Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2026)

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Dieses Thema enthält 167 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von The-Lion-King The-Lion-King vor 12 Stunden, 53 Minuten.

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    Nobody 2 (WOW/Sky)

    Vorstadtvater und Auftragsmörder Hutch Mansell ist immer noch dabei, seinen Schuldenberg abzuarbeiten,
    und macht mit der Familie Urlaub in einem Wasserpark, in dem er umgehend in neue Schwierigkeiten gerät.

    Verglichen mit dem legendären 1. Teil, allein die Busszene, bekommt man hier nur noch einen sehr lauen Aufguss,
    der dennoch in einigen Momenten Spaß macht, coole Action bietet, aber insgesamt weit entfernt ist vom Vorgänger.

    Man merkt einfach den Regiewechsel. Zu wenig Wagnis, zu viel Kopie, anstatt vielleicht mal den Ansatz zu wechseln.
    Dabei hat Timo Tjahjanto mit Codename 13, The Night Comes for Us & Headshot so brachiale Ableger in der Vergangenheit inszeniert.

    Schade, denn wenn man seine vorangegangenen Projekte gesehen hat, ist das leider nur okay.
    Bob Odenkirk macht mal wieder eine gute Figur & mit dem kommenden Normal kommt wohl erneut eine ähnlche Rolle auf ihn zu.

    Das, was aber am schlimmsten mit anzusehen war, war die durchgedrehte Performance von Sharon Stone.
    Das war so drüber, das es fast weh getan hat hinzuschauen. Vielleicht gewollt, aber das war mir einfach too much Overacting.

    6.5/10 Auszeiten

    #259540
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    How to make a killing [Sneak Preview]

    Tatsächlich kaum der Rede wert.
    Dazu kommt, dass ich mit Glen Powell nicht nur nichts anfangen kann – er erscheint in den allermeisten Filmen als überaus schleimig und fehlplaziert.
    So auch hier:

    Mary ist schwanger. So weit, so gut. Ihr Vater Whitelaw findet das aber suboptimal.
    Das Kind muss weg. Weil Mary das nicht will, muss eben sie weg.
    Klingt nach einem ganz normalen Dienstag – die Familie Redfellow ist aber stinkreich.
    Und weil Mary nun auch keinen Support ihres Vaters erhält, wächst ihr Sohn Becket in einem mittelklassischem Umfeld auf.
    Golf soll er trotzdem lernen, und dort verliebt sich der heranwachsende Teenie in die wohlhabende Julia.
    Nun wird Mary krank und auf dem Sterbebett gibt sie Becket einen guten Rat: Er soll sich das Leben holen, das ihm zusteht. Zuvor wurde er darüber informiert, dass er in der Familie Redfellow erst dann erbberechtigt ist, wenn alle anderen Verwandten tot sind.

    Tja, das sind aber eine ganze Menge – da hat Becket noch ein paar Jahre Wartezeit vor sich… es sei denn, er nimmt das Schicksal seiner Verwandten selbst in die Hand.

    Schwarzhumorig will man hier sein. Keck und verspielt. Mit einem Augenzwinkern über die Superreichen gelästert, sie (hier gurndlos) verteufelt und wenn sie dann sterben, erwawrtet man Beifall.
    Ganz schlimme Message – vor allem, wenn so ein Schleimbolzen wie Powell erklärt, warum das unbedingt notwendig sei.
    Selbst dann, wenn er mit einem Top-Job ein Penthouse in Stadtzentrum beziehen kann, ist es ihm nicht genug. Das Geld der Anderen ist sein Antrieb – die Zufriedenheit mit sich selbst und dem Erreichten, das den wenigsten Menschen auf der Welt vorbehalten bleibt, ist ihm nicht genug.
    Wenn er dann am Ende über das missglückte Happy-End labert, ist es ohnehin egal. Sympathien konnte er keine gewinnen, die von ihm als „böse“ dargestellte Gegenspielerin ist dabei lange Zeit im Recht.

    Selbstverständlich darf eine quere Romanze nicht fehlen. Wer kennt es nicht? Man besucht seinen Cousin, trifft dort dessen Freundin und die ist sofort spitz auf einen. Und dann sagt der Cousin, dass er Kinder hasst und dabei will sie doch unbedingt welche haben – ja, sie habe ihn schon lange verlassen wollen. Sein Tod sei dann der passende Augenblick dafür…. manmanman!

    Die Figur des Becket hätte gerne intensiver beleuchtet werden können. Hassenswert, gefühlskalt, ignorant.
    Seine Wahnvorstellung, das Geld Anderer stünde ihm alleine zu und deswegen müssten sie alle sterben, ist nicht nur völlig Gaga, sie zeichnet auch überspitzt Teile der (ewigen) Neidgesellschaft wieder.
    Doch anstatt andere zu ermorden, arbeiten normale Menschen eben täglich um sich ein gutes Leben aufzubauen – fernab von Penthousewohnungen, Schlössern und Traumkarren. Warum Becket also nicht als den Kranken Mann zeichnen, der er ist? (Oder der so von seiner Mutter erzogen wurde? Wobei hier interpretiert werden darf… hat sie ihm zu den Morden geraten?)

    „Das Geheimnis meines Erfolgs“ kam mir die Tage in den Sinn. Da macht sich ein Bauernjunge auf den Weg, sich in der großen Stadt den Traum von Geld und Reichtum zu erfüllen. Ganz so einfach ist es dann nicht und ihm müssen eine Menge Dinge misslingen, ehe er zu einer Einsicht gelangt. Ein, wie ich finde, unterschätzter Film der 80er Jahre.
    Das Geheimnis heutiger „Eat the Rich“ Fantasien im Kino ist, dass es nie zu Konsequenzen kommt. Es stellen sich auch keine spürbaren Hürden in den Weg. Höchstens, dass sich der Reichen-Killer zwischen zwei Frauen entscheiden muss.
    Man kommt davon, immer, irgendwie. Ist ja auch gut so! Wenn andere das Geld haben, dass ich eigentlich gerne hätte, ist das schon OK.

    Ganz ganz schlimme Botschaft und eine misslungene Chance, diese Charakterisierung als fehlgeleitet darzustellen.
    Glen Powell bleibt dabei eine Fehlbesetzung: Weder romantische Momente, noch (zunächst skrupelbehaftete) Morde stehe ihm gut zu Gesicht.
    Empörung, Erleichterung, Hass…. Junge Junge, der kann gar nichts!
    Aber eine Rolle füllen wollen, die zumindest von alle dem einen Hauch Darstellung benötigt.

    Der Rest des Cast darf mitmachen, weil Powell aber auch Produzent ist, gilt die Bühne ihm allein.
    Schäbig, von vorne bis hinten.

    Als Film an sich vielleicht noch mit 5/10 ausreichend gut bewertet, der Hauptdarsteller startet bei mir aber immer mit -1, somit 4/10

    #259544
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    Shrinking – Staffel 3 (Apple TV+)

    Ein trauernder Therapeut beginnt, seinen Klienten genau das zu sagen, was er denkt. Er ignoriert seine Ausbildung
    und seine ethischen Grundsätze und stellt fest, dass er das Leben der Menschen stark verändert – auch sein eigenes.

    Staffel 3, genau wie die vorangegangenen Staffeln, zählen für mich zu einer der besten Feel Good Sitcoms unserer Zeit.
    So nah am Zahn der Zeit, sodass man vieles auf sein eigenes Leben reflektieren kann, positiv als auch negativ.

    Der Name der Serie spielt auf die umgangssprachliche, spöttische Bezeichnung „shrink“ für einen Psychotherapeuten an,
    die in den USA verbreitet ist, vergleichbar mit „Seelenklempner“ im Deutschen.

    Jason Segel & Harrison Ford sind die Ankerpunkte der Reihe und beide laufen hier erneut zu absoluter Höchstform auf.
    Begleitet von tollen Nebendarstellern wie Cobie Smulders, Jessica Williams, Luke Tennie, Michael Urie, Lukita Maxwell,
    Christa Miller, Ted McGinley, Brett Goldstein & Lily Rabe entsteht hier ein perfektes Casting, dass die Serie nur besser macht.

    Shrinking bringt mich zum lachen, zum weinen, zum nachdenken, aber eben auch dazu neue Erkenntnisse für mich selber zu sehen.

    Allein das schauspielerische Comeback von Michael J. Fox hat mich fast zu Tränen gerührt.
    Verrückt, denn genau in der Serie geht es um das Thema Parkinson, denn Harrison Ford erleidet sie in dieser Serie.

    Es ist ein Gastauftritt, der lange im Gedächtnis bleiben wird & selten passender wie hier sein konnte. Parkinson ist eine
    chronische, fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn führt.

    09/10 Leben

    #259552
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    Invincible – Staffel 1 (Prime)

    Vor kurzem habe ich die Comics am Stück verschlungen. Eine extrem gute Serie mit einem schönen Ende.
    Nun also die Zeichentrickserie dazu.
    Inhaltlich hält sie sich sehr eng an die Vorlage. Ist nicht verkehrt. Überrascht dadurch aber auch nicht. Kann ich mit leben.
    Was mich störte ist der Zeichenstil. Auch der hält sich eng an die Vorlage. Das funktioniert im Comic besser als in der Animation. Die Figuren sehen viel zu einfach zu den Hintergründen aus. Das wirkt alles etwas minderwertig. Da hoffe ich, dass die zweite Staffel etwas aufholt. Aktuell würde ich eher das Comic vorschlagen.

    7 / 10 Väter

    #259567
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    Malcolm in the Middle – Life’s still unfair
    Es dauert nur wenige Minuten, bis das erste non binary und „they them“ fällt …
    Das zerstört dann natürlich gleich die ganze Vorfreude und die Laune.
    Die ganze Story wirkt extrem aufgesetzt und einfach nicht natürlich. Vieles wird von der originalen Serie wiederholt, aber es kommen so viele seltsame Momente … dieser Gesangsauftritt von Hal mit dem Barber Shop Quartett – einfach viel zu lange und nicht wirklich lustig … und am Ende der Spruch der schwarzen Gang … „Hal, Du bist doch der einzige von uns, der noch verheiratet ist“ – was soll das? Schwarze hetero Ehen halten nicht oder wie?
    Warum ist Stevie auf einmal Homosexuell und hat diese Ohrringe?
    Es war einfach nicht lustig und am Ende schon fast traurig.
    Ein einziges Highlight war für mich der Trent Reznor Hal …
    2/10 – es hätte so schön werden können ohne den ganzen Diversitätsmüll. Einfach eine ordentliche Story für die alten Fans schreiben und nicht alles mit der Brechstange versuchen, um es für ein modernes wokes Publikum zu gestalten. Seine wir mal ehrlich … diese woken Geschichten funktionieren einfach nicht…

    #259571
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    The Last Thing He Told Me – Staffel 2 (Apple TV+)

    Eine Frau entwickelt eine unerwartete Beziehung zu ihrer 16-jährigen Stieftochter,
    während sie nach der Wahrheit über das mysteriöse Verschwinden ihres Mannes sucht.

    Die Serie hat mir fast noch ein Stück besser gefallen als Staffel 1. Eine typisches Mystery-Drama
    verpackt in mafiöse Strukturen und einem System, das an jeder Stelle einen Maulwurf versteckt haben kann.

    Das macht den Reiz der Serie aus. Auf der Suche nach der Wahrheit mit all seinen Finten & Auswüchsen in die Vergangenheit.
    Das ist kein Meilenstein oder eine versteckte Perle, aber eine Serienform, die fast in Vergessenheit geraten ist.

    Sie unterhält, macht neue rätselhafte Ursprünge auf, aber am Ende des Tages ist eine eine Geschichte um eine Familie,
    die eigentlich nur zusammen sein möchte. Ohne immer wieder den Blick aus der Vergangenheit über der Schulter zu haben.

    Besonders schauspielerisch stechen hier Jennifer Garner, Nikolaj Coster-Waldau, David Morse, Judy Greer & Angourie Rice
    hervor. Besonders Angourie Rice hat mich sehr überzeugt. Ihr Gesicht kennt man vielleicht aus der Serie Mare of Easttown.

    Eine 3. Staffel & somit eine Fortsetzung wäre möglich. Wurde aber bisher noch nicht von Apple bestätigt.
    Währenddessen geht es mit tollen Apple Serien wie Monarch oder Your Friends and Neighbors im wöchentlichen Modus weiter.

    07/10 Verbrechen

    #259576
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    Outcome (Apple TV+)

    Der Hollywood-Star Reef muss sich seinen Problemen stellen und für seine Vergangenheit büßen,
    nachdem er von einem bizarren Video aus seiner Vergangenheit bedroht wird.

    Der Trailer war schon echt schräg, aber ich frage mich wirklich, was Jonah Hill hier wohl geraucht hat.
    Dabei hat er doch immerhin als Produzent, Regisseur oder Autor an Filmen wie Richard Jewell, Mid90s & 21/22 Jump Street gearbeitet.

    Einzig Keanu Reeves & der Kurzauftritt von Martin Scorsese retten einen Film bei dem alle anderen gnadenlos untergehen.
    Drehuch & Regie sind furchtbar und das obwohl das Grundkonzept und die Ausgangslage durchaus Potenzial gehabt hätten.

    Schauspielerisch sind alle außer die beiden oben genannten Darsteller eine absolute Katastrophe.
    Abziehbilder, die anscheinend nur für den großzügigen Paycheck von Apple mal kurzerhand unterschrieben haben.

    Anders ist das nicht zu erklären. Der Look wirkt wie Malerei, optisch wie in einen Farbtopf gefallen.
    Alle spielen eine Rolle, die zu keiner Zeit ernstzunehmen ist, denn außer Reeves & Scorsese ist niemand wirklich zu Hause.

    Wenn man die Augen für 2 Top Leute zukneift, dann findet man noch etwas Seele in diesem (Film)projekt :D

    05/10 Abstecher

    #259580
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    Wuthering Heights 2026
    Der war tatsächlich in Ordnung.
    OK, wir wollen mal nicht über die Buchvorlage sprechen und was sie alles geändert haben – wenn das in Betracht kommt, dann ist man sicher enttäuscht.
    Aber, der Film hat schon mal einen tollen Sound und Score. Dann gleich zu Beginn ein paar Kinderdarsteller, die wirklich gut gespielt haben und dafür sorgen, dass man mitgezogen wird in das 2h 16m Spektakel. Nach dem Zeitsprung muss man sich erstmal an die gute Harley Quinn gewöhnen, aber so nach 30 Minuten passt es dann auch wieder.
    Klar, fehlen unglaublich viele Details und einiges passt irgendwie nicht so richtig, aber für einen Filmabend hat es für uns gereicht und wir waren unterhalten.
    Definitiv nichts für die Sammlung, aber mal ein guter Grund sich die anderen Verfilmungen mal vorzunehmen.
    6/10 seichte Version des Klassikers

    #259587
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    Wuthering Heights 1939
    Wir haben recherchiert und gestgestellt, dass die 2026er Version doch arg verändert wurde.
    Also 1939 gesichtet und da macht alles schon wesentlich mehr Sinn und hat einen besseren Flow. Witzig, da der Film auch noch kürzer als die 26er Fassung ist.
    Auch in diesem Film fehlt der zweite Teil, aber dafür ist die restliche Handlung deutlich stimmiger.
    Was haben wir?
    Laurence Olivier als Heathcliff – sensationell
    David Niven als Edgar – herrlich
    Die Mädels sind auch gut und der Film funkioniert einfach wesentlich besser.
    Heathcliff ist hier übrigens ein Zigeuner. Passt auch zum Buch, da es nie explizit ein Schwarzer ist, sondern einfach andere ethnische Herkunft.
    7/10 Besser als die 2026 Verfilmung, aber immer noch ohne den zweiten Teil des Buches

    #259591
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    Zoomania 2 (Disney+)

    Der war überraschend sehr gut. Hatte zwar schon viel positives zu gelesen aber wenn er dann wirklich gut ist, ist das schön.
    Also das ungleiche Cop-Duo Fuchs und Hase versuchen ihren großen Coup zu wiederholen. Sie kommen einer Lüge auf die Spur.
    Geschichte ist gut. Animation sehr gut. World building extrem gut. Es macht Spaß die vielen Details in den Szenen mitzubekommen. Und für die Eltern und Cineasten ist zum Ende hin ein grandioses Schmankerl hinterlegt. Dadurch gibt es direkt noch 0,5 Punkte in Top.
    Sehr empfehlenswert!

    8,5 / 10 Jacks

    #259681
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    Beef – Staffel 2 (Netflix)

    Lügen, Erpressung, Mord und Korruption: Die 2. Staffel der Netflix-Serie Beef schaut tief
    in die moralischen Abgründe, die sich innerhalb eines kalifornischen Country Clubs auftun.

    Regisseur Lee Sung Jin hat es mal wieder geschafft. Die damals eigentlich als Miniserie angedachte Idee,
    bekam so viele Preise, das es nur eine Frage der Zeit war, das wir endlich eine 2. Staffel spendiert bekommen haben.

    Eine neue, eigenständige & in sich geschlossene Story, die nicht ganz so fies, böse und gemein wie Staffel 1 war, die aber
    dank des talentierten Quartett in Form von Carey Mulligan, Cailee Spaeny, Charles Melton & Oscar Isaac prima funktioniert.

    An einigen Stellen wirkt die Story vielleicht etwas zu groß gedacht, aber das alles lässt mich nicht darüber
    hinwegtäuschen, das viele andere Stellen der Serie wieder wahnsinnig unterhaltsam umgesetzt worden sind.

    Optisch eine überzeugende Vorstellung, gepaart mit dem großartigen Cast, dem klasse Soundtrack und einer nie
    ins stocken kommenden Handlung, bekommt man hier feinste Serienkost, die auch mal überraschendere Wege einschlägt.

    Der Finger liegt wieder in der Wunde sozialer Ungleichheit: Hier die Reichen & Schönen im Country Club, die mit Privatjet
    um die Welt zur nächsten Beauty-Behandlung fliegen, dort die Angestellten, die ihnen die Golfbälle hinterhertragen.

    Der Blick hinter die Fassade des Menschen, der immer viele neue Sachen ablehnt, sich verschließt, und selten
    neue tiefgreifende Veränderungen wagt, zeigt Beef in einer Form, mit der man sich zu Großteilen identifizieren kann.

    Besonders die letzte Abschlussszene soll eines deutlich machen. Was auf den ersten Blick wie ein Abschluss erscheint,
    entpuppt sich damit als Kreisbewegung: Ein System, in dem sich Dynamiken verschieben, aber nie wirklich auflösen.

    08/10 Ratschläge

    #259688
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    Ready or not 2 [Sneak Preview]

    Teil 1 habe ich damals auch schon in der Sneak schauen dürfen. Ich kann mich erinnern, ihn in Teilen als sehr OK empfunden zu haben, störte mich aber an dem Klamauk, den die wirre Familie an den Tag legte.
    Egal, die Kritiken mochten den Film – ein erfrischendes Lebenszeichen des Horrors in den 2000ern.

    Die Kritiken, die ich vorab zu Teil 2 hören konnte, waren da wenig wohlwollend. Zu lang, zu nervig, zu viel Platz, miese Story…
    ja, an der Story wird es wohl liegen… ;)

    Grace hat ihre Hochzeitsnacht überlebt und kommt ins Krankenhaus. Allerdings nicht als Heldin, vielmehr als kommende Angeklagte in einem Mordprozess.
    Doch Zeit für schwere Gedanken bleibt nicht, denn unverhofft taucht ihre verhasste Schwester Faith auf.
    Unterdessen brodelt es in der Unterwelt, denn mit dem Auslöschen der Familie Domas ist nun der Platz an der Seite des Teufels frei geworden. Einige konkurrierende Familien treffen nun aufeinander, um Grace dieses Mal im Versteckspiel schlagen zu können….

    Ja, an der Story muss es liegen, dass dieser Film nicht als besonders gut bewertet kann [um im selben Atemzug „They will kill you“ zu loben].
    Aber es stimmt, einen Oscar wird das Drehbuch nicht bekommen.
    Dabei punktet er aber mit anderen, nicht unwesentlichen Faktoren, was das Genre betrifft.
    Während sich ein „They will kill you“ augenscheinlich selbst nicht ernst nehmen will, reibt man sicher erstaunt die Augen, wenn hier einige Darsteller ihre Rollen annehmen.
    Samara Weaving und Kathryn Newton funktionieren gut in der Opferrolle. Die Übeltäter sind stellenweise auch gut verkörpert, wobei natürlich auch die üblichen „Hahaha – was ein Trottel“-Bösewichte an Bord sein müssen. Einiges will clever wirken, zeichnet aber doch bloß gewohnte Klisches ab. Beispiel: Ein Charaktertausch der beiden jugendlichen Erben hätte mit einem Augenzwinkern mehr Finesse vermitteln können. OK, so ist der asiatisch anmutende Typ eben ein Konsolenjunkie…
    Ein arger Kritikpunkt ist dann der Umgang der Schurken mit ihren Waffen. Da wird wie im „A-Team“ wild rumgeballert, ohne ein „Aua“ zu erzeugen. Der Scharfschütze trifft auf freiem Feld das still sitzende Opfer nicht, der coole Teenie ballert mit einer MG aus 5 Metern Entfernung überall hin, nur nicht in die Richtung der Gesuchten.
    Das ist auf Dauer sehr sehr ärgerlich, denn man spürt sogleich, dass dieses Waffenarsenal zu keiner Zeit eine Bedrohung werden wird.
    Bedrohlicher sind dann die Faustschläge eines Ganoven, und hier hat der Film eine seiner Stärken.
    Shawn Hatosy und Sarah Michelle Gellar als Geschwisterpaar, dass seinen Platz an der Seite des Teufels wähnt. Zunächst kauzig, dann mit einem Anflug von Bedrohlichkeit, die es für einen solchen Film eben doch benötigt.
    Die berüchtigte Pfefferspray-Szene zur Mitte ist tatsächlich eine schöne Idee und toll umgesetzt.
    Ebenso der eine oder andere Moment zum Ende.
    Es endet dann selbstredend ohne Überraschungen, bietet aber doch einige Hingucker – Die Suche nach dem Ring und der Einmarsch der Braut. Malerisch und teils sehr schön anzuschauen!

    Man möchte dann auch tatsächlich die Mängel des Drehbuchs vergessen, insbesondere die gemeinsamen Szenen der sich nicht mögenden Schwestern. Zu lange Dialoge, die ins Nichts führen (und die selbstredend kein Schurke für sich nutzen möchte). Eigentlich ein Jammer, der dann aber auch mit Szenen wie z.b. an der Waschmaschine aufgefangen werden kann.

    Ready or not 2 ist für mich mehr Überraschung als Enttäsuchung. Besserer Cast, mehr Finesse im Szenenbild, ein bildschönes Finale. Und wenn Schauspieler dann auch mal gelgentlich so tun, als wären sie vor der Kamera die Figur, die sie verkörpern sollen… ach, mach ich mal besser kein Fass auf ;)

    6/10

    #259691
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    Normal [Sneak Preview]

    Die Kleinstadt Noral in den USA steht nach dessen Tod ohne Sheriff da. Ulysses soll hier aushelfen, bis ein neuer Sheriff gewählt ist.
    Dabei ist er der übliche, in sich gekehrte Held: Ein Ereignis aus der Vergangenheit lässt ihn nicht schlafen, er ist stoisch und unaufgeregt, bemerkt einige Ungereimtheiten, will am Ende aber auch nur seine Ruhe.
    Mit der ist es dann aber bald vorbei, denn die örtliche Bank wird überfallen.
    Als Ulysses mit den Räubern verhandeln will, eröffnet die Stadt das Feuer auf ihn.
    Was ist denn nun hier los?

    Ja, Quatsch ist los, was sonst :D
    Das kann man verzeihen, handelt es sich doch um einen modernen „Hirn aus, Spaß an“ Klopper. Dabei etwas bodenständiger als der lausige „Nobody 2“ und somit angenehmer anzuschauen.
    Hier und da möchte man mit etwas Tiefe aufwarten, zwei oder drei Figuren Charakter verleihen, aber das passt so nicht ganz in den Film. Während wir darüber trauern sollen, wenn sich die Tochter des verstorbenen Sheriffs nun selbst das Leben nehmen möchte, sollen wir darüber lachen, wie anderen Menschen ins Auge oder sonstwohin geschossen wird, Leichen quer durch die Kleinstadt fliegen… gut, gehört sicher dazu.
    Hier entstandene Logiklücken werden leider nicht geschlossen, dafür mit einem mehr als absurd geführten Finale beendet.
    Wer kommt denn auf so eine Idee!! :D
    Immerhin kommt es überraschend und wird konsequent zu Ende gespielt.

    Das Ganze schreit natürlich nach Fortsetzung. Den Einen freuts, dem Anderen ist es egal.

    Eigentlich auf dem selben Niveau wie „Ready or not 2“, aber weil hier der Hingucker fehlt:

    5/10

    #259693
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    The Drama (Kino)

    Die perfekten Hochzeitspläne eines Paares geraten ins Chaos, als kurz vor der Zeremonie ein schockierendes Geheimnis ans Licht kommt.

    Manchmal braucht es nicht mehr als ein Trailer, der nichts verrät und einen Film, der nach dem obligatorischen
    Paukenschlag, nicht in sich zusammenbricht, sondern weitermacht & so den Spannungsbogen auf einem sehr hohen Level hält.

    Das alles macht The Drama von Regisseur Kristoffer Borgli hervorragend, der mir dank Dream Scenario im Gedächtnis blieb.
    Der Mann kann was & zeigt mit seiner vielseitigen Handschrift, das man ihn in Zukunft durchaus mehr Beachtung schenken darf.

    Zendaya & Robert Pattinson hier als Paar geben eine klasse Figur ab & nahmen mir schnell meine Angst durch ihr Zusammenspiel.
    Vor allem Zendaya seh ich einfach wahnsinnig gerne, weil gerade bei ihr Mimik & Gestik herausstechen. Neben der Serie Euphoria,
    hier in The Drama & in den kommenden Projekten mit The Odyssey, Spider-Man: Brand New Day & Dune 3 scheint das ihr Jahr zu sein.

    Die fiese Rolle von Alana Haim & der charismatische Mamoudou Athie runden den Cast bestens ab.

    The Drama konzentriert sich mit vollem Standpunkt auf seine Story, schweift nicht doll ab & behält so seinen vollen Fokus.
    In einer Welt, in der jede Figur & Charakter etwas Dreck am stecken haben könnte. Sei es aktuell oder in der Vergangenheit.

    Hier punktet vor allem die gute Regie & das wendungsreiche Drehbuch, das nie an Tempo verliert & bis zum Ende spannend bleibt.
    Zudem wird der Soundtrack bzw. die Musik, ähnlich wie in One Battle After Another, schön unterschwellig miteingewoben.

    Das was M. Night Shyamalan mal sehr gut konnte, Twists einzubauen, das macht The Drama auf einem deutlich geschickteren Level.

    08/10 Rosen

    #259752
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    Thanassi
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    Michael (Kinostart am 22.04.2026)

    https://www.kino.de/film/michael̵...

    Dieser Film ist das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn der Fisch vom Kopf her stinkt.

    Was nützen Dir die besten Schauspieler, wenn die Produzenten sich einbilden, einen Zweiteiler machen zu wollen, ohne es vorher groß anzukündigen, obwohl der Streifen bereits komplett abgedreht ist?

    Nur wegen der tollen Schauspieler bekommt der Film von mir eine 5 von 10.

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