Antwort auf: Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2018)

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#140401

Reparud Rudrepa
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@reparud_rudrepa

Auch wenn ich dem Thema „heute … gesehen“ nicht ganz gerecht werde, noch ein paar Kurzanmerkungen zu Titeln der letzten Wochen und Monate.

Die Warnung (El aviso, E 2016)
Thriller und rätselhafte Morde, die sich zu wiederholen scheinen; die Logik der Story offenbart sich erst nach und nach. Nicht der ganz große Wurf, aber auch keine Zeitverschwendung. Zu sehen bei Netflix.
6/10 Zahlenreihen

Der Sommer mit Mama (Que horas ela volta? BRA 2015)
Der Film war ein 5-Euro-Blindkauf, einer der sich aber gelohnt hat. Es geht hier um Val, eine Haushälterin bei einer brasilianischen Familie. Ihr Alltag besteht aus Hausarbeiten und Kinderbetreuung und tröpfelt in ruhigen Bahnen so vor sich hin, bis ihre eigene Tochter zu Besuch kommt und Schwung in den grauen Alltag bringt. Konventionen werden über Bord geworfen, manches muss hinterfragt werden und vieles gerät ins Wanken.
„Der Sommer mit Mama“ mag nicht jedem gefallen, weil es nicht so wahnsinnig viele Höhepunkte geht und die Entwicklung eher schleppend verläuft, aber wie ich finde ein wunderschöner kleiner Film aus Brasilien.
7/10 heiße Sommer

Tesis (E 1996)
„Tesis“ ist der erste Film von Alejandro Amenábar und auch nach 22 Jahren immer noch enorm packend und fesselnd. Wer die Handlung nicht kennt, es geht um eine Studentin, die ihre Abschlussarbeit über Gewalt im Film schreibt und dabei auch mit den ganz harten Sachen in Berührung kommt. Wem das Snuff-Thema bekannt vorkommt, ja, „8 mm“ ist der ein paar Jahre später entstandene Ideenklau hiervon. Absolute Empfehlung.
9/10 Messer

Shakespeare für Anfänger (The Carer, GB 2016)
Ein weiterer Blindkauf, den ich nicht bereut habe. Es geht um einen alten, ehemals erfolgreichen Schauspieler, der verbittert und zurückgezogen auf seinem Anwesen lebt. Erst eine neue Pflegerin, die Ungarin Dorottya, die Schauspielerin werden möchte, schafft es, ihn aus seinem Schneckenhaus und wieder ins Leben zurückzuholen.
Das mag vordergründig banal klingen, ist aber inbesondere schauspielerisch ganz groß. Die Shakespeare-Zitate und der ungarische Akzent kommen im O-Ton besser raus als in der (immer noch guten) Synchronfassung.
8/10 Brettern, die die Welt bedeuten