auf dem Campus zu bleiben.

    The Holdovers macht etwas mit dir. Er schafft es mit zunehmender Laufzeit sich ganz
    langsam in Richtung Herz zu bewegen & will fortan von dort auch nicht mehr verschwinden.

    Dieses sehr bewegende & emotionale Drama schafft es mit verdammt guten Darstellern zu überzeugen,
    dessen Story dich wahrlich einiges durchleben lässt & mit dem „alten“ Look vollends ins Schwarze trifft.

    Für mich bei dem ganzen Oscar Nominierungstrubel vielleicht sogar ein kleiner, aber sehr feiner Oscar-Geheimtipp.

    Gerade die Performance von Paul Giamatti sticht heraus. Wie er es schafft der Figur zum Ende hin immer mehr
    Leben einzuhauchen ist aller erste Klasse. Da’Vine Joy Randolph & Dominic Sessa mit seinem Debüt überzeugen ebenfalls.

    The Holdovers merkt man die Liebe zum Film & einer echten, ehrlichen & authentischen Story auf jedem Meter an.

    09/10 Überbleibsel

    #239700
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    TMNT – Mutant Mayhem

    Mochte den Zeichenstil nicht. Damit wird eine besonders positive Bewertung schon schwierig. Die Story reißt einen aber auch nicht vom Hocker. Ist quasi eine Origin Geschichte der Turtles und ihrer mutierten Gegner. Man hört paar gute Hip Hop Lieder. Das war’s dann aber auch. War ok für 1x gucken.

    6,5 / 10 dicke Aprils

    #239702
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    Aftersun

    In einem verblassten Resort genießt die 11-jährige Sophie die seltene gemeinsame Zeit mit ihrem
    liebevollen und idealistischen Vater Calum. 20 Jahre später werden Sophies zärtliche Erinnerungen
    an ihren letzten Urlaub zu einem eindringlichen und herzzerreißenden Porträt ihrer Beziehung.

    Ein Film, dessen Bedeutung, dich vielleicht auch erst im Nachhinein so richtig treffen & verändern wird.
    Aftersun besticht mit tollem Look, einer Debütperformance von Frankie Corio & einer außergewöhnlichen, aber traurigen Message.

    Wenn man sich ehrlich & aufrichtig mit dem Thema nach dem Film beschäftigt, entfaltet sich seine gesamte Wirkung noch mehr.
    Hier schweben viele Infos nebenher mit, die einem vielleicht entgangen sind, die das erneute Sehverhalten aber verändern könnten.

    08/10 Symptome

    #239720
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    Broker

    Broker erzählt mit viel Wahrhaftigkeit & Humor von einer ebenso ungewöhnlichen wie bezaubernden Familienkonstellation.

    Ein Film, der anfangs erst in die eine & am Ende dann doch in eine ganz andere Richtung geht.
    Manchmal etwas verschleiert, manchmal aber auch etwas offensichtlicher wird, aber nie die ernsthafte Thematik untergräbt.

    Man versucht die Motive aber nicht zu verstecken & mithilfe der guten Schauspieler funktioniert das auch.
    Je negativer die Spirale doch wird, desto mehr schafft es Broker dessen Menschlichkeit immer wieder unter Beweis zu stellen.

    Wer koreanische Filme mag, der macht mit Broker nichts verkehrt, denn im Gegensatz zu anderen Produktionen bleibt
    hier etwas hängen. Falls jemand noch etwas ähnliches mit der Thematik sucht, dem sei Shoplifters sehr ans Herz gelegt.

    7.5/10 Kinder

    #239726
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    Drive My Car (OmU)

    Ein berühmter Schauspieler und Regisseur muss lernen, mit einem großen persönlichen Verlust
    umzugehen, als er ein Angebot erhält, eine Produktion von Onkel Vanya in Hiroshima zu leiten.

    Drive My Car hat einen besonderen Flair, ein wunderbaren Look & tiefgehende Aussagekraft, die man erlebt haben muss.
    Nicht umsonst hat er wohl auch 2022 den Oscar (Best International Feature Film) abgeräumt.

    Der Film schafft es in 3h eine bis zum Ende anhaltende Spannung an einem Ziel enden zu lassen, das dich berührt.
    Wuchtig schlägt das Ende zu, aber es ist für den Zuschauer wie eine Art Befreiungsschlag nach etwas ganz Besonderem.

    Ich mache es immer recht ungern, aber an dieser Stelle würde ich gerne mal ein Beitrag zum Film zitieren:

    „Ein bestürzend schöner, emotionaler Film, der einen nicht wieder loslässt, und am Ende gibt es eine der wunderbarsten
    Umarmungen der Kinogeschichte.“
    – So endet Drive My Car & lässt dich mit einem guten Gefühl zurück, trotz sehr mitreißender Story.

    8.5/10 Autofahrten

    #239741
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    Holy Spider (OmU)

    Eine Journalistin taucht in die dunkle Schattenseite der heiligen Stadt Mashhad im Iran ein,
    als sie die Serienmorde an Prostituierten durch den so genannten „Spinnenmörder“ untersucht.

    Holy Spider ist harter Tobak, der dich erschüttert & sehr schockiert zurücklässt, aber das war damals & mit Sicherheit
    auch heute noch aktueller denn je. Ein kleiner, aber wahrer & authentischer Stand zu einer Thematik, die nie enden wird.

    Ali Abbasi hat hier Regie geführt, der u.a. auch an der The Last of Us Serie, Border & Shelley beteiligt war.
    Zar Amir Ebrahimi als Hauptdarstellerin macht einen guten Job & holt aus dem Drehbuch sehr viel heraus.

    Wenn du Holy Spider schaust, musst du dich darauf einlassen, ansonsten kann es sein, das die Flimmerkiste vorzeitig ausgeht.

    7.5/10 Taten

    #239745
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    Return to Seoul

    Eine Französin kehrt zum ersten Mal nach Korea zurück – dem Land, in dem sie geboren wurde, bevor sie
    von einem französischen Paar adoptiert wurde. Sie beschließt, ihre leiblichen Eltern ausfindig zu machen.

    Ähnlich wie bei Drive My Car zuletzt erlebt man hier mal wieder eine Reise voller Höhen & Tiefen.
    Man erlebt etliche Jahre einer Person wie sie damit zurecht kommen muss auf die Reaktion von Mutter & Vater zu warten.

    Währenddessen punktet dieses melodramatische Werk mit schöner Visualisierung, Seoul eingefangen in tollen Bildern
    untermalt mit einem zeitweise sehr stimmungsvollen Soundtrack & einer Hauptdarstellerin, die wirklich viel mitmachen muss.

    Die Entwicklung von ihr ist klasse inszeniert & dargestellt worden. Man fühlt, reist & erlebt viel aus ihren Erlebnissen.
    Je näher man dem Finale kommt desto mehr Wellen schlägt die Story ein – Hier wird die komplette Bandbreite ausgelebt !

    Return to Seoul bleibt im Gedächtnis als Reise, die dir alles abverlangt, wenn du dich nur darauf einlassen kannst.

    08/10 Tabus

    #239795
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    Star Trek – Strange New Worlds

    Das ist klassisches Star Trek. Sehr schön. Eine Crew, ihr Captain und die Weiten des Weltraums. Jede Folge ist in sich abgeschlossen und bringt uns ein oder mehrere Charaktere näher. Das ist nicht besonders kompliziert aber effektiv und angenehm zu gucken. Es gibt einen hauchdünnen roten Faden durch den Captain. Das ist aber nicht der Rede wert. Tricktechnisch und von der Ausstattung her oberstes Regal. Freue mich auf die zweite Staffel.

    8,5 / 10 Aliens

    #239816
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    Tulsa King

    Nach 25 Jahren wird ein Capo aus der Haft entlassen. Er ist 75 Jahre alt und topfit. Zum Dank, dass er nicht geplaudert hat, wird er mech Tulsa geschickt. Dort macht er das einzige das er kann: Mafiosidinge. Nebenbei muss er sich noch mit Dingen auseinandersetzen wie Zuckerersatzstoffe.
    Die Serie ist ein Vehikel für Stallone. Er ist perfekt in der Rolle. Auch wenn die Story unglaubliche Lücken hat und totaler Schwachsinn ist, macht es Spaß sie zu gucken.

    7,5 / 10 Väter

    #239981
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    Das Erwachen der Jägerin

    Helena ist die Tochter des berüchtigten „Marsh-King“, der einst ihre Mutter in die Wildnis entführte und dort die gemeinsame Tochter naturnah aufzog.
    Heute lebt sie unter falschem Namen mit ihrem Mann und Tochter abgelegen einer gemütlichen Ortschaft. Vorsicht ist geboten, denn der Vater gelobte einst vor der Verhaftung, wieder für sie da sein zu wollen.
    Als ihm nun die Flucht beginnt, muss sich Helena ihrer Vergangenheit stellen um ihre Familie zu schützen.

    In den wöchtenlichen Trailern der Sneak hatte man das Gefühl, hier könne „die Wutz“ rennen. Irrer jagt liebenswerte Familie – oh je, hoffentlich geht alles gut.
    Der Film entpuppt sich dann jedoch als grundlegend anders.

    Hier liegt nun ein Film vor, den ich beim Sehen eigentlich mögen wollte. Trotz „Star Wars“ habe ich keine grundsätzliche Aversion gegenüber Daisy Ridley und freute mich, sie nun womöglich bodenständig und ohne Superkräfte anzuschauen.
    Leider aber trifft der Film einige unglückliche Entscheidung in Punkto Rückblenden, Spannungsaufbau, Charaktertiefe und Zuschauerbindung.
    Einige Bereiche des Films für sich hätten gut gelingen können – etwa das Einleben in die moderne Zivilisation, die das Waldkind erleben musste. Der Spagat zwischen Naturverbundenheit und leben in der Moderne hätte ohne klimatischen Zeigefinger (der hier glücklicherweise nicht erhoben wird!) schöne Momente bereit halten können.
    Oder man macht es so, wie es der Trailer suggerieren möchte: Irrer will sich seine Tochter schnappen, die nun ihrerseits ihre Familie zu beschützen versucht.

    Beides ineinander zu vermengen ist schwierig, und das vorweggenommene Fazit: Es gelingt nicht.
    Mit 110 Minuten ist der Film gar nicht mal so lang, aber er fühlt sich deutlich länger an. In einigen Momenten genieße ich die Zeit, die man sich nimmt. Leider werden die Elemente, die hier ausgebreiet werden, beliebig wiederholt. Das Besondere des Moments geht dadurch verloren und man ertappt sich beim milden Gähnen.

    Schauspielerisch weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Mendelsohn als Vater und Ridley als Tochter kann man grundsätzlich das Talent nicht absprechen. Fraglich ist, ob die Vorlage denn überhaupt mehr zulassen konnte.
    Die Motivation lässt sich im Grunde nicht ergründen (OK, ist häufig so, wenn Verrückte Straftäter ihre Welt erklären), die notwendige Bindung an den Zuschauer mit (individueller) Plausibilität der Tat hätte gut getan.
    Dazu – und wen wundert es überhaupt noch? – sind die Dialoge teils zum Auflachen.
    Dazu lässt das Drehbuch Helena einige sehr dummdämmliche Dinge machen, bei der ich mich fragte, ob sie die Gefahr nicht doch hervorbeschwören möchte.
    Angeblich nicht, also muss man diese Handlungsebene schlicht als dumm benennen.

    Grundsätzlich ist das Gerüst der Geschichte nicht zwingend auf Logik aufgebaut, aber man könnte es ja verzeihen, wenn dieser Umstand Spannung erzeugen könnte. Tut er leider auch nicht.
    Der Showdown wird auch merkwürdig zerstückelt und in die Länge gezogen – 100 Rückblenden inklusive.

    Man, echt schade.
    Hätte man sich vorher Gedanken darüber gemacht, was man denn zeigen wolle…
    20 Minuten mehr Laufzeit, und er würde sich prima in den Katalog der aufgeblasenen und nichtssagenden Filmchen auf Netflix einreihen.
    Für das Kino schlicht zu dürftig, im Rahmen der Sneak allerdings noch wohlwollend zur Kenntnis genommen.

    4/10

    #239983
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    Manchmal bereitet die Sneak aber auch unverhofft tolle Filme laufen. So auch hier:

    A great place to call home

    Milton, ein kauziger Rentner in einer idyllischen Kleinstadt, lebt ein ruhiges Leben. Zu seinem Alltag gehört die wöchentliche Teilnahme an der Bürgerversammlung, wo er z.B. hartnäckig vorschlägt, den Stadtslogan zu ändern.
    Wie es nun mal so ist: Lasst ihn doch reden, der steht nächstes Mal eh wieder hier.
    Seine Tochter indes macht sich große Sorgen, denn plötzlich findet sie Konservendosen im Bad und die Zeitung im Gefrierschrank. Oh oh….

    Eines Nachts wird Milton aus dem Schlaf gerissen, als ein UFO in seinem Blumenbeet notlandet.
    Kann doch nicht sein. Jedoch mehr als das Raumschiff, ärgert sich Milton über das zerstörte Blumenbeet.
    In der ersten Aufregung verschafft er sich im Supermarkt und der Bürgerversammlung Gehör, doch außer den beiden alternden Damen Sandy und Joyce mag (wie so oft) niemand zuhören.

    Ganz am Rande habe ich von dem Film mitbekommen, allerdings mehr hinsichtlich dessen, dass Ben Kingsley mal wieder mit einer Hauptrolle ins Kino kommt. Der Herr, der in so vielen Klassikern der Filmgeschichte aufschlägt, aber andererseits auch so viel (sorry) Grütze veranstaltet hat.
    Was also kann man hiervon halten?
    Zunächst: Wenn ich bei „Erwachen der Jägerin“ fehlende Logik kritisiere, muss ich vorausschicken, dass Logik hier kein Faktor ist!
    Wie kann es also doch gelingen, hier einen bemerkenswerten Film zu landen? Indem die Charaktäre schrullig aber wertschätzend geschrieben (und gespielt) werden. Weil die Botschaft eine grundlegend Gute und Schöne ist und weil der Film tatsächlich aufzuzeigen weiß, dass die Dinge irgendwann mal sind, wie sie nunmal sind.
    Dazwischen gibt es viele humorvolle Einlagen, ohne dabei jemanden bloß zu stellen. Das kindlich anmutende Alien ist Anker von einigen wort- und situationswitzigen Momenten, der die Handlung aber auch zugegeben nicht sehr weit voranschreiten lässt.

    Gelingt es, in dieses Szenario einzutauchen, berührt der Film auf einigen Ebenen.
    Man schmunzelt über Miltons Umgang mit der Situation und bei der Suche nach Treibstoff für das Raumschiff, leidet aber auch mit ihm, als ihm bewusst wird, dass sich die Dinge für ihn sehr ändern werden.
    Das Bild einer jungen Generation, die die älteren Menschen nicht ernst nimmt, ist ja grundsätzlich kein neues Thema für das Kino. Und doch schwingt diese Botschaft augenzwinkernd mit, ohne die Geschichte zu überfrachten oder per Plothammer ins Zentrum zu prügeln.

    Die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern passt, einige Dialoge laden herzlich zum Schmunzeln ein. Ob das UFO vielleicht doch noch jemanden auffallen wird?… Nun ja, etwas Platz für Kritik gibt es ja immer ;)

    Und doch: eine wundervolle Sneak-Geschichte. Bei Veröffentlichung auf einer von mir gebuchten Streaming Plattform ist ein Wiedersehen garantiert.

    7/10

    #240187
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    All of Us Strangers (OmU)

    Ein Drehbuchautor, der nach einer Begegnung mit seinem Nachbarn in das Haus seiner Kindheit zurückversetzt wird,
    wo er feststellt, dass seine längst verstorbenen Eltern noch leben und genauso alt aussehen wie er.

    All of Us Strangers kann dir sehr nahe gehen, wenn du es nur zulässt.
    Er bietet viel Interpretationsspielraum & das ist gut so, denn jeder Zuschauer wird den Film etwas anderes erleben.

    Für mich war es eine Achterbahnfahrt aus Vergangenheit & Zukunft verknüpft mit den Erlebnissen von Andrew Scott & Paul Mescal.

    Der Film besticht mit seinem wunderbaren Look, den hervorragenden Schauspielern, dem brillanten Soundtrack & vor
    allem einer Story, die dich nie los lässt. Immer wieder sollst du als Zuschauer Rückschlüsse & Erlebnisse analysieren.

    All of Us Strangers ist fernab vom Mainstream einfach ein bewegender, kleiner & sehr außergewöhnlicher Film, der für sich steht.
    Das er bei den kommenden Oscars übergangen worden ist, halte ich persönlich für eine absolut bodenlose Frechheit.

    09/10 Emotionen

    #240231
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    Sonne und Beton

    Es handelt sich dabei um die Verfilmung des autobiografisch inspirierten gleichnamigen Bestsellers von Felix Lobrecht.
    Darin brechen vier Klassenkameraden in ihre Schule in Berlin-Gropiusstadt ein, in der Hoffnung, so ihre Geldprobleme zu lösen.

    Sonne und Beton ist eine der wenigen deutschen Produktionen, denen man Tatsache etwas abgewinnen kann.
    Durch den Einsatz von unbekannteren Darstellern schafft man eine gute authentische & nachvollziehbare Erzählung.

    Felix Lobrecht ist 35 Jahre & ist genau in meinem Alter. Vielleicht kann ich deswegen auch vieles Gezeigte
    umso besser verstehen, weil ich diese Jahre im Grunde nicht viel anders erlebt habe. Rückblickend betrachtet
    war es dennoch eine schöne Zeit, aber auch keine leichte, denn damals war es einfach eine ganz andere Zeit.

    Der Film übertreibt es vielleicht an einigen Stellen mit dem Alkoholismus, der Gewalt & der vulgären Sprache.
    Ich würde das aber mal als künstlerische Freiheit interpretieren, denn am Ende zählt der überzeugende Eindruck.

    Neben Systemsprenger, Toni Erdmann, Das Lehrerzimmer & Im Westen nichts Neues eine der besten dt. Produktionen der letzten Jahre.

    „Es ist nicht meine Geschichte im Sinne von: Das ist meine Lebensgeschichte. Viele Sachen, die im Buch vorkommen
    und nun auch im Film passieren, habe ich eins zu eins selbst erlebt. Genauso viele Sachen sind aber auch frei erfunden.
    Ich habe immer offengelassen, was wahr ist und was nicht. Dabei belasse ich es auch.“ – Felix Lobrecht

    7.5/10 Stadtteile

    #240233
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    @the-lion-king

    Interessant zu lesen.
    Was viele nicht wissen (können), es sind alles Newbies vor der Kamera. Keiner der Jungs hatte vorher schon Erfahrung mit Film. Ich durfte quasi vor genau einem Jahr die Vorab Premiere für das Cineplex Münster samt Darstellern und Regisseur begleiten und hatte da hier schon ein bisschen von berichtet. 😊
    Die größte Überraschung war eigentlich wie klein Felix Lobrecht in Natura ist als wir uns getroffen haben und dass Rafael in der Rolle des Gino tatsächlich aus Münster kommt.

    Irgendwie verweist der Link nicht auf die richtige Seite. Review von mir aus dem letzten Jahr findet ihr auf Seite 7. 🌞

    Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2023)

    #240240
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    Talk to Me

    In einer Kleinstadt ist die mysteriöse Skulptur einer Hand im Umlauf. Mit ihr beschwören ganze Freundesgruppen Tote aus dem Jenseits. Schließlich werden auch die besten Freundinnen Mia & Jade neugierig: Die beiden beschließen, selbst an einer Séance teilzunehmen.

    Man nehme 2 YouTuber, ein spannendes Konzept, gepaart mit knackiger Laufzeit & durchaus coolen Effekten.
    Das ist Talk to Me, der dem Horrorgenre mal wieder etwas Leben einhaucht & nach den katastrophalen Filmen der letzten Zeit gut tut.

    Ob Night Swim, The Exorcist: Believer oder Insidious: The Red Door. Allesamt vollkommen uninspiriert & langweilig.

    Talk to Me zeigt wie man mit einem cleveren Drehbuch & paar gut eingesetzten Schockmomenten dann doch viel raus holen kann.
    Sophie Wilde als Hauptdarstellerin zeigt eine richtig starke Performance. Ich denke von ihr werden wir in Zukunft mehr sehen.

    Den hätte ich letztes Jahr wirklich gerne im Kino gesehen, aber zeitlich ist es einfach nicht immer möglich.

    Um deutlich zu machen, wann die Jugendlichen im Film während der Séancen von einem Geist besessen sind, wurden ihre
    Texte im Nachhinein von anderen Sprechern nachgesprochen. Bei den Wechseln zwischen Normal- und Geisterstimmen
    wurden diese im Moment des Übergangs übereinandergelegt und durch Veränderungen der Tonhöhe ineinandergemischt.

    08/10 Hände

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