Nosferatu – Der Untote (Prime)
Der Zusatz im Titel zeigt auf, dass es sich hier um die Neuverfilmung von Eggers handelt. Eggers, zusammen mit Lanthimos, ist sicher einer meiner liebsten Regisseure der aktuellen Generation. Bei ihnen habe ich immer das Gefühl, dass sie genau den Film drehen, den sie sehen wollen und sich von niemandem reinreden lassen. Bei Eggers weiß ich auch, dass es famose Bilder zu sehen geben wird. Und das ich tatsächlich der Fall. Insbesondere zu Beginn könnte man sich einige Einstellungen einrahmen lassen.
Die Geschichte hält sich stark an Murnaus Meisterwerk. Natürlich wird mehr der Käfig in den Vordergrund gestellt in dem die Frauen zu dem Zeitpunkt lebten. Aber das war noch ok. Hysterie lässt grüßen. Was der Erstling dem Film aber sicher immer noch voraus hat, ist der Hauptdarsteller. An einen Max Schreck kommt Skarsgard nicht heran. Dafür war McBurney grandios. Was anfangs störend war, war die Synchronisation. Wieso muss man, wenn der Film in Deutschland spielt, im Dialog das „Herr“ mit „Sir“ sprechen. Fauxpas. Ansonsten top. Leider, leider habe ich das Steelbook verpasst. Das ärgert mich sehr.
Noch was zum Schluss: die Hauptdarstellerin ist die Tochter von Johnny Depp und Vanessa Paradies. Wo ist bitte die Zeit geblieben?
9 / 10 Schatten