Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2019)

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Dieses Thema enthält 466 Antworten und 16 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von The-Lion-King The-Lion-King vor 1 Tag, 20 Stunden.

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    Final Score

    Hübsch verpackter Acionstreifen mit einem gut aufgelegten Dave Bautista & einem Pierce Brosnan,
    der eigentlich nur eine Randfigur darstellt & mit seinem Namen das Cover ziert.

    Ob in Endgame, Bushwick, Hotel Artemis oder Blade Runner 2049. Dave Bautista ist ne Bank, auf die man sich verlassen kann.

    In Final Score wird wenigstens versucht neben der ganzen Action noch eine gute & zusammenhängende Story zu erzählen.
    Das muss man dem Film zugutehalten. Die Action ist kraftvoll, Fights sind klasse & ergeben somit einen runden Streifen.

    07/10 Stadien

    #149877
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    Border

    Was ein Film – strange, düster, schockierend & teilweise eine doch extrem abstoßende Veranschaulichung.
    Border versucht etwas Neues zu wagen, ob das einem gefällt, muss jeder für sich entscheiden.

    Auf der einen Seite muss man allein für Makeup und Hairstyling ne absolute Topnote vergeben, weil das was hier
    geleistet wurde, ist außergewöhnlich. Der Look von Border ist düster & schaurig, in anderen Momenten ist er
    wiederum ein normaler Film, der den Alltag eines Menschen zeigt.

    Auf der anderen Seite fand ich den Film zeitweise wirklich abgefahren, schockierend & abstoßend.
    Da lief mir teilweise echt der Schauer über den Rücken.

    Am Ende bleibt ein außergewöhnlicher Film mit schwieriger Thematik, der definitiv nicht für jedermann geeignet ist.

    07/10 Wälder

    #149933
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    War ein erfolgreiches Film- und Serienwochenende…

    Das Leben des Brian 9/10

    Die Ritter der Koskosnuss 8,5/10

    3 von oben Staffel 2 8,5/10

    Avengers: Infinity War 9/10

    #149944
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    Apocalypto

    Schon ewig nicht mehr gesehen und in letzter Zeit immer mal wieder in der Hand gehabt. Obwohl meine Frau mit auf der Couch saß kommentarlos reingetan und angeschaut. Sie hat den zwar bis zu Ende mit angeschaut, von Ihr hätte er aber wohl für den Inhalt 0 Punkte bekommen. Einzig spannend war er wohl für Sie, da Sie bis zum Schluss hocken geblieben ist.
    Von mir bekommt der Film 8 Punkte. Eigentlich gibt es fast nichts auszusetzten. Einzig, was der junge Mann mit derartigen Verletzungen noch zu Leisten im Stande war fand ich ein wenig kurios.

    #149953
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    The Kitchen: Queens of Crime

    (Ups, hier spoilert es!)
    Kathy, Ruby und Claire sind allesamt Ehefrauen dreier irischer Einwanderer im Hell´s Kitchen der 70er Jahre. Bandenkriminalität prägt die Stimmung des Viertels und so verwundert es nicht, dass alsbald alle drei Herren nach einem missglückten Ladendiebstahl für drei Jahre hinter Gittern kommen.
    Der nun aufgestiegene Kleinbandenboss möchte für seine „Familie“ Unterstützung leisten, doch seine Mutter (die hinter den Kulissen die Fäden der Bande zieht) hasst ihre Stieftochter Ruby aufgrund ihrer Hautfarbe. Zudem läuft das Geschäft mit den Schutzgeldern schlecht – immer mehr Ladenbesitzer verweigern die Zahlung.
    Für die 3 Damen wird schnell klar: Hier muss gehandelt werden!
    Mit Schwung, weiblicher Leichtigkeit und Heiterkeit und natürlich dem richtigen Näschen für die richtigen Sprüche fließt auch schon bald das Schutzgeld und einer finanziel gesicherten Zukunft sollte nichts im Wege stehen… wären da nicht die Juden und ein italienischer Mafiosi aus Brooklyn…

    Als ich Melissa McCarthy auftreten sah, befürchtete ich schon einen „Furz-Pups-Kacka“ Klamauk, zumal Unterstützung in Form von Tiffany Haddish angedroht wird.
    Das Gute vorweg: Eine Komödie ist es nicht.
    Ein guter Film leider auch nicht.
    Die Prämisse, dass drei Gattinnen von Kleinkriminellen (zu faul, für das Schutzgeld zu schützen, zu blöd, um Schnaps zu klauen) im Bandenmillieu aufsteigen und schon bald einen Paten in die Tasche stecken wollen, ist zugegeben gewöhnungsbedürftig. Allerdings gibt es ja auch Perlen der Filmkunst wie etwa „Once upon a time in America“, „Good Fellas“ oder „Casino“ die ähnliche Aufstiege möglich machen.
    Was läuft hier also schief?
    Frauen, die in einer Männerdominierten Kriminellenwirtschaft auch mal die Zügel in die Hand nehmen, können durchaus interessant dargestellt werden – hier setzt man aber auf die Nummer unbedarft und zuckersüß.
    Sorry, aber erpresste Ladenbesitzer geben ihren „Dienstleistern“ freudig ein High-Five? Dazu natürlich der imposante Aufstieg der Damen umrahmt von einem zeitnahen stylishem Song innerhalb von 2 Minuten.

    Zwar hat der Film auch tolle Momente (Schmuck in Form von Schutzgeld), aber im Grunde ärgert man sich über blöde Charakterzeichnungen und einem Plot, der wirklich keinerlei Kreativität erkennen lässt.
    Dazu kommt Nicht-Schauspielerin Haddish, die zwar keine „Pffff“-Grimassen äffen muss/darf, aber das sie in diesem Bereich arg limitiert agiert, kann sie nicht verbergen. Sehr ärgerlich, dass sie ab der Hälfte des Films aus „Twistgründen“ mehr und mehr alleinige Screentime bekommt.
    McCarthy, die mir bisher nur in „St. Vincent“ positiv auffallen konnte, macht hier tatsächlich einen soliden Eindruck. Als Hauptfigur ist sie aber überfordert – was zugegeben auch am schlechten Drehbuch und der noch schlechteren Charakterzeichnung ihrer Figur liegt.

    Dritte Dame im Bunde ist Elizabeth Moss, die in der ersten halben Stunde mit exakt zwei Gesichtsausdrücken auffällt. Hinten raus darf sie dann aber tatsächlich die womöglich interessante Rolle der Drei spielen, bekommt hierfür allerdings auch die wenigste Zeit zur Verfügung.

    Die Optik des Films ist gut, das Flair der 70er Jahre ist gut eingefangen – Dialoge und Slang womöglich nicht ganz.
    (Kann ich aber zugegeben nur schwer beurteilen ;) )
    Die Inszenierung der Kills ist branchenüblich, der unvermeidliche Headshot auf der Toilette darf hier natürlich nicht fehlen.
    Die Erzeugte Spannung wirkt in jeder Minute geküstelt, die Auflösung ist dann auch tatsächlich arg blöde und endet dann tatsächlich im weiblichen Friede,Freude,Eierkuchen.

    Dass sich der Film dann doch recht schmerzfrei zu Ende schauen lässt, macht ihn zugegeben weniger schlimm als möglicherweise geschildert, aber wagt man den Vergleich mit den großen Herrenrunden des Genres, dann hilft auch der Frauenbonus nicht mehr viel.

    Fazit: Idee gut, plot arg ausbaufähig. Dazu mit Haddish eine „Schauspielerin“, die Keine ist aber eine McCarthy in seriöser Form, was ihr wahrlich besser steht als ihre Knuddel-Comedy Rollen.
    Einige Clous in den Nebensträngen (aber leider auch Momente, die wirklich „wehtun“), eine gute Optik, solider Soundtrack – streamen für lau sollte drin sein.

    4/10

    #150023
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    @cruiser

    Habe gestern ‚Jürgen – Heute wird gelebt‘ mit meiner Freundin gesehen. Was kann ich sagen? Es war nicht schlecht, es hat mir sogar gefallen. Normalerweise schaue ich mir solche Filme nicht an, aber als ich sie sah, sagte ich: „Ok, es war lustig und berührend.“ Ich mochte Frederike Kempter als Anja, es fühlt sich wirklich so an, als hätte das Theater einen großen Einfluss auf ihre Vision. Ich fand auch heraus, dass sie im Ausschuss ist, der sich mit Filmen über gewöhnliche Menschen mit großen Problemen beschäftigt: https://amomama.de/158973-friederike-...

    #150042
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    @derschweiger

    ES – Kapitel 2

    Donnerwetter! Binnen einer Woche durfte ich zwei Vertreter des Horror im Kino bestaunen und erlebte dabei zwei Überraschungen.

    Angefangen mit ES. Die Story sollte hinlänglich bekannt sein: Der Club der Verlierer trifft sich anlässlich des erneuten Erwachens von ES in Derry ein. Es gilt nun auf ein Neues, den Clown zu besiegen – dieses mal möglichst für alle Zeiten.

    Der Clou, Teil 1 ausschließlich auf der Zeitebene der Kids zu drehen, ging völlig auf. Das Zusammenspiel der Figuren, die Glaubwürdigkeit und Angst vor den verschiedenen Formen von ES war für mich toll inszeniert. Die Stimmung gelungen und auch die nötige Zeit zum Reifen und Begreifen der Figuren war gegeben.

    Vor dem Lösen meiner Kinokarte machte ich mich auf einen langen Abend gefasst, denn 170 Minuten habe ich im Kino selten einem Film geschenkt. Bedenken hatte ich keine, Teil 1 funktionierte herrvorragend und wenn nun im zweiten Teil ebensoviel Zeit auf Charakterzeichnung liegt, dann kann das wirklich klasse werden.
    Leider sitze ich nun noch einige Tage später hier und überlege, was ich von dem Gesehenen halten soll.

    „ES 2“ ist nicht wirklich langweilig – wobei eine strenge Warnung an alle rausgehen sollte, die bereits Teil 1 als zu lahm und unspektakulär empfanden.
    Dass man für den Film einige Punkte des Buches gestrichen oder verändert hat, kann ich nachvollziehen. Leider störe ich mich sehr an dem Cast.

    Ab hier einige Spoiler!

    Auch wenn für mich klar ist, dass all jene, die Derry verließen, die Erinnerungen an das Grauen ihrer Kindheit vergessen haben, sollten sie sich doch untereinander ihrem Alter entsprechend verhalten können. Klar kann gefrotzelt werden, aber Erwachsene mit dem Geiste eines 12jährigen… das hat mich in der Restaurant Szene arg gestört. Leider wurde hier nie die Kurve genommen – der Club der Verlierer bleibt sich im Grunde bis zum Ende fremd.
    Zwar möchte man mit Worten und Erklärungen das Gegenteil beweisen, aber es entsteht nie ein Gefühl für Harmonie, Verbundenheit oder unterschwellige Liebe. Alles, was man an Interaktionen bemerkt, wirkt stark gekünstelt und im Grunde so, als hätte es einen Teil 1 nie gegeben.

    Pennywise mochte ich im ersten Teil sehr, hier wird er in meinen Augen beinahe vernachlässigt. Zwar werden die Herrschaften in alle Windesrichtungen verstreut um ihren Talisman zu finden, der am Ende einer gruseligen (?) Begegnung mit dem Grauen wartet, doch gerade diese Momente verpuffen ohne jede weitere Wirkung.
    Ich weiß gar nicht, ob das (gewollt) schlechte CGI dabei eine Rolle spielt – die Szenen reihen sich aneinander und im Grunde weiß man schon vorher, wie das Ganze ausgehen wird – zumal ES in diesen Situationen gar keine körperliche Bedrohung darstellt.
    Die Ängste und Traumata, die die Erwachsenen seit ihrer Begegnung mit ES in sich tragen, sollen so zwar visualisiert werden – eine spürbare Präsenz haben sie aber in keiner Szene davor oder danach – insofern taugt der ganze Spuk auch nur für die Gallerie.

    So geht es mir mit vielen Details des Films, die mir womöglich gar nicht so ins Gewicht fallen würden, hätte es a) keinen Teil 1 gegeben und b) ich das Buch nie gelesen.
    Die Einführung des Erwachsenen Henry Bowers hat auch so seine Tücken (wer denkt nicht an seinen Sturz in Teil 1 und wundert sich über seine Unversehrtheit in Teil 2?) – die Flucht und das mögliche Gewicht seiner Rolle in der Geschichte sind durch den Film äußerst fragwürdig gehalten. Dass er das vermenschlichte Werkzeug von ES ist, wird hier arg vernachlässigt – eine menschgewordene Bedrohung für die Gruppe zu keiner Zeit spürbar.

    ES 2 nähert sich in seiner Erzählform der des Buches. Die vielen Rückblenden sollen so ein Gefühl des Deja vu geben und erkennen lassen, dass die Erwachsenen nun womöglich etwas zu verlieren haben (Familie, Karriere) und nicht mit der selben „Unbekümmertheit“ in das Abenteuer stürzen. Soweit möglicherweise der Plan, und ich bin mir unsicher, ob es nun die Darsteller oder der Regisseur verhunzt haben.

    Das Finale ist spannungsarm zum gehtnichtmehr, warum und wieso nun dieses Ritual Abhilfe schaffen soll… nun ja.
    Klar gibt es hier eine Romanvorlage, aber wenn man das Wesen des „ES“ im Finale beinahe grundlegend zu der im Buch ändert, warum dann nicht auch den Ritus des Besiegens?
    Den tatsächlichen Todesschlag für das Wesen ist dabei derart rasch ins Spiel geworfen, dass es mich als Zuschauer stark geärgert hat. Warum kann man diese Erkenntnis denn nicht im Verlauf des Films reifen lassen? Stattdessen wird es Spruchreif für die letzte Minute des Films aus dem Hut gezaubert – ja, blöd für die Armen Seelen, die inzwischen abdanken mussten.
    Selbstredend müssen auch hier Tatmotive nochmals verbal wiederholt werden („Es tötet Monster, wenn du daran glaubst“) – als hätte der Regisseur das Gefühl, der Zuschauer würde sich nach 2 1/2 Stunden nicht mehr an das erinnern können, was mal inhaltsschwer erklärt wurde.

    Einzig die Änderung dem Skateboardjungen fand ich gelungen – dass Bill nun erneut das Gefühl haben muss, „Schuld“ am Tod eines Jungen zu sein, finde ich nicht verkehrt.

    „ES 2“ wäre ungachtet seines Vorgängers und der Romanvorlage möglicherweise ein solider – nun ja – Grusler.
    Ich kann mir nur schwer erklären, wie man die Nummer derart ausbremsen und gegen die Wand fahren konnte.
    Inhaltlich ist es durchaus in Ordnung, aber darstellerisch sehr stark an die B-Horror Filme der 80er angelehnt. Die Inszenierung erhält keine Veränderung (schade, da nun 27 Jahre ins Land gingen und man den Schrecken auch mehr an das jetzige Leben der Zielgruppe hätte anpassen können), die Schreckmomente sind nicht vorhanden weil stumpf 1:1 aus Teil 1 geklaut (wo die Atmosphäre und Glaubwürdigkeit des Schreckens jederzeit nachvollziehbar waren).

    Sehr schade und eine (für mich) faustdicke Überraschung. Mit guten Willen und dem King Bonus kommt die Nummer hier tatsächlich nur hauchdünn über Mittelmaß hinaus.
    5,5/10

    #150044
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    @derschweiger

    Midsommar

    Donnerwetter: Die Rückkehr!

    So, für alle, die es nicht wissen: Ari Aster ist der heißeste, neue Scheiß im Horror. Punkt!
    Glaubte ich zumindest gehört zu haben – „Hereditary“ gefiel mir zugegeben gut, das Nonplusultra des Horror konnte ich da aber nicht erkennen. Inwiefern „Midsommar“ hier in das selbe Horn bläst, gilt es nun zu erfahren.

    Dani, die einen persönlichen Schicksalsschlag erleiden musste, wird von ihrem „Noch“Freund Christian eingeladen, ihn und seine Kumpels nach Schweden zu begleiten, wo sie die Zeremonien der Sommersonnenwende begleiten möchten.
    Sie willigt ein und bald finden sie sich in einer entlegenen Kommune, wo die Gemüter der Bewohner ebenso immerhell sind wie das Tageslicht um sie herum.
    Doch es scheint hinter dem immerfrohen Getue ein Geheimnis zu stecken.

    Leider kommen auch hier leichte Spoiler vor!
    (Die nach Sichtung des Trailer allerdings nicht schwer ins Gewicht fallen)

    Nach der dunklen Einleitung geht es ins helle Schweden. Visuell ist „Midsommar“ ein Augenschmauß! Farben, Szenenaufbau, Hintergründe – so wünsche ich mir einen Film.
    Wer Interesse am „Aster Interpretationsschauen“ hat, der wird auch hier seine helle Freude haben. Alleine die Spiegelmomente in der 20minütigen Einleitung laden zum Diskutieren ein.

    Der Plot indes ist rasch erzählt und weißt keinerlei Unterschiede zu Vetretern der „Freitag der 13.“ Reihe oder ähnlichen Machwerken auf.
    Tatsächlich stört dies ein wenig (mich zumindest), aber Optik und Ton übertrumpfen ohnehin alles, was inhaltlich geboten werden soll.
    „Schreckmomente“ gibt es einige, jedoch sind sie gepaart mit Szenen, die den Schatten des Unheils bereits 10-15 Minuten vorher auswerfen. Man wird quasi mit ungutem Gefühl weitergetrieben um dann ungeschönt (aber effektvoll) zum jeweiligen Schreckensklimax geführt.
    Besonders in den Momenten, die sich viel Zeit zum nächsten Höhepunkt nehmen, ist der Film bockstark! Das Resultat sind dann auch 150 Minuten Spielzeit – so viel Zeit muss mal sein.
    Dazu kommen die genreüblichen Schrecken aus dem Dunkeln oder auch mal der rasche Knüppel aus dem Sack. Im Zusammenspiel mit den anderen Szenen sind sie wie ein Eintreten in eine andere Welt – was künstlerisch wie erzählerisch durchaus berechtigt ist.

    „Midsommar“ wird zum philosophieren einladen, zum „Hast du das in der Szene gesehen – und dann als blablabla“ natürlich auch – aber Hand aufs Herz. Die Story ist straight und wer den Trailer gesehen hat, weiß schon ab Minute 1 wie die Nummer ausgehen wird. Die vom Regisseur gestreuten Interpretationsmöglichkeiten sind möglicherweise als BonBon zu verstehen. Denn darstellerisch hat der Film tatsächlich seine Schwächen.
    Florence Pugh als Dani ist sowohl optisch wie auch in ihrer Präsenz eine Wucht (natürlich geschmacksache!), dahinter stinkt der Cast aber gehörig ab. Sehr gut funktionieren die Figuren der Kommune, die ihre Tänzchen ungerührt darbieten und sich auch sonst für allerhand Fremdschämmomente nicht zu schade sind.

    An dieser Stelle mal angemerkt: Für die Sneak taugt der Film leider nicht – bzw. fällt es dem Publikum schwer, sich auf fremdländische Traditionen einzulassen. Schwedische, leicht dissonante Folklore aus dem Off sind tatsächlich nicht jedermanns Sache – an einigen Stellen kann es zu Lachern der Entrüstung oder verkannten Tradition kommen (was der Stimmung des Films leider nicht gerecht wird).
    Hiervon möchte ich aber die Inszenierung des letzten Viertels aussparen, denn hier wird tatsächlich Einiges geboten, das man nur schwer ertragen kann. Der Nakedei-Kult aus „Hereditary“ ist dagegen ein leises Flüstern.

    Neben Pugh will im Grunde nur noch William Jackson Harper gefallen, dessen Interesse an der nordischen Kultur und den Runen unterschiedlicher Epochen erst die Reise nach Schweden ermöglichte. Seine Reise in die Gemeinschaft ist die einzig glaubwürdige (nehmen wir das unbedarft hereingestolperte und schicksalgelenkte Dazukommen von Dani mal aus) aus der Gruppe. Welche Rolle der Student und „Fremdenführer“ Pelle innehat ist im Grunde schon beim ersten Kennenlernen klar.

    Aber Aster möchte nunmal nicht mit einer gewitzten Story überraschen, sondern ein Fest zelebrieren. „Midsommar“ ist ein Rausch der Sinne, untersützt durch den beinahe ständigen Drogenkonsum der Figuren.
    Das Betreten der Kommune ist zu schön um wahr zu sein (man denke da an die Frauen von Steppford) – tja, und am Ende ist es so, wie es ist.
    Punkt. Aus.

    An einigen Stellen kam ich nicht umhin mich zu fragen, ob Aster den Zuschauer und Kritiker nicht bewusst Eine mitgibt und sich hinterher vor Lachen auf dem Boden krümmt, wenn er die vielen Interpretationen und zukunftsweisenden Kniffe zu hören bekommt. Sowohl das Zeichnen der Hauptfiguren als auch der Rabatz am Ende sprechen eher dafür, dass er schauen möchte, wie weit er gehen kann, bis jemand die Hand hebt.
    Ari Aster abzufeiern halte ich für verfrüht. Inhaltlich haben weder „Hereditary“ noch „Midsommar“ etwas überraschend Eigenständiges. Er geniert sich nicht, Motive zu stehlen und sie in seine Visionen von Film einzubauen.

    Die Bild- und Tongewalt (ja, Gewalt), sind enorm und haben mich hier tief beeindruckt.
    Plots und Twists sind mir dann aber doch zu effekthascherisch eingebaut (Aus der Erde ragendes Bein) – sie etwas mehr zu verstecken würde mir tatsächlich besser gefallen.
    Ohne also auf den Personenkult Aster aufzuspringen zeige ich mich von „Midsommar“ positiv überrascht.
    Inhaltliche Schwächen werden mit dem (beinahe quälend) langen Szenenaufbau zerstreut, ohne dabei (für mich) langweilig zu werden.
    Eine starke Hauptdarstellerin, die den Film mit Hilfe der nebendarstellenden Kommune (wobei die Kommune an sich natürlich der „Hauptcharakter“ des Films ist) stemmt. Ein dahinter stark abfallender Cast (der war in Hereditary tatsächlich deutlich besser) verdirbt dabei hin und wieder die Stimmung.
    Blendet man zudem aus, dass hier viel Augenwischerei betrieben wird, dann hat man mit „Midsommar“ tatsächlich einen Horrorfilm, der nachwirkt.

    P.S. Drogen töten!
    8(,5)/10

    #150118
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    Vom letzten WE

    The Train 7/10

    Avengers: Endgame 9/10

    #150202
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    The Boys – Die komplette 1. Staffel

    Überraschend unterhaltsame, ziemlich brutale & zeitweise sehr humorvolle Anti-Superheldenserie im menschlichen Gewand.
    Die Serie hat mich wirklich unerwartet erwischt & tief im Herzen getroffen.

    Die Charaktere fügen sich klasse dem Gesamtbild von The Boys ein – irre, verrückt & total verschieden.
    Die letzte Folge & das Ende haben mir leider nicht so gefallen, aber hey Staffel 2 kommt ja & kann alles perfekt abrunden.

    08/10 Anti-Superhelden

    #150212
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    Aladdin (2019)

    Wunderschönes Abenteuer mit liebevollen Charakteren & dem Charme & Flair der guten alten Zeit transferiert in die Moderne.

    Mir hat Will Smith als Genie blendend gefallen. Da sieht man mal wieder … vorher haben sich alle über die ersten
    Bilder & Designs von Genie im Film aufgeregt & im im Nachhinein fragt man sich, was der ganze Quatsch eigentlich sollte.

    Nach der letzten Disney Enttäuschung mit Dumbo hat man hier vieles wieder richtig gemacht & eine schön erzählte Disney Geschichte präsentiert, die liebevoll bis ins kleinste Detail umgesetzt wurde & einfach Spaß gemacht hat sich Aladdin erneut anzusehen.

    8.5/10 Schlümpfe

    #150216
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    Spontan im Kino Ready or Not geguckt, abgesehen davon das ich Samara Weaving mag hat der Film mega unterhalten und ist meines erachtens eine kleine aber feine Filmtippperle.

    9/10 Spiele

    #150217
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    Billionaire Boys Club

    Man mische Wolf of Wall Street, The Big Short & Kingsman in einem Topf & erhält ungefähr die perfekte Mixtur
    von Billionaire Boys Club. Auf keinen Fall so gut wie einer der zuvor genannten Filme, aber durch das Quartett
    Ansel Elgort, Taron Egerton, Kevin Spacey & Emma Roberts hatte er dennoch einen absoluten hohen Unterhaltungswert.

    BBC ist zeitweise sehr brutal, nach Schweiß triefend & am Ende leider leider doch zu abrupt endend.
    Da wäre mehr drin gewesen, aber sehenswert ist BBC auf jeden Fall – allein wegen dem klasse Cast !

    07/10 Scheine

    #150264
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    Ant-Man 8,5/10

    Es werden weiter die Lücken im MCU geschlossen und bevor Teil 2 geschaut wird, war hier nochmal der erste „Ant-Man“ dran. Was soll ich sagen ? Marvel kann auch in kleinerem Rahmen funktionieren (passendes Wortspiel). Immer noch gute Action, dafür noch mehr Humor und eine ordentliche Geschichte. Freue mich auf den zweiten Teil :)

    #150268
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    ES 2
    Leider nicht so stark wie Teil 1. Teilweise etwas in die Länge gezogen. Irgendwie einfach nicht so spannend und gruselig. Vielleicht liegt es einfach daran, dass Erwachsene gegen ein Monster nicht so gruselig wie Kinder gegen ein Monster ist :-D
    Comedymässig ist der Film auf dem gleichen Niveau wie der erste, aber er hätte in meinen Augen sehr gern ernster sein können.
    6,5/10 tödliche Clowns

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