Heute habe ich mir folgenden Film angesehen…. (2021)

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Dieses Thema enthält 171 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von DerSchweiger DerSchweiger vor 22 Stunden, 55 Minuten.

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    Line of Duty (64 Minutes)

    Ein zu großen Teilen handgemachter & klassisch inszenierter Actionthriller mit sehr gutem Cast u.a.
    Aaron Eckhart, Ben McKenzie & Giancarlo Esposito, der storytechnisch nicht wirklich eine große Überraschung oder
    Twist bietet, dessen Gesamtkonzept aber stimmig erscheint & vor allem absolut sehenswert umgesetzt wurde.

    7.5/10 Anläufe

    #212764
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    The Night Clerk

    The Night Clerk ist einer dieser unscheinbaren Filme, der viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, weil er sich auch mal mehr auf die menschliche Seite konzentriert & etwas genauer beleuchtet, welche Ursachen das Verhalten von bestimmten Personen haben kann.

    Tye Sheridan & Ana de Armas liefern hier eine klasse Vorstellung ab. Ich denke gerade Ana de Armas :love: muss niemand mehr
    beweisen, welch herausragende Darstellerin sie ist (z.B. in Sergio, Knives Out, The Informer & Blade Runner 2049).

    08/10 Motive

    #212767
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    Above Suspicion

    Ein Film, der nicht lange brauchte, um mich vollkommen in den Bann zu ziehen.
    Above Suspicion hat eine wendungsreiche Story, klasse Charaktere & eine düstere und mitreißende Wirkung auf den Zuschauer.

    Emilia Clarke hat mich umgehauen. Das sollte im Filmbereich ihre bisher beste Performance neben
    Ein ganzes halbes Jahr gewesen sein, mal abgesehen von Game of Thrones in der Serienwelt.

    09/10 Kleinstädte

    #212786
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    20th Century Women (Jahrhundertfrauen)

    Ein Film, der versucht gewisse Werte im Leben mitzugeben, der eine Geschichte erzählt, die komplexer ist
    als sie das Leben erzählen könnte.

    20th Century Women ist eine flotte Reise durch die Kindheit mit sympathischen Charakteren, witzigen Dialogen
    & einer Botschaft, die man erst verstehen wird, wenn man den Film gesehen hat.

    7.5/10 Reisen

    #212787
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    WandaVision

    Disney bzw. Marvel machen auch bei ihrer ersten Serie alles richtig. Schauspieler werden nicht gewechselt. Die Produktion hat Hollywood Niveau. Thematisch baut es auf das bekannte Universum auf. Aber vor allem: auch hier stimmt die Story und der Spaß.
    Der Einstieg ist großartig. Die Mid-season ist noch besser. Das Finale ist dann etwas eintöniges Superheldenzeug. Das wird einigen vielleicht zuviel. Thema Sättigung. Mir macht es nichts aus. Habe mich wunderbar unterhalten gefühlt.
    Meine highlights: Halloween, Quicksilver, der neue Superheld, endlich das richtige Kostüm für Wanda, die zweite Post Credit Szene.
    Nun kann Falcon / Winter soldier kommen.

    8 / 10 Tiaras

    #212788
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    Terminator: Dark Fate

    Teil I & 2 waren damals so geniale Teile von Terminator, aber hier mit dem 6. Teil mal wieder die blanke Enttäuschung.

    Mit einem Augenzwinkern kann man hier & da paar nette Ansätze finden, aber im Grunde genommen war auch dieser
    Teil unnötig & einfach nur reine Zeitverschwendung. Manchmal sollte man bestimmte Sachen einfach ruhen lassen.

    4.5/10 Abstürze

    #212815

    Reparud Rudrepa
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    Vom Gießen des Zitronenbaums (It must be heaven, 2019)
    Schon länger stand der Film auf meiner Wunschliste – ohne dass ich gewusst hätte, worum es geht; ja, ich mache das manchmal vom Titel und Cover abhängig. Und vor ein paar Tagen hab ich ihn dann endlich geschaut.

    Der Titel ist zugegeben etwas unnahbar und bezieht sich nur auf einen klitzekleinen Aspekt der Handlung, trotzdem ist der Film genau das, was man als Filmkunst bezeichnen und worüber sich Kinofreunde freuen können. Bevor jetzt jemand sagt „Filmkunst, öde!“, dem sei gesagt, dass es genau das nicht ist, im Gegenteil – faszinierend und fesselnd. Gar nicht sperrig, gar keine schwere Kost.

    Im Grunde zeigt der palästinensische Regisseur und Hauptdarsteller Elia Suleiman nur einzelne kurze Szenen bzw. Vignetten – genauer gesagt: Der Zuschauer sieht eine Szene, sieht dann die Hauptfigur, wie er das Geschehen betrachtet, und man betrachtet dann gemeinsam, was passiert.
    Der Zuschauer gebannt vor dem Fernseher, Suleiman am Rand stehend mit verschränkten Armen hinter dem Rücken oder irgendwo sitzend, große Augen, hochgezogene Augenbrauen. Und er redet dabei kein Wort. Worte gehören den anderen.

    Er beobachtet allerlei Skurriles, hört verrückte Dialoge oder erlebt Kurioses; eingefangen ist das in wunderschönen Bildern, oftmals in symmetrische Bildkomposition eingepackt. Zunächst ist Suleiman in seiner Heimat unterwegs, dann in Paris und New York. Und das ist sicherlich kein Zufall, denn die Parallelen zu Jacques Tati und Woody Allen sind durchaus gegeben.
    Und selbst wenn es einzelne Szenen sind, es gibt den großen Bogen zu einer runden Geschichte, die eine Reise auf der Suche nach dem Glück sein könnte.

    „Vom Gießen des Zitronenbaums“ ist Glück für Filmfreunde.

    9/10 Zitronen

    #212817
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    hal9000b
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    @hal9000b

    Das klingt sehr interessant. Werde mir den mal anschauen.

    #212818

    Reparud Rudrepa
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    @reparud_rudrepa

    Das klingt sehr interessant. Werde mir den mal anschauen.

    Bei Amazon Prime Video übrigens gerade inklusive.
    Ich bin gespannt, wie dir (und anderen) der Film gefällt. :)

    #212846
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    Channel Zero (Staffel 1) – Candle Cove

    Mike, vom Beruf Kinderpsychologe, kehrt in seinen Heimatort zurück. Dort war sein Bruder vor 28 Jahren auf ungeklärte Weise verschwunden. Kurz nach seinem Eintreffen sieht er seine Befürchtung bestätigt: Eine Kindersendung, die seinerzeit ausgestrahlt wurde (und danach nie wieder) ist wohl am Verschwinden verwantwortlich.
    Denn mit ihm kehrt die Serie zurück ins TV und die Kinder / Teens des Ortes beginnen, sich merkwürdig zu benehmen…

    „Candle Cove“ beruht wohl auf eine Creepypasta – keine Ahnung, welcher Trend das sein soll ;)
    Im Grunde ist mir aber auch egal, woher die Idee stammt.
    Optisch gibt es hier nichts zu bemängeln und der Grusel im Kopf im Wechsel mit den „Blutszenen“ ist gut gesetzt.

    Den Zuschauer erwarten hier 6 Folgen mit jeweils ca. 45 Minuten Laufzeit. Und da ist schon ein Fehler im Detail: Die Geschichte ist meiner Meinung nach mindestens eine Folge zu lang. Das liegt nicht zwingend an der Grundidee, vielmehr konnte ich mich bestenfalls mit Charaktären in Nebenrollen anfreunden.
    Paul Schneider als Kinderpsychologe spielt derart eintönig, man glaubt hinterher er habe in den 6 Folgen einzig einen Gesichtsausdruck spielen dürfen / können.
    Zwar dürfen einige der Nebendarsteller Gefühle zeigen, was die Serie tatsächlich erheblich auflockert, und erlangen dadurch eine anbahnende Beziehung zu mir als Zuschauer, doch über all den Folgen liegt eine Schwere, die mir zu aufgesetzt und steril ist.
    Erinnert mich in Gänze zu sehr an „modernen“ Sci-Fi Serienzeugs, das sich als Reinkarnation der Twillight Zone oder Outer Limits beweisen will.

    Das gelegentlich auftretende „Ungeheuer“ ist mir einfach zu eklig, allerdings nicht im gruseligen Sinne ;)
    Die übrigen schaurigen Auftritte (etwa die Fleisch gewordenen Puppen aus der TV-Serie) sind zuweilen gut in Szene gesetzt. Leider verpuffen die Effekte dadurch, dass die betreffenden Szenen häufig zu lange ausgespielt werden.

    Irgendwie plätschert dann alles vor sich hin, bis in der letzten Folge nochmal die Katze aus dem Sack geholt werden soll. Diese Art der Enden sind natürlich immer Geschmacksache und nicht selten bin ich mit solchen Auflösungen „zufrieden“… hier habe ich mich aber schon spätestens seit Folge 4 emotional verabschiedet.

    Schaurig schön hätte es werden können, aber ein beinahe komplett durch die Bank gezogenes hölzernes und uninspiertes Schauspiel (ja – es fängt die Trostlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, das Gefühl des Verlorenseins etc. der Charaktäre ein… und doch [Achtung SPOILER!!] darf die Mutter, nachdem sie erfährt, dass einer ihrer Söhne den Anderen getötet hat, ein wenig „emotionaler“ reagieren als mit der Frage, ob jemand Tee möchte [SPOILER Ende]
    Eigentlich hätte ich nach dieser Erfahrung nicht auf Staffel 2 setzen dürfen, ich tat es aber dennoch.. zum Glück ;)

    4,5/10

    #212852
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    Channel Zero (Staffel 2) No-End House

    „Beware the Cannibals – Vorsicht vor den Kannibalen“ bekommt Margot in einer skurill anmutenden Villa ins Ohr geflüstert. Gemeinsam mit ihren Freunden und einer Partybekanntschaft betreten sie das Gruselhaus, das nur für kurze Zeit an einem Ort auftaucht um dann für ein Jahr zu verschwinden.
    Ausgestattet mit 6 Räumen wird es den Besuchern das Gruseln lehren, und tatsächlich – kaum jemand dringt bis in Raum 6 vor.
    Ob Margot und ihre Freunde so weit kommen, oder den Notausgang nehmen? Gewiss ist bloß, dass ihr bisheriges Leben gehörig auf den Kopf gestellt wird…

    Nach Candle Cove hatte ich nicht die allergrößten Erwartungen an diese Staffel, doch recht bald wurde ich gefangen und konnte die 6 Folgen auch recht rasch zu Ende schauen.
    Was ich bei Staffel 1 noch bemängeln musste (diese Längen) gibt es auch hier, allerdings nicht als permanentes Stilmittel sondern einfach, weil man sich irrtümlich an einigen Szenen / Hintergründen zu intensiv austoben möchte.

    Die Darsteller hier agieren lebendig, den Situationen entsprechend (und falls nicht, ahnt man schnell, woran das liegen könnte) und handeln entgegen der Horror-Etikette meist nachvollziehbar.
    Zwar weiß man schnell, wohin der Hase läuft, aber das geht ziemlich in Ordnung.

    Das Zusammenspiel der Darsteller funktioniert auf beinahe allen Ebenen, der eingesetzte Grusel gelingt auch in beinahe allen Fällen (wenngleich es die eine oder andere Poolszene weniger hätte sein können) – auch die Frage nach Trauer, Sehnsucht und „unverhofftem Glück“ bringen mich der Serie ein Stück näher.

    Insgesamt erfindet man hier das Rad des Grusels nicht neu, streut aber hier und da erfrischende Twists ein, die in Gänze eine beinahe kurzweilige, 6-teilige Mini-Serie hervorbringt.
    Tolle Sache – einzig das ständig drüber gelegte Synthiegeschwurbel (wer die ständige Bedrohung nicht spürt, soll sie dann doch bitte hören…nonstop!) nervt.

    Für mich der einzige Lichtblick der Channel Zero Reihe… Staffel 3 (Butchers Block) habe ich nach Folge 2 fallen gelassen. Dann doch lieber „American Horror Story“ (hüstel ;) )

    7/10

    #212872
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    Arctic

    Der Forscher Overgard sitzt nach einem Flugzeugabsturz in der Arktis fest. Noch kann er sich am Leben halten, doch die Rettung sollte nicht zu lange warten. Doch mit dem ersehnten Helikopter kommt es zu einem weiteren Crash…

    Der Plot ist schnell erzählt, die gut 90 Minuten sind auch ganz bequem zu Ende geschaut.
    Hier versucht man, der Realität sehr nah zu kommen – die Landschaft ist nicht malerisch schön, der „Held“ nicht unendlich stark, der Schurke (ein Eisbär) nicht omnipräsent. Dafür aber das Wetter, das Klima und der Kampf um das Überleben.
    Dabei geht alles sehr ruhig daher, wenig Action, kaum Dialoge (eher seltene Selbstgespräche).
    Das finde ich im Grunde durchaus gut, aber leider wirkt der Film nicht länger als die jeweilige Szene auf mich.
    Irgendwo verpasst es der Regisseur, eine Bindung zu Overgard aufzubauen – das Drama in der weiteren Entwicklug will auch nicht so richtig zünden.
    So lässt mich das Finale leider auch völlig kalt, ganz egal ob er nun den „rettenden Hafen“ erreicht, oder nicht.

    Dass der Film an sich nicht sonderlich teuer wirkt (und womöglich auch vergleichsweise „günstig“ war – das CGI ist tatsächlich fast grenzwertig), ist geschenkt. Leider spart man hier auch an der nötigen Kreativität. Den Mut zu solchen Filmen, honoriere ich aber jederzeit.

    6/10

    #212878
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    Jessica Jones – Staffel 3

    Damit habe ich alle Netflix Marvel Serien abgeschlossen. War auch der einzige Grund warum ich die Serie geguckt habe. Ich mochte die Hauptdarstellerin noch nie. Und damit auch nicht den Hauptcharakter der Serie. Das bleibt auch so. Umso überraschender positiv fällt das Ergebnis zum Finale aus. Die Staffel war recht gut. Das der Bösewicht diesmal ein normaler Mensch ist, tat der Staffel gut. Die Staffel war nicht zu lang. Hatte paar ordentliche Twists. War also gut.

    7 / 10 Kopfschmerzen

    #212906
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    Mr. Universum

    Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger in seiner ersten großen Filmrolle: als Mr. Universum alias Joe Santo. Habe eigentlich weniger erwartet und wurde positiv doch sehr überrascht. Coverabbild und Filmbeschreibung ließen mich erst einen langweiligen Film in einer amerikanischen Großstadt vermuten. Doch die vielen ländlichen Aufnahmen vermitteln ein herrlich fröhliches Urlaubs-Ambiente, mit viel Freizeit-Spaß und sogar etwas nackter Haut (Sally Field in jungen Jahren sieht einfach bezaubernd aus). Zum Abschluss bekommt man dann das, woraus man die ganze Zeit gewartet hat: Arnold Schwarzenegger in Unterhose. Fand den Film recht unterhaltsam und hatte auch meinen Spaß damit, kann aber nicht mit den späteren Erfolgen von Arni mithalten. Auch die Starbesetzung mit Jeff Bridges (The Big Lebowski), Sally Field (Smokey and the Bandit, Forrest Gump), Robert Englund (Nightmare on Elm Street) und natürlich Mr. Universum persönlich (Arnold Schwarzenegger) kann sich sehen lassen. Ein Film, der meiner Meinung nach zu Unrecht ein Schattendasein führt.

    6 von 10 Bodybuilder

    Aliens! Fresst mich nicht, ich habe Frau und Kinder. Fresst die! (Homer J. Simpsons)
    #212918
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    Fantasy Island

    „Da ist das Flugzeug“ ruft es zu Beginn des Films… wäre es doch am besten einfach weitergeflogen.

    Mr. Roarke empfängt auf „seiner“ Insel nun 5 Menschen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, außer, dass sie an einem Wettbewerb gewonnen haben.
    Das glückliche Los bescheinigt jedem von ihnen das Wahrwerden einer Fantasie – diese muss aber konsequent zu Ende gebracht werden (und vorsicht, nicht jede entwickelt sich so, wie man glaubt), wird ihnen bereits kurz nach dem Empfang um die Ohren gehauen. Der aufmerksame Zuschauer weiß ab nun natürlich, wie der Hase laufen wird, aber was wären solche Film wert, würden die Charaktäre auf Warnungen hören?
    Schließlich muss jeder für sich feststellen, dass jede Fantasie ihren Haken hat und für sie mehr als schlaflose Nächte bedeuten werden.

    Der Film ist zugegeben nicht komplett schlecht, leidet aber an einem mieserablen Drehbuch. Einige der sich umgewandelten Fantasien lassen sich schön ansehen, bringen tatsächlich einen Beunruhigungsfaktor mit sich, aber verpuffen in einer sinnlösen Blödelei des Autors, wenn zum Ende der finale Twist aufgeklärt wird.
    Optisch bewegt man sich in sehr ordentlichen Bereichen. Die Insel sieht schön aus, die einzelnen Settings sind in ihrer (noch voneinander abgegrenzten) Form auch völlig in Ordnung – aber das hilft alles nichts, wenn die Spukgeschichten in gefühlt 100facher Form wiederholt werden. Auch wenn möglicherweise nicht jeder gesund nach Hause kommen wird, ist der spannungsfaktor ob der absurden Entwicklung der Geschichte nicht wirklich vorhanden.
    Dass man zum Ende die Tür für eine Fortsetzung offen hält, ist einerseits genreüblich, aber nicht wirklich einladend.

    Betrachtet man die Prämisse (und lässt die Geschichte der klassischen Fantasy Island Serie auch außer Betracht), hat man hier tatsächlich einiges an Potential, das sich über vielleicht 90-100 Minuten erstrecken könnte.
    Dass es dem Regisseur gelungen ist, die 107 Minuten zu einer gefühlten Ewigkeit anschwellen zu lassen, ist indes wirklich ein Kunststück.

    Die Darsteller: Sowei in Ordnung, wobei Michael Pena sehr unglücklich gecastet wurde. Ist er der berechnende Gastgeber, selbst ein Sklave der Insel, unbeteiligtes Orakel oder gutmütiger Direktor? Ausdruckslos und ohne jedwedes Schauspiel spaziert er denselben Auftritt gleich in jede seiner Szenen herein, erzählt etwas, das sich wie wirklich ungeheuerliche Wahrheiten anhören sollen, wobei es sich aber nur um „blabla“ handelt.
    Da haben einige „SchleFaze“ auf Tele5 mehr Tiefe.

    Ein Film, der viel versprechen möchte, aber im Grunde nichts davon halten kann. Als Horror unbrauchbar, für Spannung zu lahm. Einige nette Szenen sind dennoch an Bord, was aber nur zu Punkten in der B-Note reicht.

    4,5/10

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