DerSchweiger
@derschweiger
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7. Mai 2018 um 18:50 #137847
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
Gestern mit meinen Mädels (6+8) geschaut und mit offenem Mund sitzen geblieben.
Wir haben die Geschichte schon vor einigen Jahren zur Vorlesestunde vorgestellt, neulich wurde nochmal die „Augsburger Puppenkiste“ bemüht und somit kamen meine Mädchen mit guten Vorkenntnissen in den Film (vom Papa mal ganz zu schweigen
)Normalerweise gehen Kinderfilme nicht in die Wertung ein (Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft – Bibi & Tina und Co schaue ich tatsächlich nur, weil meine Töchter Freude an den Filmen haben), hier MUSS ich eine Ausnahme machen.
Die Geschichte um das Findelkind Jim, das eines Tages per Post nach Lummerland kommt und von den schrulligen wie liebenswerten Bewohnern der kleinen Insel aufgenommen wird, sollte jedem bekannt sein.
Gespannt war ich darauf, wie man es schafft, die doch detaillierte und liebevoll erzählte Geschichte in 110 Filmminuten zu packen.
Es gelingt (wenngleich der ein oder andere Moment ein wenig länger ausgekostet hätte werden dürfen) sehr gut. Dabei hält man sich beachtlich dicht an der Vorlage ohne gekünstelten Hype oder bedeutungsschwangere Aussagen.
Die Optik ist wunderbar und sämtliche Darsteller sind herzallerliebst ihrer Rolle verbunden. Kaum zu glauben, aber ich fand Annette Frier doch tatsächlich mal gut!
Einzige „Enttäuschung“ ist vielleicht noch die Darstellung bzw. Synchronisation des Halbdrachen Nepumuk. Der Erwachsene Zuschauer wird möglicherweise auch darüber schimpfen, dass die Drachenstadt Kummerland mitsamt grausiger Lehrerin Frau Malzahn (hoppla, die prügelt hier ja wirklich!) zu kurz abgehandelt wird.
Tatsächlich aber passt alles wunderbar ins Schema, jede Etappe bekommt ihre Zeit weil eben jede davon gleichermaßen zauberhaft wie bedeutungsvoll ist.Sämtliche Episonden finden ihren Platz und wenn ich in die Augen meiner Kinder schaute, traf jede davon genau ins Schwarze. Das Dunkle und Unheilvolle ab dem „Mund des Todes“ wird zum Wohl der kleineren Zuschauer immer wieder aufgehellt, so dass baldige Erleichterung auf die Momente der Anspannung folgen.
Wir dürfen hier nicht vergessen, dass es ein Kinderfilm ist – an dem aber auch viele Erwachsene ihre Freude haben werden.„Jim Knopf“ ist eines meiner liebsten Bücher wenn es ums Vorlesen geht (knapp hinter dem Räuber Hotzenplotz) und die Verfilmung ist eine Verbeugung vor dem großartigem Inhalt, womit auch sämtliche wesentliche Inhalte (befreie dich von Vorurteilen!) überliefert werden. Eine Hommage an die Augsburger Puppenkiste mitsamt „Eine Insel mit zwei Bergen“-Thema in der Darstellung Lummerlands ist zu Beginn herzlich willkommen, jedoch wird man ab dort eigenständig.
Die Optik ist – wie oben erwähnt – großartig. Auch wenn viel Protz in der Darstellung ist, steckt sie voller liebevoller Details – und was das Wichtigste ist: Die CGI erhebt sich niemals über die Geschichte und deren Charaktären.Auch unabhängig von den strahlenden Augen meiner Töchter eines meiner diesjährigen Filmhöhepunkte.
Da hat selbst die Bud Spencer Gedächtnisklopperei kaum geschadet
9/10 (Ja sicher, der Zauber der Kindheit erfährt hier eine Renaissance, dadurch eben sehr subjektiv palzierte Punkte… objektiv aber auch nicht viel schlechter
)7. Mai 2018 um 18:07 #137845Wahrheit oder Pflicht
Da komme ich doch wieder an eins meiner Lieblingsthemen: Genre und Zielgruppe

Zugegeben, nach meiner kürzlichen Lobpreisung über „Hellraiser“ kann ich nicht dauerhaft glaubwürdig damit um die Ecke kommen, Horror und Grusel nicht zu mögen – allerdings fallen mir bis auf „Conjuring“ kaum aktuelle Grusler ein, die sich nachhaltig ins Gedächtnis setzten wollten.„Wahrheit oder Pflicht“ gehört hier eindeutig nicht dazu. Schon die Ausgangsstory ist blöd: Eine Gruppe Collegeschüler reist zum letzten Spring Break vor ihren Abschluss nach Mexico, um da ordentlich die Wutz rauszulassen. Dabei lernt Olivia den rätselhaften Carter kennen. Dieser möchte ihnen die ultimative Partylocation (ein altes, verlassenes Kloster) vorstellen, in der sie im Kreis sitzend, „Wahrheit oder Pflicht“ spielen.
Dabei stellen sie sich aber so blöd an, dass sie schon kurz darauf keine Lust mehr auf das Spiel haben.Zurück in Californien wird Olivia von ihren Mitschülern aufgefordert, sich für „Wahrheit“ oder „Pflicht“ zu entscheiden. Das Spiel scheint Besitz von der Gruppe genommen zu haben…
Meine – etwas jüngere – Begleitung erkannte sofort Tyler Posey und Lucy Hale, die in „Teenwolf“ und „pretty little liars“ wohl recht populär daherkommen. Mir – als alterner Mann – sind sämtliche Darsteller unbekannt, weshalb sie wohl auch keinen Sympathiebonus erhalten konnten.
Aber auch der wäre hier nicht gut angelegt.Wir kennen ja schon Poltergeistfilme, in der ein Witchboard Stein des Anstosses wird, nun ist mal das Partyspiel „Wahrheit oder Pflicht“ aus der Grube gehoben worden. Nächstes Jahr vielleicht Flaschendrehen oder so.
Die Gruppe ist schon zu Beginn so beliebig dargestellt, dass etwaige Twists entstehend aus Wahrheit oder eben Pflicht regelrecht verpuffen, wenngleich sie auf ein großes Ziel hinarbeiten (womit der Geist in der Flasche ja mal ganze Arbeit leistet – Junge Junge, dass das hier gewählte Motiv zur üblichen Dezimierung einer College-Clique herhalten darf ist schon wahrlich übel).Hier muss man im Grunde gar nicht spoilern, der Trailer wird vermutlich schon verraten, auf was man sich hier einlässt. Dass das Ganze aus dem Hause Blumhouse kommt (die ja schon mit „Get out“ oder „Happy Deathday“ wenig Innovatives für ein junges und unbedarftes Publikum ablieferten) lässt wohl erahnen, warum ich mit dem Film nicht warm werde.
Sicher ist die Zielgruppe deutlich jünger als ich. Ganz sicher soll sich auch niemand wirklich gruseln, die zu Grimassen verzogenen Gesichert der „besessenen“ Teenies sind dann auch mehr komisch als furchteinflößend (warum musste ich während dem Film so oft an Aphex Twin denken?). In meinen Augen schrammt das Ganze hier haarscharf am Trash vorbei.Nein, das ist eindeutig kein Film für mich. Anderen würde ich ihn allerhöchstens für einen 0,99 EUR Filmabend bei Amazon empfehlen, aber selbst dabei würde ich mich (um bei der Wahrheit zu bleiben) schlecht fühlen.
3/10
2. Mai 2018 um 19:38 #137692Into the Forest
Die Schwestern Eva und Nell leben mit ihrem Vater Robert weit vom Schuss im Wald. Doch dank moderner Technick sind sie auch dort mittem im Leben. Nell arbeitet via Internet an ihrem Studium und steht kurz vor einer wichtigen Klausur, während Eva ihre Karriere als Ausdruckstänzerin (die nach einem Unfall(?) ins Stocken geriet) wieder in die Gänge bringen möchte.
Als eines Tages auf unbestimmte Zeit ein kontinentaler Stromausfall eintritt ist der Schrecken natürlich groß. Wie wäre die Prüfung gelaufen? Wie soll Eva ihren Tanz perfektionieren, wenn ihr dazu die Musik fehlt?
Inmitten der wäldlichen Abgeschiedenheit macht sich so ein Stromausfall rasch bemerkbar. Bevor das Benzin zu neige geht soll noch rasch per Auto ein Einkauf in der nächstgelegenen Stadt (Fußmarsch hin und zurück 3 Tage) die ersten Engpässe überbrücken.
Als bei einem Unglück Robert ums Leben kommt, sind beide Schwestern auf sich allein gestellt – was leider nicht ohne Folgen bleibt.Mir wurde der Film mit der Empfehlung „Was ein Dreck!“ vor den Latz geknallt und ich war bis zum Ausscheiden des Vaters am Grübeln, warum er denn so schlecht sein sollte.
Dann aber zeigt sich das große Dilemma: Die interessante Einführung, das punktuelle Zuspitzen der schlechten Stimmung aufgrund fehlender Elekrizität (bei allen Asteroiden, Zombies, Dinos, Riesenaffen, Erdbeben und Erdkernverglühungen ist dies ein ebenso pragmatischer wie großartiger Ausgangspunkt!) gehen mit einem Schlag verloren. Hier verliert man sich in Folge leider in Bedeutungslosigkeit – auch das Überleben ohne Supermarkt wird kaum thematisiert, bis es einmal knallt – und danach auch wieder nichts.
Zuweilen leben solche Filme durch eine Charakterentwicklung oder Inszenierung der -Tiefe, hier bleibt es nahezu „kommentarlos“ aus.
Das hübsche Ende mitsamt magerer Botschaft lies mich dann doch durchatmen: Geschafft.Schade eigentlich, denn der Cast und das Setting hätte etwas besseres bieten können. So hat „Into the Forest“ außer ein paar guter Ansätze leider so gar nichts zu bieten.
3,5/10
30. April 2018 um 15:50 #137615Des Satans Satellit (Zombies of the Stratosphere -> YESS!!)
Ach du Schande!!
Ja klar, 1952: Naive, wissenschaftlich angehauchte Theorien über das Leben auf anderen Planeten und dem Wirken von universellen Kräften umgarnt mit einer Story die im Grunde schon damals für dauerhaftes Kopfschütteln getaugt hätte.
Leonard Nimoy in seiner ersten Rolle (ähnlich wie Uschi Glas war er auch mal jung und brauchte das Geld).Hinterher habe ich erfahren, dass der Film ein Geschnipsel aus einer 10/12 teiligen TV-Serie ist. Da wurden wohl Szenen der späteren Folgen zu Beginn des Films eingesetzt und andersherum.. das erklärt einiges, macht es aber in keiner Sekunde besser.
Einige Ed Wood Filmen hatte noch einen gewissen Charme, hier fehlt es tatsächlich an allem. Nostalgiebrille und Co in voller Montur aufgesetzt helfen da auch nicht mehr.0/10
30. April 2018 um 15:43 #137614Die Mumie (2017)
Nachdem ich voriges Jahr den Trailer sah, war ich schon am verzweifeln. Darauf folgten erste vernichtende Kritiken, die meine Befürchtungen zu bestätigen schienen. Hier und da meinte jemand, der Film sei ganz ok… und gestern hab ich ihn mir dann doch angeschaut.
Vielleicht lag es daran, dass ich (etwas verspätet) die P.M.History zum Thema Tutanchamun zu Ende gelesen hatte und kurzzeitig ein wenig Lust auf altes Ägypten hatte.
Ja sicher, dass ich dabei nicht zu Ende gedacht habe, war mir schon bei der Auswahl des Titels klar, aber wenn man mitreden will, muss man auch mal Fliegen fressen… oder so ähnlich
Wenn Tom Cruise nicht gerade „unmögliche Missionen“ erfüllt, finde ich ihn in der Regel ganz gut. Hier wirkt er aber leider völlig deplaziert. Dabei ist ihm die Rolle des egoistischen und hinterlistigen Abenteurers auf den Leib geschrieben. Also Unlust des Darstellers oder fehlendes Können des Regiesseurs? Ich vermute beinahe Letzteres, denn Annabelle Wallis als naive Wissenschaftlerin Jenny offenbart, dass man sogar weniger als eindimensional agieren kann.
Russell Crowe bekommt für seine Rolle (und der darin liegenden Dramatik) kaum Zeit und agiert dementsprechend over-the-top.
Sofia Boutella macht ihre Sache unter der schrecklich hässlichen Maske zwar noch am Besten, aber auch sie konnte keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.Inhaltlich ist das Ganze arg mau, berücksichtigt man hierbei den „Türöffner“ zum Dark Universe, wartet man noch zwei Stunden nach Abspann darauf, dass irgendwas passiert.
Natürlich darf nicht an CGI gespart werden und das wird dann auch so dämlich in Szene gesetzt, dass es keine Freude bereitet. Zombies aus der Moderne gleichermaßen wie aus de Antike stehen an jeder Straßenecke und es ist in meinen Augen einfach nur frech.
Müsig darüber zu sprechen, dass die Thematik „Der Tod öffnet die Tür in ein neues Leben“ (oder so ähnlich) tatsächlich spannend in Szene gesetzt werden könnte… ob es nun mithilfe einer Mumie passieren muss, ist die eine Frage.
Für mich hat der Film weniger mit der „Mumie“ (ich denke da tatsächlich noch an Karloff!) zu tun, als mit Van Helsind oder der Liga der außergewöhnlichen Gentlemen.
Da soll sich der Drehbuchschreiber mal bitte für etwas entscheiden, aber so ist das wirklich arg mau.Nichtsdestotrotz kann der Film über einige Zeit gefallen (komischweise hinten raus mehr als zu Beginn – ich glaube, da hatte ich mich meinem Schicksal schon ergeben
), etwaige sidekicks und Buddy-szenen mit dem Zombiekollegen sind natürlich absoluter Müll. Der Humor, der eingestreut werden sollte, funktioniert leider nicht und mir hätte eine ernsthaftere Auseinandersetzung mit Cruise´ Figur besser gefallen. Warum geht er denn nicht (zumindest zum Schein), den Deal mit Mr. Hyde ein? Ja klar, das würde ja die komplette Folgeszene zumichte machen und der schöne Sandsturm in London wäre nur eine Idee geblieben (tja, schön wärs gewesen).Ein Film, der tatsächlich sehr viel vermissen lässt, aber merkwürdigerweise gefühlt besser ins Ziel geht.
Eine Fortsetzung sollte unter diesen Vorraussetzungen eigentlich nicht umgesetzt werden dürfen.4/10
29. April 2018 um 21:30 #137579Ja, ich auch
Habe hier allerdings nur noch die DVD rumliegen…29. April 2018 um 19:58 #137577Hellraiser
@hal9000b hat ihn ja vor ein paar Wochen gesehen und seine Sicht geschildert.
Freitag durfte ich ihn mir in unserem Kino anschauen und war tatsächlich ein wenig aufgeregt.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, konnten nicht alle meiner Teenie Monster-Helden (Freddy, Chucky, Jason) gut altern und bei vielen Filmen bin ich inzwischen abgekommen, sie unter dem Deckmantel „Kult“ als besonders gelungen zu titulieren.
Dann die ersten Szenen und der Film hat mich wieder eingefangen!
Klar, Dialoge und Szenenfolge sind der damaligen Zeit geschuldet, die würden wir uns heute so nicht mehr anhören, aber das lasse ich mir natürlich gefallen.
Für einen Horrorfilm der damaligen Zeit kommt er mit gefühlt wenig Blut daher, die Schockmomente halten sich auch in Grenzen, weswegen Gorefans auch lieber zu „Hellraiser II“ tendieren mögen.
Was mir aber wieder mal bewusst wurde: Hier wird eine Geschichte erzählt.
@hal9000b betont dabei die Geschichte um eine bedingungslose Liebe, die in dieser Form auch tatsächlich Triebfeder des Ganzen ist, sehe dabei aber den Umgang mit der inneren Leere und der Suche nach dem Besonderen als vordergründige Motivation.„Das kann doch nicht alles sein“ (oder so ähnlich) sagt Frank in einem Flashback, nachdem er eine Affäre mit der frisch angetrauten Frau seines Bruders begonnen hat.
Nachdem Frank mithilfe eines besonderen Würfels die Tore zur Hölle geöffnet hat, wird er in selbige gerissen.
Das Blut seines Bruders hilft ihm, sich aus der Höllenwelt zu „schleichen“ und sich teilweise zu rematerialisieren – jedoch benötigt er eine größere Menge Blut, um wieder der zu werden, als der er diese Welt verlassen hat.
Seine Schwägerin Julia ist abgestoßen und fasziniert zugleich (in Barkers Werken hat die Erotik einen sehr großen Stellenwert) und wird ihm die nötigen Opfer bringen.
Im weiteren Verlauf wird Franks Nichte Kirsty (auf die Frank ebenfalls mehr als ein Auge geworfen hat) eine bedeutsame Rolle spielen, als ihr zufällig der Würfel in die Hände fällt.In der Tat wirken einige Szenen eher unglücklich geschnitten, die Frisuren haben mich dabei allerdings weniger gestört als das Make-up
Hier und da blitzen bedeutungschwere Dialoge durch, die es so nicht gebraucht hätte – aber ich bleibe mal dabei: In dem, was uns der Film erzählen möchte, war er seinem Genre zur damaligen Zeit möglicherweise voraus.
Vielleicht sieht man diese Nuancen auch nur dann etwas deutlicher, wenn man mit Barkers Werken insgesamt vertraut ist (wobei mir seine Novelle zu „Hellraiser“ gar nicht in Erinnerung bleiben wollte – anders als das ebenfalls verfilmte „Cabal“).
Gemeinsam mit „Hellraiser II“ hat Barker hier eine Welt im Horrorgenre etabliert, die ihresgleichen sucht. Vielleicht ist der eher spärliche Einsatz der Zenobiten (Pinhead heißt hier noch schlicht „leading cenobit“) nicht hoch genug zu bewerten. So bleiben sie ein Mysterium, ihre unheildrohende Präsenz wird nicht ausgeschlachtet und zur beliebigkeit eingesetzt. Eine Oper über die Suche nach Erfüllung voller Düsternis, Blut und Tod. Den Einsatz der morbiden Erotik (die an der Grenze der Necroromantik angesiedelt ist) zeichnet Barkers Handschrift aus. Wer damit nicht kann, wird möglicherweise arge Probleme bekommen (wobei wir hier weit von einer 50 Shades Inszenierung entfernt sind).Ich behaupte mal, als Kind dieser Zeit hat „Hellraiser“ durchaus den einen oder anderen Sympathiepunkt mehr in der Gesamtwertung, aber vergleiche ich es mal frech mit dem Murks, den man ansonsten zu der Zeit rausgehauen hat (und es heute auch nicht immer besser kann) haben wir hier tatsächlich einen Meilenstein des Horrorkinos.
Lange hielt ich „Hellraiser II“ als besser, inzwischen bin ich mir da gar nicht mehr so sicher.
9,5/1029. April 2018 um 19:14 #137576No way out – Gegen die Flammen
Uff, da ging mir Mittwoch in der Sneak mal kurz die Muffe. Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, rechnete ich mit einem Pathosklatscher wie „13 Hours“ oder „Operation 12 Strong“ – nur eben ohne Waffen

Es dauerte allerdings nicht lange um mit den Befürchtungen aufzuräumen.Eric Marsh ist ein passionierter Feuerwehrmann, der mit seiner Crew lokale Waldbrände bekämpft – bei besonderen Einsätzen jedoch eine Spezialisten-Crew (Hotshots) aus anderen Bundesstaaten vor die Nase gesetzt bekommt (wir kennen einen ähnlichen Konflikt in Cop-filmen, in denen die Nichtskönner vom FBI die Dinge an sich ziehen wollen).
Auch hier patzen die Spezialisten am laufenden B(r)and und Eric will es nicht länger mit ansehen. Er fordert eine eigene Hotshots-Zertifizierung und tatsächlich bekommt er bald die Chance, sein Ziel zu erreichen.
Bereichert wird die Crew kurz vor Ausbildungsbeginn unter anderem vom Drogenabhängigen Tunichtgut Brandon, der durch einen One night stand Vater wird und plötzlich einen Sinn und eine Aufgabe in seinem Leben sieht.
Der Quereinsteiger wird beim Rest der Crew zunächst allerdings nicht sehr gerne gesehen.Die Feuerwehr ist kein Thema, für das ich mich im besonderen Maße begeistern kann. Klar, Männer und Feuer… wer gibt beim Grillen schon gerne die Zange aus der Hand
– aber „No way out“ ist tatsächlich mehr als Feuerwehr, bzw. Brandbekämpfer (gelöscht wird nur wenige Male aus dem Flugzeug).
Eric, der neben seinem Beruf höchstens noch mildes Interesse an seiner Frau zeigt, wird vor die emotionale Hürde gestellt, entweder die Hotshotscrew zu etablieren, oder seiner Frau ein Kind zu schenken.
Über Letzteres mag er gar nicht mal reden und somit gesellt sich zu der Thematik „Männer und Feuer“ auch das Leben mit andern Brandherden. Das Privatleben einiger Crewmitglieder wird mal mehr, mal weniger intensiv beleuchtet – unter dem Strich stehen hier jedoch 20 Männer, die Frau und Kinder und/oder andere Sorgen außerhalb ihrer Uniform mit sich tragen.Angereichert wird das Ganze durch etliche Flammenherde, die zwar von Bedeutung sind und entsprechend eingefangen werden. Dabei sind sie jedoch zu keiner Zeit Mittelpukt des Films und werden auch wenig effekthaschend eingesetzt (eine Wohltat!)
Trotz 130 Minuten Laufzeit hat der Film kaum Längen, was ich vor dem Sehen kaum für möglich gehalten hätte.
Das Drama um die Crew wird dabei auch derart unspektakulär abgeliefert (alles Wichtige wurde vorher schon geklärt), dass ich äußerst zufrieden aus einem Film über amerikanische Helden gegangen bin.7/10
23. April 2018 um 21:48 #137435Fear the Walking Dead S04 E02
Ich schreibe jetzt erstmal nichts mehr zur aktuellen Staffel nur eine Sache:
Fangt endlich mit der Serie an, denn im Gegensatz zu TWD wird sie von Staffel zu Staffel besser.Viele Leute aus meinem Umkreis haben auch angefangen & finden die definitiv besser mittlerweile als TWD !
09/10 Crossover
Wenn ich am Wochenende Probleme mit dem Einschlafen habe, werde ich sie vielleicht doch einschalten – wie Staffel 1-3 auch. Mit dem Besserwerden gehe ich nicht völlig konform (in meinen Augen wurden die Lichtblicke in Staffel 3 ebenso schnell radiert, wie sie auftauchten), die Startcharaktäre blieben mir bis zuletzt als störend in Erinnerung.
Mit TWD bin ich aber vollkommen bei Dir. Spätestens seit Neegans Auftritt ist die Serie tot. Nach dem Ableben meines letzten Hoffnungsschimmers hab ich die Serie beendet. Wie und ob es weitergeht interessiert mich in der Tat nicht mehr.
Ob ein Crossover FTWD besser erscheinen lässt… ich werde vielleicht mal reinschauen
23. April 2018 um 21:39 #137434Tote Mädchen lügen nicht
Auf ausdrückliche Empfehlung einer Freundin „Guck es dir bloß nicht an!“ mal eingeschaltet und nach zwei Folgen beinahe der Versuchung erlegen, die Serie nicht zu Ende zu schauen.
Hannah begeht Selbstmord. Warum, ist zu Beginn noch gar nicht so klar. Drum hat sie 13 Gründe, die ihren Suizid begreifbar machen sollen, auf je eine Seite einer MC gesprochen. Hier spricht sie pro Seite eine Person an, die sie für ihre Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, mitverantwortlich macht.
Vorletzter in der Reihe der „Auserwählten“ ist Clay, der zu Hannahs Lebzeiten noch glaubte, mit ihr befreundet zu sein. Warum er nun eine tragende Rolle an ihrem Tod haben soll, bringt ihn Schritt für Schritt unbändiger Verzweiflung nahe.Die große Stärke dieser Serie (neben den meisten Schauspielern, die ihre Sache teilweise sehr gut machen) ist das Zeigen dessen, was von einem Selbstmord übrig bleibt. Insbesondere die Verzweiflung, die Suche nach dem „Warum“ der Eltern ist packend und glaubwürdig in Szene gesetzt.
Allerdings ist die Serie auch um locker zwei bis drei Folgen zu lang ausgefallen. Ein kritisches Auseinandersetzen mit Hannahs Anschuldigungen kommt auch arg zu kurz – stattdessen soll alles unter den Teppich gekehrt werden.
Dabei wird bald offensichtlich, dass sie ebenso austeilen kann/konnte und anderen Außenseitern des Jahrgangs ebenfalls das Gefühl gab, nicht existent zu sein.Für Clay sind die Bänder Fluch und Segen zugleich. Seine Furcht vor der Offenbarung, warum er eine Schuld am Tod seiner Freundin habe, wird häufig vom Ehrgeiz überschatet, es jenen heimzuzahlen, die auf den ersten Kassetten genannt und beschuldigt wurden.
Dass er dabei blindlings zuschlägt ohne eine weitere mögliche Wahrheit anzuhören ist zwar nachvollziehbar, für mich als Zuschauer aber nur schwer mitanzusehen.Und da sitz ich nun und weiß nicht so recht weiter. Einerseits ein Thema, das es wert ist, erzählt zu werden. Insbesondere das „Danach“ ist häufig sehr gut dargestellt.
Der Weg in die Krise, das Versinken in der Depression und der damit einhergehende Realitätsverlust ist für mich zwar nachvollziehbar, jedoch kommt dieser Aspekt in der Nachbearbeitung (soweit ich es mitbekommen hatte) nicht wirklich vor. Szenen, die es zwischen den Zeilen auszudrücken versuchen (Kollege aus der Dichtergruppe freut sich, sie zu sehen, fragt, wie es ihr geht, hofft sie bald wiederzusehen… sie sagt einen Satz später ins Mikro, dass sich niemand für sie interessiere.) gehen im Vergleich zur Bewahrheitung Hannahs Motive rasch unter.
Das ist schade und fehlt mir tatsächlich nach Ende der Serie beinahe am meisten.Staffel 2 (bereits abgedreht) braucht es in meinen Augen nicht. Was werden wir sehen? Eine Gerichtsverhandlung? Einen Amoklauf? Basierend auf Hannahs Entscheidung und ihren (teils unhaltbaren) Vorwürfen gegenüber ihren Mitschülern?
„Tote Mädchen lügen nicht“ (doch, das kann passieren
) ist stellenweise sehr zäh, nicht immer nachvollziehbar aber der inneren Logik und Werthaftigkeit folgend konsequent.
Das Thema halte ich für sehr wichtig, den Versuch, dies auf diese Weise zu erählen, finde ich bedingt gut – aber auf der anderen Seite fehlt mir eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit dem Weg in die Krise (und auch damit, wie man ihr entkommen kann).
Hier wird mir zu arg schwarz/weiß gezeichnet und ohne den „finalen Todesstoß“ in Episode 12 hätte das Teil mehr Glaubwürdigkeit erhalten. So habe ich, zugegeben, auch ein Problem mit der Effekthascherei.
Die fehlende Sympathie gegenüber einigen Personen (auch mit Hannah kann ich mich so gar nicht „anfreunden“) lassen das Gefühl zu, dass ich eine gute Serie möglicherweise als nicht gut empfinde.
Puh, das soll mir mal einer erklären
6,5/1019. April 2018 um 21:10 #137335Stranger Things – Season 2
Ich habe die Serie schon vor einiger Zeit beendet und trage das Gesehene noch mit mir herum, in der Hoffnung, es beschleicht mich doch noch der Aha-Effekt.
Season 1 empfand ich als ganz OK. Den großen Hype konnte ich nicht völlig nachvollziehen (bzw. es so empfinden), Staffel 2 machte nach den ersten beiden Folgen dann einen durchaus positiveren Eindruck (mehr Tempo, weniger ausgelutschte „4 Freunde gehen ins Abenteuer“ Pfade) und mehr Screening Time für andere Charaktäre. Insbesondere Steve (Joe Keery) durfte zeigen, dass er das Prädikat „Bad Boy“ schon in Staffel 1 völlig zu Unrecht getragen hat.
Sehr schön, ihn als Charakter weiterentwickelt gesehen zu haben.
Ähnliches gilt dabei auch für El, die zunächst fernab der Clique leben soll/darf.
Ihre Ausreißerfolge (und Türöffner für ein Spin-off?) fand ich dagegen lahm und sinnfrei.
Die Clique als zerwürfelter Haufen, die sich zunehmend uneins sind (was sich auch bei der Aufnahme eines – nunja – neuen Haustiers zeigt) empfand ich als recht ansprechend.Die Story an sich gibt nicht viel mehr her als in Staffel 1 (wobei sie mir hier weniger zu gefallen weiß), glücklicherweise gibt es hier häufig nachvollziehbare Ortswechsel. Die Landkarte im Haus des „Besessenen“ war mir dann doch arg zu viel, die Einführung von „Mad Max“ dagegen empfand ich als wohltuend -> wobei sich mir nicht ganz erschließt, wofür es diesen (Halb?)Bruder gebraucht hatte (Ja klar, fehlender Bad Boy und so…)
Abschließend sah ich wieder einige Verbeugungen an Genreklassiker wie den Exorzist und ein Wiedersehen mit Paul Reiser ist bei mir immer wieder erwünscht.
In der Summe empfand ich das Spektakel um 1-2 Folgen zu lang, das vermeintliche Besiegen der Bestie im Kontext zu einfallslos. Der Übergriff der „Schattenwelt“ in die „helle“ Dimension empfinde ich als interessant, hatte nach Folge 2 aber doch etwas Interessanteres erhofft.
Nun gut, dass ich nicht die ausgewählte Zielgruppe bin (trotz Aufwachsen in den 80ern) habe ich in Staffel 1 erfahren müssen. Mit etwas weniger Erwartungen konnte mir Staffel 2 tatsächlich über einige Folgen recht gut gefallen, wobei ich auch hier den „Besonderen“ Moment vermissen musste.Sehr schöner Abschluss auf dem Abschlussball – es findet nunmal nicht jeder sein Happy End… aber muss wirklich Staffel 3 her? puh….
7/1019. April 2018 um 13:56 #137323A quiet Place
Eigentlich ein richtig guter Streifen. Lebt von seiner Spannung. Kaum Dialoge (vor allem die erste Hälfte nicht), ein passender Soundtrack. Ja wenn das Wörtchen Wenn nicht wäre…
Leider bin ich auch hier über 3-4 teils heftige Logiklücken gestolpert, die einfach nicht zu ignorieren waren.
Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass man hier einen Horrorstreifen der besseren Art vorgesetzt bekommt. Zudem hatte ich nur den ersten Trailer gesehen, der über die Rahmenhandlung fast nichts verraten hatte. Die weiteren Trailer, die ich mir eben mal angesehen hatte, allerdings schon.
7,5/10 tödliche GeräuscheWir hatten in der Sneak häufig den Trailer gesehen und im Stillen (haha, wortwitz
) darauf gehofft, dass er gezeigt wird. War leider nicht so – allerdings hatte ich bezüglich Logikfehler schon im ersten Trailer einige Bedenken. Werden den Film aber sicher schauen – wobei ich aber glaube, es nicht im Kino zu tun.
Danke aber schonmal für Deine Empfehlung19. April 2018 um 13:55 #137322Early Man
Vor Filmbeginn streikte der Beamer und musste neugestartet werden. Wenn ich gewusst hätte, was mich nach der 15 Minütigen Unterbrechung erwartete, wäre ich nicht so entspannt sitzen geblieben.
Die Erde vor langer, langer Zeit… Dinos ringen miteinander und prähistorische Menschwesen kloppen sich um die größte Keule, als ein Feuerball vom Himmel fällt und mal eben zur Erfindung des Fußballspiels führt.
Einige Zeitalter später leben die letzten Höhlenmenschen in einem kleinen Tal und erfreuen sich am Tauschen der Unterhosen mit ihren Nachbarn und dem vergnügten Jagen von Kaninchen (größer soll es nach Möglichkeit nicht sein).
Doch prompt kommt es zur Invasion aus der Bronzezeit und die Höhlenmenschen werden des Platzes verwiesen.
Nach einer kurzen Phase der Aufregung kann ein pfiffiger Höhlenmensch einen Deal mit dem französisch-bronzischen Invasor aushandeln. Wer den Pokal im Fußballspiel gewinnt, darf das Tal bewohnen. Bloß dumm, dass die Hasenjäger weder vom Tuten noch Blasen – geschweigedenn vom Rennen und Schießen – eine Ahnng haben….Ich kann mich erinnern, dass ich mit meinen Mädels mal eine zeitlang „Shawn das Schaf“ schauen durfte. Absolut nicht meine Mache – so technisch beeindruckend das Ganze natürlich auch ist – aber zumindest gab es da immer wieder einige Schmunzler und ich konnte mich immerhin über die Freude meiner Mädels freuen.
Nun, „Early Man“ beeindruckt möglicherweise durch die Arbeit und Technik, die hinter dem Projekt steht – allerdings ist der Humor (sofern man ihn als solchen identifizieren möchte) derart kleinkindisch, dass mir förmlich sie Spucke wegblieb.
Fairerweise muss ich sagen, dass ich nach 25 Minuten gegangen bin – die jahrelangen Anfeindungen meiner Begleitung bei einem möglichen Durchziehen bis zum Schluss war es in keiner Sekunde wert gewesen.
Wenn humorferne Menschen versuchen, witzige Szenen zu schreiben (man achte dabei auf die dümmlichen „Dialoge“ über die wahrlich bloß ein Dreijähriger lachen kann), dann kann eben sowas wie „Early Man“ herumkommen.Um nicht den Eindruck zu erwecken, ich würde Kinderfilme/-Sendungen kategorisch ablehnen…selbst bei „Meister Manny“ oder den neuen „Glücksbärchen“ kann ich dranbleiben ohne innere Panik zu verspüren.
Tja, aber Briten und das liebe Fußballspiel -> es kommt eben nicht immer was Vernünftiges dabei heraus (man frage da mal in Manchester nach).Überhaupt nicht meins, in keiner Sekunde – selten dämlich und noch weniger unterhaltsam als „Saussage Party“
0,5/1013. April 2018 um 22:09 #137087Steig.Nicht.Aus!
Der in der Baubranche tätige Karl kommt von einer Dienstreise unerwartet früh zurück. Die erhoffte Überraschung zum Hochzeitstag gelingt ihm dadurch jedoch nicht – seine Frau ist termingebunden in Eile und es reicht somit nur zu einem „Hallo“.
Rasch werden die Kinder ins Auto gepackt um sie zur Schule zu bringen (was seine Frau jedoch auch nicht spaßig findet [grübel…]). Während der Fahrt entdeckt er ein ihm unbekanntes Handy und der darauf eingehende Anruf wird in den kommenden Stunden sein Leben grundlegend ändern.
Unter den Sitzen sind Bomben angebracht. Wer aufsteht um das Auto zu verlassen, erzwingt ein „Bumm!“
Die vom Erpresser gestellten Forderungen sind zudem nicht sehr einfach zu lösen, wenn man auf dem Autositz gefangen ist… vielleicht gelingt Karl dennoch das Unmögliche.Da haben wir einen im Vorfeld hochgelobten Thriller „Made in Germany“.
Nun gut, die Story ist jetzt nicht grundlegend neu, tatsächlich bedient man sich an „Anrufer unbekannt“ aus 2015 (von dem ich vorher aber nichts gehört habe). Erinnerungen an „Gegen die Zeit“ und „Nicht auflegen“ werden ebenfalls geweckt.
Das Beste vorneweg: Die Kamera ist in einigen Szenen großartig – beinahe beeindruckend und spannungsfördernd werden einige Szenen aus der Hauptstadt eingefangen.
Die Story an sich – na ja, im Grunde sehr geradlinig und ohne wahren Wow-Effekt.
Schauspielerisch ist es an einigen Stellen durchaus gelungen – wenn wir dieses elende Overacting sämtlicher Beteiligten dann auch mal irgendwie in den Griff bekommen würden.
Ein weiterer Bringer: Die Dialoge sind doch nicht wirklich ernst gemeint? Da wird ein Erpresser in Punkto Ausdrucksfähigkeit als absoluter Depp hingestellt (Wenn du nicht machst, was ich sage… „dann Bumm!“ – nicht einmal, zweimal… gefühlt jeder Satz von ihm endet mit „Bumm“), ist aber in der Lage über Nacht zwei Autos mit Bomben zu bestücken, die er per Fernbedienung zu steuern weiß und überdies über jeden Handgriff Karls Bescheid weiß.
Passt so nicht ganz zusammen – auch das Charakterbild, das von Karl entworfen wird ist eher hanebüchen und scheinbar einem 5-Minuten-Brainstorming entsprungen.
Weitere Bringer wie Hubschrauber im Straßenverkehr, eine schrecklich miese Demo (weil ja auch der eingeschlafene Zuschauer in der letzten Reihe gegen Ende erfahren soll, ob der Streitpunkt nun gut oder böse ist), eine Christiane Paul, die trotz kaum vorhander Einsatzzeit nervt und Hannah Herzsprung, die tatsächlich bloß einen Gesichtsausdruck darbieten darf sind dabei gefühlt bloß die Spitze des Eisbergs.Ne, „Steig.Nicht.Aus!“ ist kein Totalreinfall wie ich es möglicherweise vorher befürchtet hatte, aber irgendwie will bei mir der Funke nicht überspringen (overacting von Möhring, Christiane Pauls Arbeitsverweigerung, moralische Zeigefinger ohne Ende…) – aber vermutlich hätte ich den Film in einer Hollywood-produktion nicht grundlegend besser empfunden (inhaltlich ist es auch kaum der Rede wert)
Nach Sichtung der Trailer bin ich aber auch irgendwie froh, keinen der beiden Dwayne Johnson Filme gesehen zu haben. Daher wohl auch 0,5 Punkte der Erleichterung mehr

5/10
9. April 2018 um 21:21 #136931Noch ein Nachtrag von der letztwöchigen Sneak:
Der Sex-Pakt
Ab 12.04.2018 im Kino
Der Trailer sagt in der Tat alles – zuweilen schönes Zusammenspiel der Eltern, die Töchter sind beliebig/austauschbar ohne jedwede Sympathie.
5/10
[Wer „Bad Moms“, „Bad Neighbours“ & Co mag, hat auch hier seine Freude -> falls der Verdacht der Häme aufkeimt: Ich finde „Bad Moms“ ganz ok
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