Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2026)

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Dieses Thema enthält 160 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von hal9000b hal9000b vor 21 Stunden, 28 Minuten.

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    Almania – Staffel 1 (Netflix)

    Wer Stromberg mag, sollte hier reinschauen. Die Machart ist ähnlich.
    Büro wird mit einer Problemschule getauscht. Ein „richtiger“ Lehrer versucht dort anzukommen und tritt von einem Fettnäpfchen in das nächste.
    Das ist meistens lustig, paar mal derb, vielleicht auch etwas klamaukig aber immer mit dem Herz am rechten Fleck.
    Werde die nächsten Staffeln auch gucken.

    8 / 10 Reklambücher

    #259757
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    Der Astronaut (Kino)

    Ja, toller Film. Ryan Gosling (bin nicht sein größter Fan, genauer: mag ich nicht) ist wirklich gut auch wenn ein paar Tränen zu oft fließen. Sandra Hüller ist aber noch besser. Und Rocky auch.
    Story: die Sonne erkrankt und man sucht eine Rettung im All.
    Teilweise wirklich lustig, immer spannend auch durch den Wechsel der Erzählstränge (den auf der Erde mag ich sogar mehr) und ungezwungen gefühlvoll.
    Toll.
    Dazu mein erster Film in einem IMAX Saal. Möchte nicht anders große Filme sehen.

    9 / 10 Modellbauten

    #259795
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    Apex (Netflix)

    In der Wildnis Australiens testet die trauernde Sasha ihre eigenen Grenzen aus. Was zunächst als existenzielle Erfahrung beginnt,
    schlägt unerwartet in eine lebensgefährliche Situation um, denn sie gerät in ein gefährliches Kräftemessen mit einem skrupellosen Jäger.

    Mal wieder der typische Netflix „Content“ & ein Film, dem die Substanz fehlt, und so kaum in Erinnerung bleiben wird.
    Das alles trotz einem guten Cast mit Charlize Theron & Taron Egerton, die aber am schwachen Drehbuch nicht viel retten können.

    Dabei hat der Regisseur schon klasse Filme umgesetzt z.B. Touch, Der Eid, Adrift, Everest & 2 Guns.

    Die ersten Szenen finden an einem ungewohnten Standort statt & diese hatten fast mehr Spannung als der restliche Film.
    Da spürte man noch die Gefahr, ehrliche und aufrichtige Momente und einen gewissen Entdeckerdrang.

    Im Anschluss geht es ab in den verwilderten Dschungel. Hier eine rasante Abfahrt, da eine kurze Hetzjagd,
    dann wieder etwas packendere Einstellungen, die aber alle nicht wirklich fesseln und teils vorhersehbar wirken.

    Schade, denn gerade wenn ein paar durchwachsene Green-Screen-Szenen negativ auffallen, begeistern die zu großen Teilen
    an imposanten Originalschauplätzen gedrehten Aufnahmen umso mehr.

    Am Ende wird natürlich wieder ein Gipfel erklommen, wie einfallsreich. Naja man merkt es.
    Apex ist viel, aber am Ende nicht mehr als ein generischer Survival-Thriller, der außer dem Cast nicht viel zu bieten hat.

    06/10 Gipfel

    #259800
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    Lee Cronin’s The Mummy

    „Ich kann dein Herz zum Stillstand bringen.“

    Der Film wurde von FSK 18 auf FSK 16 runtergestuft und das ohne Zensur!!! https://www.filmstarts.de/nachrichten...
    In Anbetracht dessen was ich eben in der Spätvorstellung im Cineplex gesehen habe, ziemlich unfassbar.

    The Mummy ist böse, dreckig, reich an Ideen.
    Die 134 Minuten vergingen wie im Flug.

    Lee Cronin kann vor allem eins: Atmosphäre und das besonders im Bereich Sound.

    Man sieht ganz klar seine Evil Dead Rise (2023) Handschrift als Regisseur und genau das macht besonders Spaß.

    Dieser wirklich herausragende Genre Beitrag dürfte jedem gefallen, der Hellraiser (1987) oder The Ring (2002) liebt.

    The Mummy sollte man definitiv auf der großen Leinwand erleben, kein Home Cinema kann so einen Sandsturm annähernd wiedergeben.

    9/10 Skorpione

    IMG-5465

    #260203
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    Michael (Kino)

    Die Geschichte des berühmten Musikers Michael Jackson, bekannt als der King of Pop.

    Selten hat ein Film Kritiker & Zuschauer so sehr gespalten wie Michael.

    Kann man den Film an sich kritisieren – JA !
    Hätte man direkt zum Start sagen sollen, das es vielleicht ein 2. Teil geben wird – JA !
    Ist der Film zu weichgespült – JA !
    … am Ende des Tages endet der Film aber auf dem musikalischen Höhepunkt & es müssten dramatischere Momente folgen.

    Eines darf man aber nicht vergessen. Der Film war fertig gedreht, sollte mehr als 3,5h gehen & dann wurde
    sich im großen Stil eingemischt, und vehement darum gebeten, Michael umzuschreiben & Nachdrehs zu verlangen.

    Das hat den Film in 2 Teile gespalten. Auch Janet Jackson nicht mit zu erwähnen ist eine Frechheit.
    Ich für meinen Teil kann mir aber gut vorstellen, das es auch dafür Gründe gibt & die sind teilweise öffentlich.

    All das kann man aber ausblenden, denn schauspielerisch ist das ein großartiger Film.
    Jaafar Jackson macht seine Sache hervorragend. Vom Acting, Gesang bis hin zu den Tanzmoves ist alles fantastisch.

    Die ganzen Hits in Kombination mit der Performance auf der Bühne oder auch der legendäre Thriller Dreh sind
    aller erste Sahne. Das ist toll mitanzusehen & wer da nicht mitwippen kann, der hasst Musik im Allgemeinen.

    Antoine Fuqua schafft hier fast das Unmögliche & entspringt seiner Actionhandschrift auf besondere Art & Weise.
    Auch der junge Darsteller von Michael, Juliano Valdi, ist hinreißend und macht das richtig stark.

    Colman Domingo als fieser Vater spielt hier groß auf. Eine Figur als Mensch, die man hassen muss & das macht er spitze.
    Mikal Berry als Bodyguard hätte persönlich noch mehr Raum bekommen können. In jeder Szene mit Jaafar Jackson blitzt da etwas auf.

    Michael zählt für mich zu einer der bisherigen Kinoüberraschungen. Jeder sollte sich selber ein Bild machen
    und nicht immer alles glauben, was bestimmte Bubbles von sich geben. Das ist ein musikalisches Biopic, dass Spuren hinterlässt.

    … und wer weiß, vielleicht kommt noch der 2. Teil, der dann kritischer & tiefgreifender Dinge nach dem Bruch darstellt.

    8.5/10 Billie Jean

    #260323
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    Das Kanu des Manitu Lief im Stream auf RLT+ [evtl. nur als Osteraktion?)

    Ich hatte mich bisschen gefreut, man ist ja alt, kennt den ersten Film und feierte den…

    Was soll ich sagen…ich habe 30 minuten geschafft….und dann ausgemacht…schlechtes Timing? Schlechter Film?
    Oder bin ich jetzt zu alt? Ich kann es nicht sagen…ich kann auch nicht prüfen ob der Film für mich besser wird, weil er läuft (im Moment?) nicht mehr im Stream…

    Daher kann ich auch keine Bewertung abgeben…wollte trotzdem meine Gedanken niederschreiben. :lol:

    #260332
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    Monarch: Legacy of Monsters – Staffel 2 (Apple TV+)

    Der Kampf zwischen Godzilla und den Titanen, der zeigt, dass Monster real sind, folgt der Reise einer
    Familie, die ihre vergrabenen Geheimnisse und ein Vermächtnis aufdeckt, das sie mit Monarch verbindet.

    Mehr Monster, mehr Action, aber auch mehr menschliche Verbindungen. So ist Staffel 2 noch ein Stück besser geworden.

    Neben Godzilla Minus One in Filmform zählt Monarch für mich persönlich in Serienform zum besten des Franchises.
    Während Godzilla vs. Kong & Godzilla x Kong: The New Empire nur wilde Kloppereifilme sind, gibt es in Monarch einfach so viel mehr.
    Einzig Kong: Skull Island konnte ich 2017 noch etwas ähnliches abgewinnen, aber das war eben nur King Kong Territorium.

    Vor allem beeindruckend, das man mit dem Budget der Serie hier so hübsche & detaillierte Monster begutachten kann.
    Das sieht alles wahnsinnig gut aus, toll animiert & vor allem in seinem Größenverhältnis sehr beeindruckend aus.

    Titan X, Godzilla & King Kong in einer verbundenen Welt ist so etwas Besonderes.
    Auch der Bezug zu Skull Island & Axis Mundi wird hier sehr schön herausgearbeitet.

    Die Verweise zwischen Zukunft & Vergangenheit mit all seinen Charakteren sind komplex, aber durchaus spannend umgesetzt.
    Der Cast besticht besonders mit Kurt & Wyatt Russell, aber auch Anna Sawai & Takehiro Hira machen ihre Figuren lebendig.

    Wer auf Monster steht, aber auch menschliche Hintergründe & Minus One mehr mag als die Klopperei, der findet hier ein super Sweet Spot.

    7.5/10 Titanen

    #260336
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    Wuthering Heights (HBO)

    Eine leidenschaftliche und turbulente Liebesgeschichte vor der Kulisse der Yorkshire-Moore,
    die die intensive und zerstörerische Beziehung zwischen Heathcliff und Catherine Earnshaw beleuchtet.

    Wuthering Heights skizziert eine klassische Liebestragödie verpackt in imposante Kostüme, einer prunkvollen Ausstattung,
    tollen Bilder, einem treffsicheren Sound(track) & einer Performance von Margot Robbie, der ich nicht widerstehen konnte.

    Gott, was wurde der Film teilweise kritisiert, dann wieder gelobt, aber viel gutes wurde unterschlagen.

    Ich hatte eine sehr gute Zeit mit Wuthering Heights, der nicht ganz so fies wie The Favourite ist, nicht so stilvoll
    & nüchtern wie Little Women, nicht so geerdet wie Hamnet, aber immer noch ein Film war, der mich komplett abgeholt hat.

    Margot Robbie & Jacob Elordi machen das klasse & verleihen ihren Figuren den gewissen Stempel.
    Regisseurin Emerald Fennell zeigt abermals, das sie nach Saltburn & Promising Young Woman Talent hat.

    08/10 Eingerahmte Bilder

    #260361
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    Relay [„The Negotiator“] (WOW/Sky)

    Ein Vermittler lukrativer Bestechungsgelder zwischen korrupten Unternehmen und den Personen,
    die sie bedrohen, bricht seine eigenen Regeln, als ein neuer Kunde seinen Schutz sucht, um am Leben zu bleiben.

    David Mackenzie, bekannt durch u.a. Outlaw King & Hell or High Water, gelingt mit Relay ein durch die Bank weg
    spannendes Katz- und Mausspiel, welches ganz zum Ende hin noch mit 1-2 Wendungen auf sich aufmerksam machen kann.

    Zum Cast gehören Riz Ahmed & Lily James, die ein gutes Duo abgeben und von Nebendarsteller Sam Worthington alles abverlangen.
    Relay geht in die Richtung The Amateur, mit deutlich weniger Action und mehr in Richtung To Catch a Killer, nur eben als Vermittler.

    Er kann in seinen ruhigeren Abschnitten, aber auch in seinem temporeichen Finale durchaus über die gesamte Laufzeit unterhalten. Technisch sticht hier nicht viel hervor, außer einige Schauplätze & Kamerapassagen, die mit verschiedenen Blickwinkeln glänzen.

    Insgesamt ein runder Film, der von seinen 1-2 Twists am Ende lebt, und so aber leider wenig zu einer Zweitsichtung einlädt.

    07/10 Post- & Laufwege

    #260417
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    Ready or Not – Here I come
    Der erste Teil war ganz OK und die Besetzung von Teil 2 hat mich dann doch neugierig gemacht.
    Wow – auf sowas war ich dann aber nicht gefasst…
    Die gute Buffy sieht so alt aus, dass ich mich tatsächlich erschrocken habe. Das war dann auch schon der gesamte Gruselfaktor. Der Rest vom Cast ist in Ordnung und spielt was verlangt wird … und das ist alles unglaublich langweilig.
    So nach einer Stunde entsetzt festgestellt, dass der noch weitere 45 Minuten laufen wird. Wirklich langweilig und das die Gewalt meist nur die explodierenden Satanisten sind … hilft auch nicht.
    Die Story … eigentlich auch was zum Gruseln, da extrem schlecht.
    5/10 Kann man anschauen, wenn man sonst nichts zum Gucken hat.

    #260422
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    The Bear Spezialfolge „Gary“ (Disney+/Hulu)

    „Gary“ ist ein Rückblick auf Richie (Ebon Moss-Bachrach) & Mikey (Jon Bernthal) während einer Arbeitsreise nach Gary, Indiana.

    Was gibt es schöneres, als eine plötzlich erscheinende Specialfolge, einer meiner absoluten Lieblingsserien.
    Richtig … nichts und das so kurz vor der finalen 5. Staffel ist das nochmal eine ganz besondere Folge.

    Die komplizierte Beziehung der beiden Freunde, die neue Facetten von Mikeys mentalem Zustand aufdecken und gleichzeitig
    entscheidende Einblicke in den Mann geben, der Richie ist, wenn die Zuschauer ihn in Staffel 1 zum ersten Mal treffen
    – und so emotionalen Kontext hinzufügen, der ihre Geschichte von Anfang an neu rahmt.

    Das alles ist diese Folge. Einfach nur schön umgesetzt und ein Pfeil, der mitten ins Herz trifft.
    Auch, wenn gerade die letzte Szene, ein entscheidender Hinweis darauf ist, warum sich Richie & Mikey so entwickelt haben.

    Und damit sind die Besonderheiten des „The Bear“-Nachschubs noch nicht erschöpft. Tatsächlich haben nämlich die zwei
    auch im echten Leben befreundeten Darsteller Ebon Moss-Bachrach und Jon Bernthal (die beide auch schon für die ebenfalls
    bei Disney+ verfügbare „The Punisher“-Serie gemeinsam vor der Kamera standen) selbst das Drehbuch zu „Gary“ verfasst,
    während Serien-Schöpfer Christopher Storer die Regie übernommen hat. Übrigens hat Jon Bernthal auch das Skript zu
    seinem kommenden und bereits mit großer Spannung erwarteten „The Punisher“-Special eigenhändig mit geschrieben.

    08/10 Flashbacks

    #260425
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    American Sweatshop [Sneak Preview]

    Daisy hat einen Scheiß-Job: Sie muss sich gemeldete Videos auf Social-Media Plattformen anschauen und entscheiden, ob sie gelöscht werden oder doch drauf bleiben dürfen (manchmal entscheidet nur eine Kleinigkeit).
    Das spielt ihr auf Dauer übel mit, und auch ihre Kollegen im Büro leiden ob der täglichen Berieselung an menschlichen Unanständigkeiten.
    Eines Tages aber bekommt sie einen Clip zugespielt, der für sie über die Grenze des Erträglichen hinausgeht.
    Für sie steht fest: Mit Löschen alleine ist die Sache nicht erledigt.

    Das klingt nach einem handelsüblichen Rache-Thriller, in dem die junge Frau unbekannte Peiniger ausmachen muss um sie dann ihrer gerechten Strafe zuteil werden zu lassen.
    Hier entscheidet man sich aber für einen komplett anderen Weg. Entlang der Erwartungshaltung des Zuschauers werden Szenen generiert, in denen man häufig ahnt, was folgen wird – nur um dann überrascht festzustellen, dass Drehbuch und Regie keck eine lange Nase machen.
    Auf der anderen erzählerischen Ebene möchte man das seelische Drama der Videomoderatoren beschreiben. Jeder hat seinen eigenen Umgang mit den häufig sehr harten Clips: Einer flüchtet in ständigen Sarkasmus, die andere sucht ihr Seelenheil im Sex, ein Anderer weint und unsere Heldin kifft.

    Dabei wird die Daisy als maximal unsympathisch gezeichnet. Eine Folge des zu häufigen Konsums an menschlichen Gewaltexzessen? Man will sich nicht entscheiden, eiert plan- und ziellos herum, stellt einen Tümpel auf dem Firmengelände nebst Alligator(!!) immer wieder ins Zentrum des Bildes.
    Das Einzige, das bedient wird, ist die Sehnsucht, einen erzählerischen Strang fortzusetzen.

    Dabei wäre es plump zu glauben, man möge uns Zuschauer den Spiegel vor die Nase halten. Möchten wir sehen, wie Daisy anonyme Männer ihrer Taten überführt, sie womöglich selbst quält und tötet?
    Ne, dazu fehlt die erzählerische Grundlage.
    Spannender wäre das Drama um die Personen im Videocenter gewesen. Diese werden aber nur höchst oberflächlich angedeutet.
    Die Chefin des Ganzen (Christiane Paul) darf dabei blöde und sinnfreie Sprüche in die Kamera blöken.

    Nichts hat Substanz, da sitzt die fein gesetzte Ohrfeige gegen den Zuschauer am Ende leider auch nicht mehr.
    Nicht geplagt von schrecklichen Snuff-Erlebnissen, sondern von gähnender Langeweile und einer Story, die zielgenau ins Nichts gesetzt wird, führen dazu, dass man sich im Anschluss eine der Kompensationsstrategien der Darsteller für sich genehmigen möchte.

    ´Schlimm´ wäre noch wohlwollend – belanglos trifft es gut.

    3/10

    #260450
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    Daredevil: Born Again – Staffel 2 (Disney+)

    Matt Murdock befindet sich auf Kollisionskurs mit Wilson Fisk, als ihre früheren Identitäten ans Licht kommen.

    Staffel 2 ist weniger zerschnitten & glänzt mit purer Brutalität, düsterer Atmosphäre & einer atemberaubenden Konsequenz.
    So viel besser als Staffel 1, weil hier nicht ständig am Drehbuch etwas geändert wurde & so auch keine Nachdrehs erfolgten.

    Für mich der vielleicht einzig wahre Marvel Held in Serienform, der hier seine ganz große Bühne bekommt.
    Besonders in der Mitte der Staffel & gerade auch durch das grandiose Staffelfinale zählt Daredevil: Born Again
    zu einer der bisher besten Serien des Jahres, und das obwohl bereits Staffel 1 ein sehr hohes Grundgerüst legte.

    Charlie Cox & Vincent D’Onofrio sind als Daredevil & Wilson Fisk die Ankerpunkte der Reihe und beide liefern
    einfach nur ein Fest ab. Von Gänsehaut, Abscheu, Liebe, aber auch purer Verzweiflung kann man alles hautnah erleben.

    Die düstere Welt von New York hat mich schon immer fasziniert und Daredevil: Born Again perfektioniert diese Tatsache.
    Zudem gibt es endlich ein Wiedersehen mit Jessica Jones & ganz am Ende gibt es auch noch eine kleine Überraschung.

    Hinzu kommt ein optisches Feuerwerk, ein tiefgreifendes Worldbuilding und ein Soundtrack, der alles mit sich vereint.
    Da blicke ich doch gerne auf meine Hot Toys Daredevil Figur im Regal & kann nur sagen. Ich bereue nichts !

    9.5/10 Schläge

    #260462
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    Nürnberg [Sneak Preview]

    Inzwischen wird vor der Sneak bereits die Laufdauer des Film verraten. Bei Filmen zwischen 90 und 110 Minuten Länge wohl eher kein Problem – bei 150 Minuten lässt sich dann doch schneller erraten, was da auf einen zukommt.
    Sei´s drum: Durch den Verzicht am Trailerschauen gesegnet, wusste ich nichts über den Versuch, die Nürnberger Prozesse erneut aufzuwärmen.

    In den ersten Minuten war die Freude dann auch recht groß. Russell Crowe als Hermann Göring, über zwei Stunden Laufzeit… ja, was soll da schief gehen? Tja, das will ich euch hier verraten…

    Der Krieg ist für Deutschland verloren, da ergibt sich Göring den Amerikanern.
    Anders als seine hochrangigen Kollegen wählt er nicht den Freitod und sieht zunächst auch keinerlei Gefahr, großen Schaden zu erleiden.
    Die Amerikaner indes haben große Pläne. Es soll ein Exempel statuiert werden, ein gesamtes Volk gehört an den Pranger!
    „Geht nicht!“, heißt es – mit dem üblichen Dehnen des Erlaubbaren aber dann doch.

    Doch die Prozesse sind gar nicht mal so sehr das Thema. Denn Rami Malek als Psychologe Douglas Kelly soll als Arzt getarnt Göring und die übrigen Inhaftierten im Blick behalten – niemand soll sich durch einen Freitod seiner Verantwortung entziehen können.
    Inwieweit seine Erkenntnisse aus den Gesprächen mit Göring letztlich ein Verhör beeinflussen, will in diesem Film erzählt werden.

    Ich sag´s mal so: Der Deutsche Film hat einen schwierigen Ruf, zumal meist die plumpen Titel den Weg in die Werbung finden. Qualität landet in der Niesche. Außer: Wir drehen einen Film über den Krieg oder die Aufarbeitung der Nachkriegszeit.
    Der Deutsche Nazifilm ist voll mit Details, mit Charaktären und Graubereichen. In „Nürnberg“ sucht man so etwas verzweifelt im gesamten Film. Exemplarisch für mich eine – möglicherweise – unscheinbare Szene: Der Amerikanische Anwalt erhält in seinem Büro eine wichtige Nachricht und ist aufgeregt. So weit, so verständlich. Aber: Das Zimmer ist geflutet mit Papieren auf, unter, neben dem Tisch. Kisten mit Dokumenten stapeln sich, es ist ein einziges Chaos.
    Aber: In keinem Moment des Films wird gezeigt, wie anstrengend und umfangreich alleine das Zusammentragen von verräterischen Dokumenten und Zeugenaussagen gewesen ist. Stattdessen wird während ein paar Drinks mehr oder weniger klug dahergeschwätzt – schwuppdiwupp steht der Gerichtssaal und die Gefangenen werden auf die Anklagebank gesetzt.

    Ja, der Film möchte hier keinen Fokus drauf legen und nein, das ist keine gute Idee.
    Doch dämlich und beinahe fahrlässig ist die Entscheidung, Göring und Kelly in teils philosophische Gespräche zu verwickeln. Gezeichnet wird ein Bild eines Menschen, der im Grunde „bloß“ Dienst nach Vorschrift leistete. Die Amerikaner als Moralapostel taugen nur insofern, dass sie den Krieg gewonnen hätten. Man lässt Göring erklären und deuten – dabei hat er oberflächlich tatsächlich den einen oder anderen Punkt.
    Schlimm, ganz schlimm! Als nächstes bekommen wir einen Film über den Tierliebhaber Hitler, der an der verbotenen Liebe zu Eva Braun zu zerbrechen droht…. wer kotzt mit mir?

    Crowe spielt großartig. Die Kritiken zu seiner Darstellung, die mich bis hierhin erreichten klangen in etwa so: „Er spricht nicht flüssig Deutsch, und wenn er später ins Englische wechselt spricht er zu gut Englisch als dass es Göring tatsächlich getan hätte…“ Deutsche Detailverliebtheit wenn es um die eigene Vergangenheit geht.
    Interessiert hier aber wirklich nicht!

    Ärgerlicher dagegen das Spiel von Rami Malek. Eindimensional, einfältig, manchmal deplaziert. Er glaubt zu wissen, es ginge hier um etwas Großes…
    Auch die Tonalität des Films lässt gelegentlich aufhorchen. Irritiert bin ich über den stellenweise eingestreuten Humor bei einigen Szenenwechseln. Als sich z.B. zwei Menschen über einen Plan austauschen, kommen sie zu dem Schluss: „Wir werden hoffentlich keine Probleme bekommen“. Die folgende Szene beginnt mit „Wir haben Probleme!“…. ja, ok. Als eine Reporterin an Kelly herantrit und gemeinsame körperliche Ertüchtigung im Austausch von Informationen erbittet, schließt sie mit: „Erzählen Sie mir alles!“ – Schnitt: Eine Zeitung zeigt die Überschrift „Psychologe erzählt Reporterin alles!“.

    Klingt hier natürlich weniger witzig als im Film. Es lädt zum Schmunzeln ein, und doch beobachten wir die Menschwerdung von Göring.
    Dass er zum Ende mit Kellys Taschenspielertrick seinen Freitod zelebrieren darf, ist dann noch die Krönung.
    Freilich war sein Suizid ein großer Knall vor seiner geplanten Hinrichtung – der Film zeigt dabei weniger das Drama um die Bedeutsamkeit der misslungenen Vollstreckung des Urteils und lässt ihn beinahe dabei zurück, wie er uns eine lange Nase macht.

    Wer das in diesem Film so nicht lesen kann, den beglückwünsche ich ausdrücklich. Diese Sicht und Tonalität wirken für mich falsch.
    Unabhängig davon haben wir einen handwerklich soliden Film, der wenig Tiefe in die Entstehung der Nürnberge Prozesse bringt und Schauspiel im Standartmodus bietet (immerhin, es geht natürlich deutlich schlimmer!).
    Crowe spielt Göring stark und weckt den Hauch von Sympathie, Ramik und der Rest sind auch dabei.
    Es fehlt der Blick auf das Detail. Gerade weil es vergleichsweise starke Filme und Serien zum Thema gibt, kann „Nürnberg“ hier nicht punkten.

    Und doch lädt der Film zum Nachdenken und miteinander Austauschen ein.
    „Beim nächsten Mal kommen sie nicht in Uniform. Wir werden sie nicht erkennen, aber sie werden da sein!“
    Diese Stärke aus dem Finale zeigt der Film leider zu wenig.

    5/10

    #260591
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    Sandman – Staffel 2 (Netflix)

    Die erste Staffel enttäuschte mich sehr. Da war zu viel von allem drin und ich mag es nicht, wenn ein Charakter in seinem Aussehen geändert wird (Death).
    Nun ist der Frust verflogen und die zweite Staffel gefiel mir deutlich besser. Das rasend schnell durch die Bände geeilt wird, empfand ich eher als positiv. Alles sehr kurzweilig. Und das schönste: ich habe richtig Lust darauf bekommen die Serie nochmal zu lesen.
    Wer also mehr über Morpheus und seine Familie und Zukunft erfahren möchte, Shakespeare begegnen will und auch vor der Hölle nicht halt macht, sollte weiterschauen.

    8 / 10 Lokis

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