DerSchweiger
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30. Dezember 2017 um 21:28 #133062
Star Wars – Episode 8
Ich möchte hier keine inhaltlichen Spoiler loslassen, aber vielleicht besitzen meine Aussagen ein gewisses Maß an Spoilergehalt -> wer den Film nicht gesehen hat und möglichst Vorurteilsfrei reingehen möchte, möge bitte weiterblättern (wer es ohnehin nicht schon längst tut
)Gerade meinen Gutschein eingelöst, der bis morgen Gültigkeit besaß und dabei mangels Alternativen „Star Wars“ geschaut.
Ja, ich bin ein Freund (wenn nicht gar Fan) der alten Trilogie, während mich George Lucas mit Episode 1-3 wieder erdete und ich mit Episode 7 einen guten, wenngleich arg nach alten Mustern gestrickten Reboot der Serie schauen durfte.Ich hörte ja viel Schlimmes über den Film (böses Disney, böse Comedy Einlagen, usw…), aber vielleicht half dies, nicht mit allzugroßen Erwartungen reinzugehen (die nach Episode 1-3 + 7 ohnehin nicht die Höchsten waren).
Gesehen habe ich einen solides Science Fiction Märchen der alten Schule, wenngleich es doch beinahe störend auffällig ist, wie sehr sich Motive und Szenen zur alten Trilogie wiederholen. Ist halt der „Circle of life“… oder nicht?
Daisy Ridley ist weiterhin schön anzuschauen, Adam Driver nicht mehr so lächerlich wie in Episode 7, Mark Hamill hat irgendwas von einem Hobbit und Carrie Fisher ist Supergranny.
Sorry, ich weiß – letzter Film vor ihrem Tod etc, etc…. aber soll uns Frau Fisher auf Ewig mit einer solchen Szene in Erinnerung bleiben? Da kann ich ja auch anfangen Marvel zu schauen

Na, aber mal ernsthaft: Star Wars wird keine Oscars gewinnen (so hoffe ich), aber er bietet einige nette Szenenbilder, einige recht konsequente Fortführungen, kupfert aber weiterhin zu sehr an bereits Geschehenen ab und hat zudem einen der schlimmsten „OMG“ Momente diesen Filmjahres (womöglich gar der Schlechteste!) in Petto.
Dazu wertende Aussagen im Anfangstitel?? Was ist denn hier los?
Achtung Spoiler!! Immerhin ist hier niemanand irgendjemandes Vater!!Die jungen Teenager im Film waren begeistert (war ich seinerzeit von Episode 4-6 auch), was wohl auf ewig die eigentliche Zielgruppe des Weltallmärchens bleiben wird.
Das nehme ich Star Wars und Disney nicht übel, für z.B. „Fluch der Karibik“ bedarf es ja auch einiges an kindlicher Freude (was ich überhaupt nicht gehässig oder beleidigend meine -> ich freue mich für jeden, der seine Begeisterungsfähigkeit behalten kann), andererseits ist die Fallhöhe bei diesem Titel nicht ganz so hoch.
Um den Eingangs gewählten Bogen zu Ende zu spannen: Nach Episode I muss in Zukunft arg viel schief laufen, damit man behaupten könne, die Serie sei gegen die Wand gefahren – allerdings erwarte ich auch keinerlei Höhenflüge. Ich begnüge mich mit meiner Freude daran, dass derzeit Charaktere/Darsteller mitwirken, die Spaß machen, angeschaut zu werden. Story, Wendung, Ausblick, Rückblick… der ewige Kreislauf.Zum Kritikpunkt der übertriebenen Comedy: Jar Jar Bings vergessen? Sicher sind hier einige offensichtlich blöde Gags am Start, aber keiner davon brachte mich derart zum Ausrasten wie dieser Roger Rabbit auf Crack

7/10 (weil ich eine Szene konsequent aus der Wertung nehmen möchte!!)30. Dezember 2017 um 14:41 #133046Commuter
Für die letzte Sneak des Jahres wurden 5 kleinere Säle zur Verfügung gestellt (Der Atmos-Saal bleibt bis auf Weiteres dem Star Wars Universum überlassen), zudem gesellten sich viele Angestellte des Kinos nach Feierabend in die Runde der Gäste, was auf Großes hoffen ließ.
Auf „Commuter“ hatte ich im Vorfeld getippt, aufgrund der Nachfrage im Stillen auf „3 Billboards…“ gehofft. (Nun ja, was nicht ist, kann noch werden
)Michael (Liam Neeson) – Ex Cop und nun Versicherungsmakler – pendelt täglich eine Stunde zur Arbeit und zurück. So weit so gut, hat er doch eine Frau, die ihn liebt und einen Sohn, dessen kommende Collegezeit finanziert werden will.
Von einem Tag auf den Anderen ist es aber plötzlich anders, denn Michael wird entlassen.
Auf der Heimfahrt begnet ihm die Namenlose Schöne, die sich als Psychologin ausgibt und ein „kleines Experiment“ mit Michael vorhabe.
Er, der durch sein tägliches Pendeln alle anderen Pendler zumindest vom Gesicht her kenne, solle den Mitfahrer ausfindig machen, der nicht in den Zug gehöre.
Der Preis für seine Leistung sind 100.000 Dollar. Ein kleines Schmankerl zum Warmwerden läge in der Bahntoillette. Doch wenn Michael das Geld nehme, gäbe es kein Zurück mehr.Der Trailer machte mich zu Beginn sehr neugierig, erhofft man hier einen Thriller nach alter Hitchcock Schule. Das Prügeln und Springen zum Ende des Trailers ließ allerdings auch Schlimmes befürchten… was wird es nun also?
Die erste Hälfte des Films ist (nach dem kurzen Kennenlernen der Personen, die möglicherweise von Bedeutung sein könnten) recht spannend.
Das Motiv der Unbekannten bleibt ein wenig unklar (die Person habe etwas, was ihr nicht gehöre), die Spurensuche Michael´s bietet Möglichkeiten zum Knobeln und Spekulieren – zudem macht Liam Neeson in „seiner“ Rolle(hatte er jemals eine Andere?? LOL) nichts verkehrt.
Dann jedoch überschlagen sich die Ereignisse, was im Grunde noch gar nicht so verkehrt wäre, würde sich daraus nicht das gewohnte Neeson-haut-den-Lukas Franchise entwickeln.
Urplötzlich ist es mit dem Mitfiebern vorbei, man staunt über wundersame Kräfte und billig inszenierte Bahnunglücke – dann eine Auflösung, die derart plump hingeworfen wird… natürlich darf der erhobene Zeigefinger der Moral und des Anstands nicht fehlen. Wird am Ende vielleicht doch alles wieder gut??Ja, man kann „Commuter“ mögen, man muss es aber nicht.
Liam Neeson macht das, was er mit Ausnahme seines Versuchs des Charakterspiels in „The Secret Man“ eben immer macht.
Dieses Mal etwas gezügelter, mehr Fäuste als Messer und Knarren, dazu vielleicht der ein oder andere Dialog mehr im Film
Was für mich an dem Film haften bleibt, ist eigentlich die Enttäuschung über eine vergebene Chance. Warum nicht den Suspense der ersten Hälfte aufrecht erhalten, etwas mehr sinnige Dialoge und gerne auch ein Verwirrspiel… aber doch nicht sowas.
Ex-Cop gut und schön, aber es soll mir keiner erzählen, ein Versicherungsmakler könne das, worum ihn ein Elitesoldat beneiden würde? Nun gut, es gibt auch Pressefotografen die fliegen können, insofern passt es möglicherweise wieder
Im Grunde solide, das übliche „Es wird sich schon keiner beschweren“ Finale ohne Sinn und Verstand und gewollt bombige Effekte, die sich auf dem CGI Niveau der jüngeren Walking Dead Folgen reduzieren. Wenn man schon darauf abzielt, dann bitte gekonnt. Habe ich aber keine Mittel um es filmreif darzustellen, dann kann das Drehbuch doch auch einen anderen Weg gehen… ach, ich verliere mich wieder.
… und wenn er nicht gesprungen ist, dann pendelt er noch weiter.
Dank der ersten Hälfte des Films noch gönnerhafte
5,5/1025. Dezember 2017 um 17:06 #132791Voll verschleiert
Und wieder wartete ein Franzose in der Sneak auf das gespannte Publikum und wusste dieses Mal mit etwas mehr Kurzweil zu unterhalten, als es vorige Woche „Lieber Leben“ gelingen wollte.
Ich bin kein allzugroßer Freund von Culture-Clash Komödien, wurde aber insbesondere in der jüngeren Vergangenheit durch Filme wie „Welcome to Norway“ und „Monsieur Claude und seine Töchter“ davon verwöhnt.
Leider scheinen in Frankreich die Uhren der Kommerzialisierung nicht anders zu ticken als hier – was einmal gelingt, wird eben 100 mal geklont, die Leute Lachen schließlich gerne und werden es mögen.Armand und Leila sind ein Paar und bekommen beide einen Praktikumsplatz bei der UNO – mit großer Freude wollen sie ihre Reise nach Amerika antreten, als Leilas Bruder Mahmoud aus dem Jemen zurückkehrt.
Nicht nur äußerlich scheint er sich verändert zu haben, auch seine neu gefundene Identifikation als radikaler Salafist lässt Leila verwundert zruück.
Mahmoud sieht sich fortan als Familienoberhaupt und untersagt Leila jeglichen Kontakt zu Männern. Als Armand etwas schmerzhaft die Einsicht gewinnt, als Mann keinen Zugang zu Leila finden zu können, übt er sich fortan als voll verschleierte Muslima.
Diese wird von Mahmoud (nicht ohne persönliche Interessen) herzlichst willkommen geheißen, doch Leila mag diesem „Ganzkörperkondom“ nichts abgewinnen…Leider ist damit auch schon die ganze Geschichte erzählt.
Zwar gibt es heitere Augenblicke, die üblichen „Mann als Frau“ Gags, aber die gewisse Würze, die ich mir erhofft hatte, kommt bloß in den ersten Minuten Films auf.
Hier friert einem mehrfach das Lächeln im Gesicht ein, als Mahmoud radikalisiert neue Lebens- und Gewohnheitsregeln im Haushalt aufstellt und auch vor körperlichen Konfrontationen nicht zurück schreckt.
Leider verliert der Film diese Spur der Ernsthaftigkeit (und stiller Bedrohung) sehr bald und wir bekommen Slapsticks um die Ohren gehauen, dass man zwar gerne mitlacht (insbesondere mit Armand´s Eltern – köstlich getroffen und irgendwie heimlicher Höhepunkt des Films), die Verballhornung des Radikalen als Farce dastehen lässt, und weniger mit aufgeklärter Satire hantiert.Einige Gags wissen zu zünden, andere fallen beinahe beiläufig im Stillen – etwa dann, wenn Armands Eltern von ihrer Studentenzeit sprechen – und sind damit sogar etwas gehaltvoller, doch leider leider erweicht die Darstellung des Mahmoud alsbald ins Lächerliche, was der Figur und der Geschichte als Ganzes nicht gut tut.
Als kurzweilige Unterhaltung zwischendurch weiß „Voll verschleiert“ durchaus zu unterhalten, zudem ist er stärker als „Hereinspaziert“, verliert aber durch die fehlende Balance zwischen Ernsthaftigkeit (die in meinen Augen das Thema Radikalismus – egal in welcher Glaubensform) zwangsläufig erfordert und humorvoller oder augenzwinkerischer Entlarfung des weltfremden Gebildes (die Anmerkung lasse ich mir hier nicht nehmen, auch wenn ich jede Glaubensrichtung als solche toleriere und in der Summe auch für notwendig halte… aber lasst uns nicht relgiös/politisch werden
) aufgeheitert wird.
Schade, dass hier dann doch die Klisches die Überhand gewinnen – dennoch bleibt der Film wohlsam aufgrund des fehlenden Zeigefingers, der solche Spielchen gerne mal den Bach runtergehen lässt.Gute Unterhaltung nach einer miesen betrieblichen Weihnachtsfeier, insofern alles gut

5/1019. Dezember 2017 um 22:06 #132604Live.Die.Repeat – Edge of Tomorrow
Kennt ihr das? Da steht das Steel im Regal, aber den Film haste nicht geschaut
Keine Ahnung, warum ich mir hier so lange Zeit gelassen habe – vielleicht war ich der Omnipräsenz von Herrn Cruise müde geworden und hielt mich mit dem Schauen zurück.Vorgestern dann im Prime Angebot gesehen und einfach mal eingeschaltet. Lust und Laune schienen zu passen, was konnte also schief gehen?
Inhaltlich schon grenzwertig (aber wir sind im Sci-Fi Kosmos und da kommt das schon mal vor), wird der Film von einem gut aufgelegtem Tom Cruise getragen, der mich hier daran erinnerte, warum ich ihn früher gerne öfter gesehen habe.
Der Angriff an Frankreichs Küste ist irgendwie putzig (ja, war da nicht mal was Ähnliches??), mit Schrecken schaue ich mir dann aber die Alien an, die mir beinahe die Lust am Film vermießen.Live.Die.Repeat bietet die nunmal gängigen „Und täglich grüßt das Murmeltier“ Szenerien und einiges daran stört mich dann zugegeben doch ein wenig, während andere Momente recht gelungen umgesetzt werden.
Während Cruise in seinem Streben und Handeln mein Interesse weckt, bleibt Emily Blunt dagegen äußerst blass. Danke für den Verzicht einer Lovestory! – mit ihrer Darstellung zeigt sie jedoch ungeniert, dass der Film neben Tom Cruise keinen zweiten Charakter mit „Leben“ erhalten sollte (oder konnte?)
Das Finale mitsamt Auflösung ist dann auch beinahe recht albern geartet, aber(!): Dem Film gelingt es über die beinahe gesamte Länge zu unterhalten. Tom Cruise agiert weniger narzisitisch als in seiner Mission Impossible Serie, will jedoch auch nicht verhindern, dass der Fokus einzig auf ihn gelegt wird.
Die Nebendarsteller sind in Ordnung und der Story kann man auch irgendwie folgen – dazu weiß sie auch zu unterhalten.
Mit einer guten Story wäre meine Freude über den Film durchaus größer gewesen.
In der Summe fühlte ich mich gut unterhalten, was wohl daran liegt, dass der Film nicht gänzlich steril erzählt wird (von einer „Seele“ mag ich nicht sprechen, aber man strebt danach).Erzählt man jemanden, worum es geht, kann „Edge of Tomorrow“ niemals über 5 Punkte hinauskommen. Tom Cruise aber weiß (mir) zu gefallen, auch ist das Tempo gut gewählt und der Wiederholungsfaktor ab Sterben/Aufwachen ist nicht so nervig wie in anderen Genrevertretern. Dazu mag ich dieses „Ressistance“-Feeling (eine meiner liebsten Gaming-Reihen auf der PS3) in vielen Szenen, wodurch mir das Zuschauen schon etwas leichter fiel.
6,5/10
19. Dezember 2017 um 21:36 #132601Life
Schon der Trailer hatte mich zu Kinozeiten ziemlich kalt gelassen. Das beworbene Staraufgebot wusste mich auch nicht zu ködern (unterliegt z.B. die jeweilige Darstellungsfreude von Herrn Reynolds beinahe dem Zufallsprinzip).
Achtung: Mögliche Spoiler enthalten!
Die Story ist so einfach, dass im Grunde nur gute Twists oder zumindest darstellerische Leistungen die Szenerie retten könnten. Von beidem gibt es aber eindeutig zu wenig. Gyllenhaal spielt 90% die Nicolas Cage Gedächtnismimik und Reynolds… na ja, es liegt die Vermutung nahe, dass beide aus irgendwelchen (finanziellen) Gründen zur Teilnahme am Projekt genötigt wurden.
Dann handeln alle teilnehmenden Personen derart hanebüchen, dass man glaubt, sie hätten die Teilnahme an der Mission im Lotto gewonnen. Belebung und Aufzucht eines außerirdischem Lebensobjekts (wenn zugegeben zunächst noch blanker Einzeller) vor Ort, danach werden sämtliche Notfallprotokolle mehrfach über den Haufen geworfen und unser Alien ist an Intelligenz kaum zu schlagen… das hat mit Überlebensinstinkt wahrlich nichts mehr zu tun!
Oftmals fühlte ich mich in die „Outer Limits“ versetzt. Ich glaube, da gab es (zumindest inhaltlich) eine ähnlich gelagerte Doppelfolge.
Möglicherweise wollte man die Gunst der Stunde nutzen und durch das schwächelnde „Alien“ Franchise zu Lob und Ehr gelangen, mich hat der Film jedoch völlig emotionslos zurückgelassen.
Auch der beinahe verzweifelte filmische Aufschrei eines „Wtf“ Endes missglückt in meinen Augen.
Freuen wir uns auf die Fortsetzung
Diese Art Film kann funktionieren, wenn sie inhaltlich neu ist oder den Personen Leben einhaucht und der Zuschauer zumindest ein wenig mitfiebern kann. So schaue ich und überlege mir im Stillen die Einkaufsliste für den Folgetag.
Da bleib ich mit Vorliebe bei Sci-Fi mit wenig Krawums und Gore, dafür jedoch mit Stil und Tiefe („Contact“, „Arrival“, „Moon“ „Gravity“[ja, den mag ich irgendwie
] u.ä.).Unter dem Strich für mich ein Film, von dem ich wenig erwartete (weil der Trailer im Grunde schon alles verrät) und von dem ich tatsächlich dennoch enttäuscht wurde. Gibt es leider allzu oft, macht das Gesehene aber nicht besser.
3,5/1018. Dezember 2017 um 16:51 #13251211.22.63 8/10
Eine gute Serie, die nicht alles ausgeschöpft hat, was das Buch geboten hat, aber mitunter tolle und wirklich fesselnde Folgen dabei hatte und auch ein wirklich gutes Ende. Hat Spaß gemacht, jetzt greif ich mir erstmal zum zweiten Mal das Hörbuch.
Das Ende ist gut? Hört sich toll an. Beim Buch hat es mir nicht gefallen.
Hm, inwiefern unterscheidet sich das Serienende von dem im Buch? Tatsächlich war ich froh, dass die Serie hier noch mal den Bogen gespannt bekommen hat, auch wenn das HuschHusch der letzten Folge selbstredend nicht mit ca. 200 Seiten eines Romans zu vergleichen ist.
Angesichts dessen, dass es sich um eine Miniserie handelt, sind die Änderungen bzw. Auslassungen noch OK. Die spannende Passage in Derry habe ich zwar vermisst, aber das hätte der Serie eine Wendung gegeben, die sie in ihrer Kürze nicht vertragen hätte.
Erhalten habe ich die Erkenntnis, dass man King durchaus verfilmen kann – wobei man inhaltlich immer Verzicht üben muss.
14. Dezember 2017 um 19:28 #132241Lieber Leben
Dank „Star Wars“ wurde die Sneak in den Keller des Kinopolis verlegt. Es hätte durchaus schlimmer kommen können, etwa durch einen echt miesen Film.
Es kam nun ein französischer Beitrag, mit der ein französischer Rapper namens Grand Corpse Malade seine Krankengeschichte filmisch verarbeitet.Ben – am Beginn zur Blüte seines Lebens – angehender Sportstudent und Basketballspieler in der 3. Liga, erwacht nach einem Unfall im Schwimmbad im Krankenhaus. Diagnose: „inkomplette Tetraplegie“. Er kann seinen linken Zeh, ein wenig die Schulter und mit viel Arbeit Finger und Daumen bewegen. Fortan vegetiert er also gelähmt in einer Rehaklinik, umzingelt von allerhand skuril anmutenden PflegerInnen und Patienten.
Bald knüpft er Kontakt zu anderen Patienten in seinem Alter. Doch die Hoffnung auf etwas Gutes im Leben will sich nicht einstellen.Die erste Hälfte des Films ist beinahe quälend langsam erzählt. Wir lernen zunächst die Perspektive des gelähmten Jungen kennen, erleben seinen Einstieg in die Reha und seine Ängste und Kämpfe, ehe er nach Wochen zum ersten mal wieder aufrecht sitzen kann.
Mit aufkommender Mobilität im Rollstuhl verlagern sich die Inhalte auf das Totschlagen der Zeit, damit man nicht völlig verblöde – wie ein Kumpel von Ben anmerkt.
Wir erleben den Alltag der 4 (Teil)Gelähmten und verfolgen ihren Kampf beim Halten einer Gabel oder beim Versuch, das Essen zu salzen.Was schnulzig, rührselig, und kitschig daher hätte kommen können, wird ohne große Schnörkel berichtet. Eine aufkeimende Romanze wird alsbald auch sehr kühl im Keim erstickt – ich als Zuschauer bedanke mich für den Fakt.
„Lieber Leben“ (man bedanke sich beim deutschen Übersetzer -> im Original „Patients“, also Patient oder auch Geduld bringt die Thematik des Films treffend auf den Punkt, während unser deutscher Freund reißerisch einen Kalenderabreisspruch kreeieren möchte), punktet in der ersten Hälfte des Films durch die langsame und isolierte Erzählweise über Ben und seinen Umgang mit der neuen Lebenssituation. Mit zunehmender Integration in den Klinikalltag bekommen wir auch die eine oder andere Platitüde vorgesetzt, aber aufgrund fehlender Betonung kann hierüber gönnerhaft hinweggesehen werden.
Dennoch ist es kein Film für Zwischendurch. „Patients“ erfodert viel Geduld, man erntet als Zuschauer jedoch eine Ernsthaftigkeit, die einem Teeniedrama selten angelegt wird.
In Folge kann ich mich zu keinem festen Urteil festlegen. Einerseits ein ziemlicher Brocken, der zuweilen mit etwas nervigen Lyrics und solala HipHop des oben genannten Künstlers bestickt ist, andererseits aber auch erfrischend klar an die Sache herangeht. Ich mag es, wenn dem Zuschauer überlassen wird, ob er nun Mitleid, Sympathie oder sonstwas für die Charaktäre entwickeln möchte, und es nicht zwanghaft vom Regisseur ausgelegt wurde, ihn zu mögen (z.B.).
(an der Stelle verrate ich es mal: Ich mag Ben nicht)
Dazu kommt eine finale Szene, die den Tenor des gesamen Films mitnimmt und dem aufmerksamen Zuschauer schön eins mitgibt.Irgendwo zwischen 5 und 7,5 ist alles drin
12. Dezember 2017 um 22:03 #132115The Walking Dead – Staffel 8
„Wäre Negan nicht – hätte ich wohl aufgehört mit der Serie !“ – So unterschiedlich kann man empfinden:
Seit Negan in Erscheinung getreten ist, hat die Serie ihren (Achtung: Wortwitz!) Biss verloren!
Der Govenor war noch ein Gegenspieler von Format, hatte seine helle und seine dunkle Seite. Dazu war eine Welt erschaffen, die beeindruckte, die neugierig machte und in der es beinahe jede Woche eine Freude war, hinzuschauen (auch wenn mit Andrea die „falsche“ Kampfamazone von uns ging).Nun hatten wir seitdem Terminus (ach, ging das schnell – eigentlich schade), Die Wolves (ja gut, Wölfchen trifft es besser), Oceanside, die Müllhalde und ja, Negan. Inzwischen ist es die dritte Staffel, wobei der Herr in der Sechsten ja vornehmlich als Phantom wahrgenommen wurde… ein Aufmarsch mit Paukenschlag und nun?
Keine Ahnung, was man an ihm bedrohlich finden kann – immerhin scheint er das Charisma eines „Führers“ haben, welches mir beim Schauen der Serie jedoch gänzlich entzog.
Damit meine ich: Es gab so viele Themen und Orte, die es wert gewesen wären, erzählt zu werden, die aber in 1-2 Folgen abrasiert wurden. Stattdessen der ewige Eiertanz mit Gottmensch Negan… boah.Sei´s drum, es gibt wahrlich Schlimmeres zu bemängeln, als da wäre das ständig wechselnde Verhalten unserer altbekannten Überlebenden. Carol, Daryl, Rick, Morgan – irgendwie muss man sich da jede Folge auf etwas Neues einstellen. Wirkt der eine zunächst Heldenhaft, sitzt er in der nächsten Folge voll Verzweiflung in der Ecke um dann in der nächsten Episode Monologe über Ehre und Zukunft zu trällern…
Dazu haben wir Maggie, die seit Monaten Schwanger scheint und trotzdem noch kein Bäuchlein hat – ja, die Serie geht oftmals wundersame Wege.Jeder Moment, der die Serie in ihrer Welt erschüttern könnte, wird in Folge wie Kaugummi in die Länge gezogen. Will man hier das Drama um aufkeimende Hoffnung und das Wissen, dass es sie nicht geben wird, inszenieren? Sorry, da war man in Staffel 2 (weitläufig lange Zeit als schwächste Staffel beschimpft – für mich eine Sahnestaffel!!) und 3 um Längen vorraus. Unverhoffte Abgänge, Ereignisse, die Konsequenzen mit sich zogen und Folgen, die immer wieder schön anzuschauen waren – wenngleich nicht immer alles so spannend war. Aber man hatte etwas zu erzählen: Ich vermute nunmehr, man weiß nicht, wohin der Zug gehen soll. (Nunja, Kirkman will ja das absolute Ende bereits wissen und arbeitet zielstrebig (hüstel) darauf zu).
Das Midseasonfinale bringt nun eine Wendung ins Haus, die ich (mit dem Restfunken Hoffnung den ich auf keinen Fall spoilern möchte) als arg Sch**** empfinde. Da wird meine Hoffnung auf eine Neuausrichtung der Serie aber komplett geschrottet… wobei dieser Kniff neben Eugene noch das Stärkste aus Staffel 8 bleibt.
Traurig eigentlich, wenn man sich vor Augen führt, was man als Zuschauer erleiden musste, dann nähert sich TWD mit Riesenschritten dem arg überschaubaren Niveau von FTWD.
Einzig Folge 7 versprach urplötzlich die Rückkehr zum ersehnten Niveau – gehalten hat es (meiner Meinung nach) nicht.Fehlt ja nur noch das Crossover beider Serien.. wenn ich das richtig verstanden habe, sei das wohl auch schon in Planung (gähn).
Nun denn, Untote soll man ruhen lassen – insofern gar nicht so schlecht, dass erstmal Pause ist3,5/10
9. Dezember 2017 um 13:53 #131891Das überrascht mich jetzt richtig. Schmiesst Du doch generell nicht gerade mit Punkten um Dich. Lockt mich aber dennoch bisher nicht ins Kino. Mal sehen, was man noch über den Streifen hört.
Ja, da hast du recht. Vielleicht würde „John Wick 2“ irgendwann den einen oder anderen Punkt mehr bekommen, „Jumanji“ mit etwas objektiverer Sichtweise 1-2 Punkte weniger… so ein bisschen kommt eben auch das Gefühl während dem Schauen zu Tragen – und natürlich, ob er das macht, was er sol – und das hat Mittwoch bei „Jumanji“ ganz gut gepasst.
Aber mit einem stimme ich Dir zu: Außerhalb der Sneak hätte mich der Film sicher auch nicht gelockt.8. Dezember 2017 um 14:32 #131814Jumanji (2017)
Als ich hörte, dass es eine Neuverfilmung des Titels geben würde, war ich alles andere als amüsiert. Die große Ablehnung wich, als ich hörte, dass es kein Remake werde… nun gut, The Rock ist trotzdem dabei, da muss man eben durch.
Nun, nach gefühlt 100 Trailern während der letzten Kinowochen, konnte ich mich einer leichten Vorfreude nicht erwehren. Und siehe da: Jumanji funktioniert auch 2017 recht gut.
Sicher, Robin Williams ist nicht dabei – aber ehrlich gesagt, wird er auch nicht vermisst. Der Cast löst seine Rolle ordentlich bis gut, die Chemie zwischen den Akteuren hat jedoch deutlich Luft nach oben.
Überraschend und wohltuend empfand ich das beinahe zurückhaltende Spiel von Jack Black. So kann er gerne noch öfter vor der Kamera agieren
Kevin Hart ist Kevin Hart, und Dwayne Johnson darf sein bei FF angedeutetes komödiantisches Talent präsentieren. (Ja, er hat Komödien gedreht, aber welche davon war denn lustig?
)Die Story ist simpel und wird in die Welt der Videospiele transportiert.
4 Teenies, die unterschiedlicher nicht sein können, bekommen aus unterschiedlichen Gründen am selben Nachmittag Nachsitzen aufgebrumt. Dort sollen sie im Keller der Schule Altpapier sortieren etc., bis ihnen eine alte Spielekonsole in die Hände gerät.
Die Widergeburt des NES und Atari beweißt: Oldschool ist voll im Trend, also wird nicht lange gezögert und das beiliegende Spiel gestartet. Nach der Wahl seines Avatars werden sie unverhofft in das Spiel gezogen um dort die Gestalt ihrer gewählten Spielfigur zu übernehmen.
Das hierbei schon der erste Lacher wartet, sollte selbstverständlich sein.
Befreien können sie sich, indem sie das Spiel Jumanji zu Ende spielen – müssen dabei aber die maximale Anzahl an Leben im Auge behalten.Erwartet keine Neuerungen, doch die meisten Gags funktionieren gut. Ganz nebenbei gibt es eine Art Oberschurke (nach dem Motto FarCry, jedoch harmlos und mit nahezu null Screentime).
Dennoch ist Jumanji äußerst kurzweilig und mit einer gewissen Liebe zum Nerd gedreht.
Warum links und rechts von mir einige Zuschauerinnen einschlafen mussten, konnte sich mir nicht erschließen.
Jumanji bietet im Grunde das, was man von einer Abenteuer Komödie erwarten darf.
Eine kleine – wenn auch einen Hauch zu akzentuierte – Hommage an Robin Williams darf nicht fehlen, fügt sich aber schön in den Film ein und stört die Leichtigkeit der Produktion nicht.Mängel? Joa, vielleicht wäre die eine oder andere Überraschung im Drehbuch nicht verkehrt gewesen, aber vielleicht fehlt mir auch der notwendige Nerd um mich daran begeistern zu können (Lara Croft kenne ich im Grunde nur vom Namen her). Die Hauptdarsteller agieren erfrischend selbstironisch und wenn Karen Gillan bei Jack Black in die Flirtschule geht, ist das durchaus einen Lacher wert.
Da es sich um kein Remake handelt, hat Jumanji also durchaus seine Daseinsberechtigung (anders als z.B. Flatliners), und unterhält dabei beinahe auf voller Länge ordentlich bis sehr gut.
Ihr kennt das vielleicht: Der richtige Film zur richtigen Zeit!8/10
6. Dezember 2017 um 13:41 #131656Deine Bewertung ist zwar sehr, sehr weit unten angesetzt aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Teil 1 hatte eine gewisse Frische und eine einfache aber angemessene Story. Dies fehlte Teil 2. ich wurde zwar unterhalten aber die Qualität reicht nicht um dafür, sehr günstige, 8€ für das Steelbook auszugeben. Bei Teil 1 wurde es seinerzeit jedoch sogar eine FAC.
Ja, die Bewertung ist schon arg subjektiv, das gebe ich zu
Da kommt eben auch die Enttäuschung hinzu, dass es nicht annähernd mit Teil 1 konkurrieren kann – und weil ich kein nettes Wort für Teil 2 finden kann, ist mir eine Wertung Jenseits der 3 nicht möglich…aber es geht auch anders:
Babylon Berlin [Staffel 1]
Nach Folge 1+2 war ich hin und weg von der Serie. Der Hauch von Suspense, der sich anfangs einstellte, konnte zwar im weiteren Verlauf nicht aufrecht erhalten werden, aber dennoch eine beinahe rundum äußerst gelungene Serie, die sich durchaus internationaler Konkurrenz erwehren kann.
Leider gibt es im hinteren Teil der Staffel einen leichten Hänger und die finale Folge hat mich nicht gänzlich mitnehmen können, aber neu eingeführte Charaktere haben bald mein Interesse geweckt.
Leonie Benesch, Anton von Lucke und Lars Eidinger seien hier an erster Stelle genannt. Ob ich dagegen einen Benno Fürmann brauche… na ja, ist Ansichtssache, aber er tut der Serie nicht weh, insofern ist alles gut
Hintenraus ist Babylon Berlin ein guter Krimi mit historischen Ansätzen (Trotzki, Politischer Identitäsverlust in der Weimarer Republik), starken Schauspielern und Szenenbildern die mir eine wahre Freude sind.
Staffel 2 ist in Lauerstellung, bin sehr gespannt, wie es da noch weiter geht!
8,5/10
5. Dezember 2017 um 20:40 #131616Ich war ja auch durchaus guter Dinge, als ich den Film startete – die Bewertungen waren ja beinahe durchweg positiv, aber wie gesagt: es trifft weder meinen Geschmack (so ein bisschen Story + Dialog darf dann doch sein), noch kann ich etwas mit solch deart überzogenen Szenen anfangen. Hier fand ich sogar die Optik als aufgesetzt – wirklich schade.
Möglicherweise bin ich auch derzeit nicht in der Laune für Filme, wobei ich mir meine wöchentliche Sneak nicht nehmen lasse
Ich will ja auch niemanden auf die Füße steigen, sondern gönne es jedem, der Spaß an dem Film haben kann.5. Dezember 2017 um 19:42 #1316111/2 John Wick 2
Ich habe mal geschaut, was ich seinerzeit John Wick an Punkten gab. 8/10, ansprechende Optik und Coolness waren dabei u.a. ausschlaggebend. Hinterher nahm ich bei sinnlos Geballer und Gekloppe diesen Film als Maßstab und ging gegen „Everly“ und „Atomic Blonde“ schon recht harsch in Kritik (die ich jedoch weiterhin aufrecht erhalte).
Nun kam ich dazu, mir „John Wick 2“ anzuschauen. Eine gewisse Vorfreude konnte ich nicht verbergen, war ich doch seit langem bei keinem Actionfilm mehr gut aufgehoben gewesen.
Recht schnell aber die Ernüchterung…
Schon die Eröffnungssequenz ist Fremdschämen pur! Ähnlicher Klamauk wie bei den Expendables, aber da hat ja Stallone auch keinen Hehl draus gemacht, dass es mehr Komödie als ernsthafte Action sein soll.Was John hier abliefern darf ist plumpe B-Action aus den 80ern. Nichts gegen Logiklöcher -kaum ein Film kommt ohne aus – aber da verhällt sich ja jeder Halbtag-Straßenräuber sinnhaftiger als diese Mafiaschurken. Unglaublich, da wird ja beinahe The Raid oder Oldboy in seinem Gekloppe realistisch :/
Gespannt war ich dann noch auf die Motivation, die John Wick zurück ins Killerleben schicken darf… ja meine Herren!! Was spricht denn bitte dagegen, ein Drehbuch zu schreiben, wenn man unbedingt eine Fortsetzung haben will?
Ich weiß nicht, von welchen Filmen ich in jüngster Zeit verwöhnt worden sein soll, aber diese ewige Ideenlosigkeit ist erschreckend!
Dümmliches Gelaber, dass wohl den Killer-Chic verkörpern soll (kaum trägt ein Killer einen Anzug, ist er automatisch halb Gentleman?)… Sorry, das ist nix. Dagegen lobe ich sogar „Atomic Blonde“ in den Himmel, der hatte wenigstens die Idee einer Geschichte (und einen recht guten Soundtrack).Sehr schade, da hatte ich einiges erwartet und doch nichts bekommen.
Ob der Film ab der Hälfte vielleicht doch eine wundersame Wendung bekommt und „gut“ wird, kann ich nunmehr nicht beurteilen… einer der wenigen Filme, die ich nicht zu Ende schaute.
[Vielleicht erwischte ich teil 1 an einem guten Tag für solche Filme, Teil 2 an einem denkbar schlechten… wer weiß]1,5/10
2. Dezember 2017 um 19:15 #131429Daddy´s Home 2
Eine Art Film, die nicht viele Worte benötigt. Entweder man mag Ferrell und Wahlberg, oder man mag sie nicht.
Allerdings: Die zwei harmonieren nicht mehr so gut wie noch in Teil 1, auch ist diese Weihnachtsgeschichte nicht gänzlich rund. Mel Gibson und John Lithgow haben einige nette Szenen, auch gibt es hier und da einen Gag ganz nac meinem Geschmack („27 Grad!!“), das Prinzip aus dem Vorgänger kann jedoch aufgrund der gestiegenen Anzahl an Köchen nicht aufrecht erhalten werden.Für einen netten Sneak Abend genau richtig, und wenn er mal auf Prime erscheint, werde ich ihn nochmal mit meiner Frau schauen, und damit gelingt ihm immerhin schon etwas, was vielen anderen Filmen versagt bleibt

6,5/10
29. November 2017 um 18:30 #131191@derschweiger – Zur Not im eigenen UV Code Thread aufmachen – nicht in meinem
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</noscript>Ah sorry!! Darauf hab ich nicht geachtet
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