Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2026)

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Dieses Thema enthält 292 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von Shane54 Shane54 vor 1 Tag, 22 Stunden.

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    Nosferatu – Der Untote (Prime)

    Der Zusatz im Titel zeigt auf, dass es sich hier um die Neuverfilmung von Eggers handelt. Eggers, zusammen mit Lanthimos, ist sicher einer meiner liebsten Regisseure der aktuellen Generation. Bei ihnen habe ich immer das Gefühl, dass sie genau den Film drehen, den sie sehen wollen und sich von niemandem reinreden lassen. Bei Eggers weiß ich auch, dass es famose Bilder zu sehen geben wird. Und das ich tatsächlich der Fall. Insbesondere zu Beginn könnte man sich einige Einstellungen einrahmen lassen.
    Die Geschichte hält sich stark an Murnaus Meisterwerk. Natürlich wird mehr der Käfig in den Vordergrund gestellt in dem die Frauen zu dem Zeitpunkt lebten. Aber das war noch ok. Hysterie lässt grüßen. Was der Erstling dem Film aber sicher immer noch voraus hat, ist der Hauptdarsteller. An einen Max Schreck kommt Skarsgard nicht heran. Dafür war McBurney grandios. Was anfangs störend war, war die Synchronisation. Wieso muss man, wenn der Film in Deutschland spielt, im Dialog das „Herr“ mit „Sir“ sprechen. Fauxpas. Ansonsten top. Leider, leider habe ich das Steelbook verpasst. Das ärgert mich sehr.
    Noch was zum Schluss: die Hauptdarstellerin ist die Tochter von Johnny Depp und Vanessa Paradies. Wo ist bitte die Zeit geblieben?

    9 / 10 Schatten

    #262447
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    Wicked (Prime)

    Um den Film zu mögen müssen einige Dinge passen:
    – man sollte Musicals mögen
    – man sollte der „Zauberer von Oz“ mögen
    – man sollte das prequel gesehen haben
    – man sollte offen dafür sein, dass böse Hexen früher mal gut waren und durch die Gesellschaft dazu gemacht werden, was sie sind.
    Bis auf den letzten Punkt gehe ich mit allem mit.
    Und so bekommt man ein farbenprächtiges, grandios ausgestattetes Musical mit einigen überraschend zu Herz gehenden Szenen. Wirklich alles überraschend gut.
    Und die zum Ende hin Fahrt aufnehmende Verwandlung zur ikonischen Hexe aus „Der Zauberer von Oz“ ist sehr schön in Szene gesetzt worden. Klasse.

    8 / 10 Kuckuckskinder

    #262449
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    One night only [Sneak Preview]

    Die USA in naher Zukunft: Außerehelicher Sex ist verboten. Damit es mit der Kontrolle dieser Verordnung auch klappt, bekommt jeder Mensch einen Biosensor eingesetzt, der die Behörden sofort darauf hinweißt, wenn sich mindestens ein Single dem Verkehr nähert. Geschieht das dann auch noch ohne Verhütung… uiuiui!
    Warum, weshalb, wird zwar erklärt, als sich chinesische Medien über diese Form der Überwachung informieren (einer der wenigen gelungenen Gags), ich war aber irgendwie abgelenkt.

    Um den Verzicht des Sex nicht in andere Kanäle leiten zu müssen, wird es einmal im Jahr erlaubt, dass sich Singles näher kennenlernen dürfen.
    Die Vorfreude ist groß, Kondome und Gleitgel werden auf dem Markt bei mindestens 50 Dollar gehandelt, man macht sich mehr oder weniger schick – aber mal ehrlich: In dieser Nacht kommt jeder ans Ziel.

    Jeder?
    Vor besagter Nacht führt Owen seine Verlobte fein aus (Sushi), was sie wenig begeistert. Prompt teilt sie ihm auch mit, dass sie den jährlichen Verkehr nicht mit ihm, sondern mit dem Nachbarn ausüben möchte.
    Seiner rosigen Aussichten beraubt, taumelt Owen nun schwermütig durch die Straßen der Stadt – wo kann er denn nun Druck ablassen?
    Dabei trifft er auf Allie, deren Freundin rasch ihren Prinzen gefunden hat und sie nun allein gelassen in der übervollen Bar stehen bleibt. Offerten hat sie genug, aber sie sucht den richtigen Mann. Sex soll kein Akt sein, es soll eine Verbindung zum gewählten Mann herstellen, intensivieren….
    Immer wieder treffen die beiden aufeinander, stets nach skurril gescheiterten Stelldicheins.
    Das ist mal zum Schmunzeln, mal nicht.
    Die richtig guten Gags erscheinen im Hintergrund: Das Plakat von Go´s und No-Go´s eines Singles im Polizeirevier ist sehr gelungen.

    Man hört oft, dass Monica Barbaro und Callum Turner eine wahnsinnig tolle Chemie verbinde, die den Film besonders liebenswert mache. Fühle ich so nicht. Einzig Barbaro weiß ihre Figur glaubhaft zu spielen – Turner will der unscheinbare, naive und Herz über Sex Typ sein, gleichzeitig aber auch der Supersexy Macker, dem alle Frauen sehnsüchtig hinterherlechzen.

    „One night only“ ist trotz seiner Thematik äußerst zahm. Zwar fallen in einigen Szenen links und rechts im Bild einige Figuren in Wollust übereinander her, verharren dabei aber zu oft in der klassischen Umarmung-Knutsch-Pose. Den Witz will man daraus generieren, wo die Menschen nun plötzlich miteinander zu tun haben. Und (hihihi) auch alte Menschen möchten es machen (hihihi).
    Trotz aller erzählter Freizügigkeit ist der Film äußerst prüde. Nicht, dass ich enttäuscht darüber bin, zu wenig gesehen zu haben – die Figuren wirken hierdurch nicht mehr ogranisch und das Blabla drumherum ist dann eben nur Gerede.
    Das Ende treibt meine Feststellung dann auch in seinen Höhepunkt. Kann man machen.

    Letztlich wird man den Gedanken nicht los, hier ein Prequel zu „The Purge“ gesehen zu haben. Wie sonst will man die ewige Abstinenz kanalisieren können ;)

    „One night only“ ist einerseits leichtfüßig, oberflächlich und in Momenten humorvoll. Die eigentliche Absurdität der Prämisse hätte man aber besser beim Aufzeigen des Alltags von Singles zeigen können. Hierauf hat man vollständig verzichtet.
    Die Message bleibt auch so klar: Sex braucht kein Mensch.

    5,5/10

    #262456
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    Hellcat 2025 (Shudder)
    Der Trailer hatte mich gelockt … sehe gerne so kleine Kammerspiele.
    Frau wacht in einem Wohnwagen auf, der auf der Straße unterwegs ist. Der Fahrer informiert sie, dass sie sich infiziert hat und sie auf dem Weg ins Krankenhaus sind. Was folgt, ist eine one woman Show, die mich gut unterhalten hat.
    Ist jetzt kein Highlight zur Primetime, sondern eher was für einen Nachmittag, wenn man Bock auf so einen Film hat.
    Mehr kann man nicht erzählen, da es sonst den ganzen Film verdirbt. Also, ist es auch kein Film, den man mehrmals anschaut …
    5,5/10 nettes Kammerspiel, das für mich funktioniert hat

    #262490
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    Eddington (Sky/WOW)

    Im Mai 2020 entzündet eine Konfrontation zwischen einem Kleinstadt-Sheriff und einem Bürgermeister
    ein Pulverfass, als in Eddington, New Mexico, ein Nachbar gegen einen Nachbarn ausgespielt wird.

    Entweder du kannst mit den Filmen von Regisseur Ari Aster (Beau Is Afraid, Midsommar & Hereditary)
    etwas anfangen oder eben nicht. Unter diesem Motto steht & fällt auch Eddington.

    „Eddington ist wie ein Feuerwerk, das in einer Tankstelle explodiert“.

    Ein komplett verrücktes & schön inszeniertes Westerndrama trifft hier auf die Black Lives Matter Bewegung VS. Corona.
    Der Film ist mit Sicherheit an einigen Stellen etwas zu lang, aber das Ende scheppert dafür umso mehr.

    Unverhofft fügen sich da alle Elemente zusammen und enden mit einer Einstellung, die im Gedächtnis bleibt.

    Allein die Szene mit Joaquin Phoenix zum Ende hin, als er sich selbst verteidigt. Das sind die Shots
    & Einstellungen, in die man sich verliebt, gepaart mit dem tiefen Atmen vom Sheriff eine pure Symbiose.

    Joaquin Phoenix sticht auf jeden Fall im Cast deutlich hervor. Ich seh ihn einfach wahnsinnig gerne.
    Der Mann ist Vielseitigkeit in einer Person. Wo sein Name drauf steht, da kommt man einfach nicht dran vorbei.

    Ob es Pedro Pascal unbedingt gebraucht hat, eigentlich nicht. Seine Leistung wirkt zeitweise zu sehr austauschbar.
    Da haben die Nebendarsteller Deirdre O’Connell, Emma Stone, Micheal Ward, Austin Butler & Luke Grimes mehr Eindruck gemacht.

    Gerade durch das hervorragende Finale mit ordentlich Wumms bleibt Eddington in Erinnerung & lässt so die vorangegangenen,
    vielleicht etwas zäheren Minuten, in Vergessenheit geraten inkl. der obgligatorischen Aster WTF-Momente :D

    7.5/10 Schusswechsel

    #262521
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    The Odyssey (Asylum)
    86 Minuten Trash-Gold … von Marcel Walz (lmao)
    Kaum einen Schauspieler in dem Werk entdeckt und alles ist voll von AI Slop. Irgendwo zwischen einem peinlichen Videospiel und einer Troma Produktion … wäre dieses Machwerk schon durchaus für einen Trinkspielabend geeignet.
    Wobei es dann vermutlich zu einem heftigen Kater führen könnte. Für Freunde des sehr schlechten Geschmacks, definitiv einen Blick wert. Ich habe sehr gelacht …
    3/10 herrlich erfrischend nach all den Kontroversen um Nolan und die gute Ellen Page sowie Helena of Detroit

    #262527
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    Mutiny

    Ihr kennt das: Manchmal ist der Kopf voll mit Dingen, die beschäftigen etc. Dann sitzt du in der Kinolounge und hoffst, dass nichts kommt, dass zum Nachdenken anregt.
    Zu Hause bin ich für „Kopf-aus-Filme“ offener als im Kino… aber manchmal ist es eben so.

    Cole Reed ist ehemaliger….
    Ach, tut ja auch nichts zur Sache. Jason Statham ist so ein Statham Typ, der Statham Sachen machen muss.
    Dieses Mal auf einem Containerschiff, 20 Schurken und einer Blondine, die tough ist und dann auch gehauen werden darf.

    Die 90 Minuten gehen im guten Tempo vorbei, es gibt Haue, Knallereien und eine Story, die keinen Bierdeckel ausfüllt.
    Also alle Wünsche erfüllt!

    Das Schauspiel des Hauptcast ist solide. Statham als Statham passt, der weibliche Sidekick ist auch gut aufgehoben. Beim Oberschurken fängt es schon an, nachzulassen. Alle anderen, die mal irgendwie ins Bild huschen, scheinen Verwandtschaft im Geschäft zu haben und so an die Rollge gekommen zu sein.
    Ganz ganz übel ist Chaneil Kular: Ich glaubte zuerst, er sei der Sohn eines Sponsors, der eben mal „zeigen“ möchte, was er so vor der Kamera „kann“ (Nichts! Nichts!!). Tatsächlich aber wird er als britischer Schauspieler gelistet, der auch schon Film- und Serienerfahrung aufweißt. Huihuihui….

    Kurz: Wer Statham will, bekommt hier Statham. Wer es mag, wird sich freuen.
    4/10

    #262541
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    Pinocchio Unstrung
    Was für eine Wohltat – so charmant und angenehm … man fühlt sich irgendwie zu Hause und das mag daran liegen, das es sich richtig nach Ende 80er / Anfang 90er anfühlt. Die Schauspieler, allen voran Richard Brake, machen alle einen tollen Job und sogar die Puppe wächst einem richtig ans Herz. Film hat auch richtig gutes Tempo … Story passt … es ist evtl. etwas zu brutal, aber sonst fällt mir eigentlich nichts negatives mehr ein.
    Habe ich schon erwähnt, dass es einen bösen Jiminy Cricket gibt und der wird von Robert Englund gesprochen?
    Eine Bitte noch: schaut Euch besser nicht den Trailer an und den Film unbedingt auf Englisch!
    7,5 / 10 hat richtig gut getan und am Ende kommt das Making Off gleich zum Abspann. So cool!

    #262545
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    The Dog Stars (Kino)

    In einer post-apokalyptischen Welt löscht ein Virus die Menschheit aus. Die Überlebenden sehen sich umherstreifenden Aasfressern,
    den Reapern, gegenüber. Der Protagonist Hig, ein Pilot, hat die Grippe überlebt, aber seine Frau verloren.

    Dieser Film ist der beste Beweis, das Kritiken manchmal auch überzogen sind & die Erwartungshaltung und der Tag auch eine Rolle spielen.

    Wer Filme in einem postapokalyptischen Szenario mag, mit tollen Schauspielern, einem klasse Soundtrack,
    schön inszenierten Bildern & auch ein paar Überraschungsmomente akzeptieren kann, der ist hier bestens aufgehoben.

    Für mich persönlich ist The Dog Stars neben The Last Duel der beste Ridley Scott Film der letzten Jahre.
    Gladiator II war eher mäh, Napoleon pompös, aber zu lang & House of Gucci vielleicht einfach zu überzeichnet & nischig.

    In The Dog Stars ist die Kamera von Ridley Scott mal wieder sein typisches Markenzeichen.
    Wie er es beschrieb, liefen immer 7-11 Kameras gleichzeitig, aber immer aus verschiedenen Positionen & Winkeln.
    Das mag wenig innovativ klingen, aber gerade die wunderschönen Bilder & (Kamera)einstellungen sind das große Plus.

    Hinzu kommt ein sehr starker Cast. Ich bin nicht der größte Jacob Elordi Fan, aber hier trägt er die Hauptrolle locker
    auf seinen Schultern. Margaret Qualley, Guy Pearce, Josh Brolin & Allison Janney stehen dem ebenfalls in nichts nach.

    Viel hat man gelesen, der Film traut sich nichts, erzählt nichts neues & wirkt beliebig. Das kann man so sehen.
    Für mich waren das eher die Stärken. Manchmal reicht das aus & man ist trotzdem happy mit dem Kinogang.

    Filme wie The Invite, The End of Oak Street & The Dog Stars verdienen viel mehr Aufmerksamkeit & deutlich bessere Einspielergebnisse.

    08/10 Schüsse

    #262558
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    Silo – Staffel 3 (Apple TV+)

    In einer kaputten, toxischen Zukunft lebt ein Volk in einem riesigen unterirdischen Silo, das hunderte Stockwerke unter dem
    Boden liegt. Die Männer und Frauen leben in einer von Regeln bestimmten Gemeinschaft, von der sie glauben, sie beschütze sie.

    Diese 3. Staffel setzt nochmal neue Maßstäbe & vor allem die letzten beiden Folgen sind grandios inszeniert.
    Gerade durch die Verbindung der neuen Zeitebenen macht alles so viel mehr Sinn für das gesamte Konstrukt.

    In Staffel 2 begann man eine neue Perspektive mit einzuführen, welche in Staffel 3 die perfekte Symbiose bildet.
    So viel mehr Worldbuilding, viel mehr Hintergründe zu den Silos und der Vision hinter diesem ungaublichen Projekt.

    Silo ist eine Wohltat für dystopische Sci-Fi, die optisch & auch atmosphärisch die Konkurrenz zu Staub verfallen lässt.
    Das in Serienform war die beste & mutigste Entscheidung, die man hätte treffen können.

    Hinzu kommt ein hervorragender Cast. Vor allem angeführt von Rebecca Ferguson, die die Serie auf ihren Schultern trägt,
    aber auch Shane McRae, Remmie Milner, Tim Robbins, Common, Ashley Zukerman & Jessica Henwick prägen durch ihre Charaktere Silo.

    Silo läuft unverdient unter dem Radar & verdient eigentlich so so so viel mehr Aufmerksamkeit. Wer Sci-Fi liebt, der kommt
    an Silo nicht vorbei. Abermals zeigt Apple hier, was alles mögich ist mit einer frischen Vision und einer top Buchvorlage.

    „Es wirkt nicht wie eine Kulisse, sondern ein Ort, den man selbst besuchen könnte. Dadurch hebe sich die dargestellte Dystopie so angenehm von anderen Untergangserzählungen ab, sodass sie das Leben nach der Apokalypse in seiner ganzen Banalität zeigt.“

    09/10 Rohre

    #262560
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    The Gentlemen – Staffel 2 (Netflix)

    Er folgt Eddie Horniman, der zum neuen Herzog von Halstead ernannt wird, nur um festzustellen,
    dass es auf der größten Grasfarm Europas liegt, die dem legendären Mickey Pearson gehört.

    Guy Ritchie at it’s best. Nachdem seine Filme nach Cash Truck eher nicht mehr so zündeten, ist er hier mit
    The Gentlemen wieder damit zurück, was ihn groß gemacht hat & in dem Genre, in dem er sich am wohlsten fühlst.

    Staffel 2 knüpft an die fantastische 1. Staffel an, die als Überraschungserfolg 2024 einschlug.
    Geprägt vom Film The Gentlemen bekommt man hier in die Serie aber noch so viel mehr geboten.

    Ein adliger Duke im Gangstergewandt gepaart mit viel Luxus, unmoralischen Angeboten & brutalen Auftraggebern.
    Allein die fette Ausstattung, der treffsichere Look & die Handschrift von Guy Ritchie scheppern wieder mächtig gewaltig Ingo :D

    Theo James & Kaya Scodelario sind das tragende Duo, die hier auch in Staffel 2 locker über die volle Laufzeit brillieren.
    In Sachen knallharter Action, brutalen Umgangsformen & absoluter Gnadenlosigkeit lebt man sich hier vollends aus.

    Da spritzt Blut, gibt es ordentliche Tritte & Schläge und sehr spannende Unterhaltungen auf königlichem Niveau.
    Die Serie schafft den Spagat, die Spannung dauerhaft hoch zu halten, ohne seine Coolness & sein Style zu verlieren.

    Jeder Bösewicht hat etwas Besonderes an sich. Vor allem Ray Winstone & Giancarlo Esposito sind mal wieder ein Sahnestück.
    Wer den Film mochte und die Serie bisher nicht kannte, der sollte spätestens jetzt mit der Serie beginnen.

    09/10 Anwesen

    #262569
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    The History of Sound (Prime)

    Zwei junge Männer machten sich während des Ersten Weltkriegs auf, das Leben,
    die Stimmen und die Musik ihrer amerikanischen Landsleute aufzuzeichnen.

    Ein Film, der sich heimlich, still & leise in dein Herz bohrt, und aufgrund seiner Ästhetik & dem Sound verbleibt.

    Regisseur Oliver Hermanus findet ähnlich wie in Living zuvor eine wunderbar authentische Art & Weise
    den Film sich entfalten zu lassen, und schafft mit The History of Sound ein tiefergreifendes Drama, das Spuren hinterlässt.

    The History of Sound lebt von seiner wunderschönen Ästhetik, den wundervollen Liedern, seiner Dramaturgie, der historischen
    Melancholie & von zwei fantastischen Hauptdarstellern – Paul Mescal & Josh O’Connor, die jeden Film besser machen können.

    Wer All of Us Strangers, Hamnet oder Sentimental Value sehr mochte, der findet hier vielleicht einen würdigen Vertreter.

    08/10 Songs

    #262571
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    Spider-Noir Staffel 1 (Prime)

    Schon vor paar Wochen geguckt und vergessen ins Forum zu schreiben. Das sagt schon viel aus.
    Worum geht’s? Spin-off mit dem Noir Spider-man aus dem Zeichentrickfilm. Also wieder eine andere Dimension.
    Wer spielt mit? Nicolas Cage. Alle anderen sind Randfiguren und nicht der Rede wert.
    Geschichte? Langweilig.
    Qualität? Niedriger als die Produktionskosten eigentlich erlaubt hätten.
    Das gimmick die Serie in Farbe oder Schwarz-Weiß gucken zu können ist interessant, nutzte ich im Verlauf aber nicht mehr.
    Was bleibt, ist eine interessante Idee, die lieblos und ohne Esprit umgesetzt wurde. Aber da sie wohl ganz gut aufgenommen wurde, sollte jeder Interessierte mal reinschauen.

    5,5 / 10 eklige Origins

    #262573
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    Der Super Mario Galaxy Film (Prime)

    Mario gerät in ein kosmisches Abenteuer, als Bowser die Macht der Sterne nutzt, um Prinzessin Peach zu entführen und seine Herrschaft über das Universum auszudehnen. Mit Unterstützung von Rosalina, der Hüterin der Galaxien, reist Mario durch verschiedene Sternensysteme.

    Leider kein Vergleich zum sehr gelungenen & durchaus sehr unterhaltsamen 1. Teil – Der Super Mario Bros. Film.
    Der 2. Teil wirkt oft zu gehetzt, wenig originell, selten überraschend & am Ende auch weniger humorvoll, wie man es gewohnt war.

    Teil 1 war so ein Überraschungserfolg & Teil 2 schägt sich ja auch klasse an der Kinokasse, aber für mich sind das
    2 verschiedene Filme. Ob es Star Fox, ein Tyrannosaurus Rex und einen lilanen Drache jetzt gebraucht hat, ich glaube nicht.

    Es wirkt alles etwas seelenlos und wie die gemolkene Kuh, ohne etwas wirklich neues & frisches zu erzählen.
    Dabei hat das Nintendo Universum unendlich Möglichkeiten, die hier aber größtenteils auf der Strecke bleiben.

    Optisch sieht das immer noch hervorragend aus, aber wenn das alles ist, was hängen bleibt … mhhh !

    6.5/10 Welten

    #262578
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    Father Mother Sister Brother (Prime)

    Entfremdete Geschwister treffen sich nach Jahren der Trennung wieder und sind gezwungen, sich ungelösten
    Spannungen zu stellen und ihre angespannten Beziehungen zu ihren emotional distanzierten Eltern neu zu bewerten.

    Man bekommt, was man erwartet hat. Mal wieder ein typischer Jim Jarmusch Regiefilm. Seine Handschrift
    ist unverkennbar. Einfach Geschichten simpel aus dem Leben gegriffen, die aber dennoch etwas mit dir machen.

    Nach dem grauenhaft schlechten The Dead Don’t Die erreichen wir hier wieder annährend die Klasse eines Paterson.

    Ein guter Cast mit viel Persönlichkeit darf natürlich nicht fehlen.
    Mit dabei sind u.a. Adam Driver, Charlotte Rampling, Tom Waits, Mayim Bialik, Cate Blanchett & Vicky Krieps.

    Father Mother Sister Brother ist unkonventionell, melancholisch & mit vielen Gemeinsamkeiten in seiner Erzählung verbunden.
    3 verschiedene Episodenfilme, die aber Dinge wie „… fertig ist die Laube“, die Skater, das Anstoßen mit verschiedensten
    Getränken und den Verlust von liebgewonnenen Menschen in sich vereinen. Ein Stilmittel, das immer noch funktioniert.

    Es sind oft die ruhigen, unangenehmen Momente, die mit viel trockenem Humor, leeren Blicken, Sprachlosigkeit
    & tiefster Melancholie überspielt werden. Das muss man mögen. Aternativ eher zu The Invite greifen, da ist mehr los.

    07/10 Verbindungen

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